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Variante 2: Neue Quartiere am Hüllgraben


Variante 2: Beidseits des Hüllgrabens  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Brückenschlag nach Riem

Entlang eines zentralen Grünzugs entstehen sehr kompakte Wohnquartiere beidseitig des Hüllgrabens. Die alte Salzstraße bildet die Siedlungsgrenze zum Münchner Grüngürtel. Es entsteht eine neue räumliche Verbindung von Englschalking bis in die Messestadt. Die U4 könnte bis nach Riem verlängert werden.

Freie Landschaft und verdichtete Stadt treffen in dieser Variante unmittelbar aufeinander. Unter dem Motto „Neue Quartiere am Hüllgraben“ konzentrieren sich die neuen Siedlungsflächen in dem Bereich zwischen den bestehenden Ortskernen Englschalking über Daglfing bis nach Riem. Die Flächen nördlich der alten Salzstraße bleiben für die landwirtschaftliche Nutzung erhalten, während der Hüllgraben als attraktiver Grünzug in die neuen Siedlungen integriert ist. Durch die Option auf die Verlängerung der U-Bahnlinie bis nach Riem könnte ein wichtiger Lückenschluss im Münchner Liniennetz geschaffen werden.

Die neuen Siedlungsflächen verbinden die Stadtteile Daglfing und Englschalking über den Hüllgraben hinaus mit den südlichen Stadtteilen in Bogenhausen und Riem. So entsteht ein kompaktes Siedlungsgebiet mit städtisch geprägten Quartieren, das in westöstlicher Richtung von einem zentralen Boulevard durchzogen wird. Der vor rund 100 Jahren zur Bewirtschaftung der Ackerflächen angelegte Hüllgraben ist in nordsüdlicher Richtung als urbaner Stadtbach unter Erhalt bereits renaturierter Bereiche in die neue Siedlung integriert. Die großzügig angelegte ostwestlich gerichtete Landschaftsachse, südlich des Boulevards, bildet eine durchgängige grüne Verbindung zwischen den Stadtteilen. So entsteht eine wohnortnahe Grünzone, die für verschiedene Ansprüche der Erholungs- und Freizeitnutzung der Anwohnerinnen und Anwohner vorgesehen ist.

Da die Fläche der Galopper-Trainingsbahn für die bauliche Entwicklung der Quartiere genutzt wird, konzentriert sich der Pferdesport bei dieser Variante auf dem Gelände der Galopprennbahn. Gemäß dem Leitsatz „Nordost-Collage“ soll die Rennbahn der Öffentlichkeit besser zugänglich gemacht werden und neben dem Riemer Park, dem Hofgut Riem und dem Dorfkern Daglfing eine attraktive Anlaufstelle am Grünzug sein.

Gegenüber von Stadt und Mooslandschaft

Die Variante nimmt auf eine Besonderheit im Landschaftsbild Rücksicht: Durch die Begrenzung der baulichen Entwicklung auf die Flächen südlich der Salzstraße orientiert sich die Entwicklung an der landschaftlichen Abfolge von Schotterebene und Erdinger Moos. Die charakteristischen Insellagen von Johanneskirchen und der Zahnbrechersiedlung bleiben erhalten, da diese Wohngebiete nördlich der Salzstraße liegen. Der Übergang zur offenen Landschaft wird durch die prägnante städtische Kante betont. Die landwirtschaftliche Struktur bleibt im Sinne des Leitsatzes „Ökosysteme und Landschaft entwickeln“ im Norden des Gebietes zusammenhängend erhalten.

Neues Zentrum am Hüllgraben

Im Bereich des möglichen neuen zentralen U-Bahnhofs am Hüllgraben liegt das neue Zentrum mit vielfältigen Geschäften und kulturellen Einrichtungen. Der Knotenpunkt gibt dem kleinteiligen Siedlungs-Patchwork des Nordostens im Sinne des Leitsatzes „Adressen Nordost“ eine weitere neue Adresse. Hinzu kommen die zu Nachbarschaftszentren ausgebauten S-Bahn-Knotenpunkte Daglfing und Englschalking. Die historischen Kerne Daglfing und Johanneskirchen gewinnen an Bedeutung.

Es entstehen größtenteils urbane und gemischte Quartiere mit Wohn- und Geschäftszentren. Gewerbliche Nutzungen entstehen vor allem am Südrand und am südlichen Tunnelportal.

Checkliste

Siedlung & Versorgung

  • Einwohnerpotenzial von ca. 29.000 und ca. 10.500 Arbeitsplätze
  • relativ hohe Dichten möglich, da wenig Berührung mit bestehenden Siedlungen
  • neues Zentrum am Hüllgraben
  • klare Stadtkante an der alten Salzstraße
  • Insellagen Johanneskirchen und Zahnbrechersiedlung bleiben erhalten

Landschaft, Freizeit & Erholung

  • nördlich der Salzstraße landwirtschaftlich geprägt
  • Pferdesport wird auf dem Gelände der Galopprennbahn konzentriert, Galopprennbahn bleibt erhalten
  • südlicher Hüllgraben in Siedlungen eingebettet
  • großzügige Grünverbindung bis zum Riemer Park
  • neue Erholungsangebote auf den Grünflächen
  • Kleingärten, Sport und Spiel entlang des urbanen Grünzugs
  • die Grünstrukturen der Pferdesportanlagen integriert

Natur & Landwirtschaft

  • wertvolle Flächen für den Naturschutz nördlich der geplanten Bebauung und entlang des ehemaligen Bahndamms bleiben erhalten
  • Ackerbau bleibt in Teilen ebenso erhalten wie Pferdehaltung und Sonderkulturen

Verkehr

  • südliches Gebiet wird über S-Bahnhof Riem erschlossen
  • mögliche Verlängerung der U4 bis zum U-Bahnhof Messestadt West, möglicher U-Bahnhof im zentralen Siedlungsbereich
  • Autoverkehr über eine Nord-Süd-Achse in neue Siedlungen
  • nördliche Anbindung an den Autobahnzubringer M3

Kultur & Sachgüter

  • Aufwertung der Dorfkerne von Daglfing und Johanneskirchen durch Ansiedlung kultureller Nutzung
  • Gut Riem verliert Anschluss an die landwirtschaftliche Flur, bleibt als Bildungseinrichtung erhalten

Gewerbe

  • klassisches Gewerbe an der Südkante des Plangebiets und am südlichen Tunnelportal sowie angrenzend an Johanneskirchen
  • Büros am Siedlungsschwerpunkt nordöstlich von Daglfing, großteils urbane gemischte Quartiere mit Wohn- und Gewerbemix

Bildung und Sport

  • fünf Grundschulen und zwei weiterführende Schulen
  • Bezirkssportanlage in der Nähe der neuen U-Bahnstation
  • Schwimmbad auf dem Areal der Olympiareitanlage
  • vier kleinere Sportflächen im Raum verteilt

Regionale Einbindung

  • Verzahnung mit Riem und dem Gewerbegebiet Dornach
  • Siedlungszusammenhang gestärkt
  • städtebauliche Kante entlang der Salzstraße
  • Johanneskirchen, Zahnbrechersiedlung und Dornach behalten ihren ländlichen Charakter als „Siedlungsinseln“
  • regionale Vernetzung auf der landschaftlichen Ebene
  • ÖPNV verbessert Erschließungsqualität auch in Riem und im Ortsteil Dornach
Die drei Varianten für den Münchner Nordosten Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Die drei Varianten

Variante 2: Beidseits des Hüllgrabens Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Quartiere am Hüllgraben

Kartendarstellung der Variante 2 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Variante 2

Kontakt

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Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München