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Variante 3: Küstenlinie


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Landschaft und Stadt verzahnen

Drei grüne Korridore reichen tief in die Siedlungen hinein und sorgen für eine Verzahnung von Stadt und Landschaft. Die Stadtkante erinnert an eine fjordartige Küstenlinie mit „Landschaftsbuchten“ und ermöglicht den direkten Zugang in die Natur. Zwei mögliche neue U-Bahnstationen könnten eine attraktive ÖPNV-Versorgung und eine Verbindung nach Riem bieten.

Stadt und Landschaft so eng wie möglich zu verzahnen, ist ein wichtiges Ziel der Variante „Küstenlinie“. Hüllgraben, Gleißenbach und die Galopprennbahn schaffen urban gestaltete Grünflächen bis tief in die neuen Siedlungsflächen. Die parkähnlichen Buchten zeichnen sich durch eine hohe Aufenthaltsqualität aus.

Die besonderen Qualitäten der grünen Landschaft werden einer möglichst großen Zahl von Menschen direkt zugänglich gemacht. Durch die Landschaftsbuchten entsteht ein Maximum an Kontaktflächen. In der Tradition eines städtisch geprägten Quartiers werden die Grünzonen intensiv für sportliche Aktivitäten und zur Erholung genutzt und sind entsprechend urban gestaltet.

Vernetzung mit der Region

Die Variante bietet durch ihre Ausdehnung nach Norden und Osten besonders gute Voraussetzungen für die Vernetzung mit den Nachbargemeinden. Für den Autoverkehr gibt es eine Anbindung nach Unterföhring und einen direkten Zubringer in das Gewerbegebiet Dornach. Die regionalen Bezüge zeigen sich auch in der Realisierung eines neuen Badesees. Der südlich der alten Bahntrasse angelegte See soll – wie in Variante 1 – die bestehenden Baggerseen in der Region vor zusätzlichem Andrang entlasten.

Siedlungsflächen mit direktem Bezug zur offenen Landschaft

Eine besondere Rolle sehen die Planerinnen und Planer für die bestehenden Dorfkerne und Siedlungsstrukturen vor: Die Gartenstadt Johanneskirchen mit der Zahnbrechersiedlung wird mit dem Bestand östlich von Englschalking verbunden. Sie bildet damit einen der beiden Siedlungsfinger und die nördliche Begrenzung der neuen Stadtteile. Die alten Dorfkerne behalten größtenteils ihren Landschaftsbezug und werden durch eine bessere Infrastruktur aufgewertet.

Weitreichende Folgen hat das Konzept für den Schienenverkehr: Wie bei der Variante 2 könnte die U-Bahn künftig in der Messestadt Riem den Anschluss zur S2 und U2 ermöglichen und somit zugleich die Anreise vom Flughafen zur Münchner Messe deutlich verkürzen. Zusätzlich sieht diese Variante das Potenzial von zwei neuen U-Bahnhaltestellen in den neuen Siedlungsgebieten östlich der S8.

Da auf dem Gelände der Trainingsbahn des Galoppsports eine neue Siedlung entsteht, konzentriert sich der Pferdesport auf das Gebiet der heutigen Galopprennbahn. Ackerbau und Pferdehaltung beschränken sich auf den Nordrand des Areals, während die südlichen Bereiche ihren landwirtschaftlichen Schwerpunkt aufgrund der intensiven Nutzung der Freiflächen auf Landschaftspflege und Gartenbau legen.

Durch die großzügige Aufteilung der Flächen können die bestehenden Siedlungskerne in dieser Variante besonders behutsam eingebettet werden. Die räumlichen Schwerpunkte für Arbeitsplätze liegen im Bereich der neuen U-Bahn-Haltestellen. Ähnlich der Variante 2 eignen sich hier vor allem Flächen an der Südkante des Plangebiets und am südlichen Tunnelportal für klassisches Gewerbe. Zusätzlich stehen kleinere Flächen nördlich von Johanneskirchen zur Verfügung.

Checkliste

Siedlung & Versorgung

  • hohes Einwohnerpotenzial von ca. 33.000 und ca. 13.000 Arbeitsplätze
  • zwei große zusammenhängende Siedlungsfelder: Engelschalking und auf der Trainingsbahn
  • viele Wohnungen mit direktem Zugang zum Landschaftsraum
  • neue charakteristische Stadtkante

Bildung und Sport

  • sechs Grundschulen und zwei weiterführende Schulen
  • Bezirkssportanlage an Schnittstelle von Stadt und Park
  • Sportflächen nahe den Dorfkernen Daglfing und Johanneskirchen

Landschaft, Freizeit & Erholung

  • neue Erholungsangebote und Wohnen mit intensivem Landschaftserlebnis
  • Maximum an Kontaktflächen zwischen Siedlung und Landschaft
  • an den Ortsrändern Freizeit und Sport sowie Kleingärten
  • großer Badesee im Nordosten als überörtliches Freizeitangebot
  • Pferdesport auf Galopprennbahn konzentriert

Natur & Landwirtschaft

  • Ackerbau und Pferdehaltung beschränken sich auf den Nordrand
  • Gut Riem erhält östlich von Daglfing neue landwirtschaftliche Flächen
  • artenreiche Wiesen und renaturierte Gewässer prägen parkartige Landschaft
  • vorhandene Bäume und Biotope so weit wie möglich Teil der neuen Grünzüge

Verkehr

  • mögliche Verlängerung der U4 bis zum U-Bahnhof Messestadt West, zwei mögliche U-Bahnhöfe in den neuen Siedlungsgebieten
  • weitere ÖPNV-Achse (Tram bzw. Bus) parallel zur Riemer Straße
  • Erschließung für den Autoverkehr erfolgt über neue Nord-Süd-Achse
  • nördliche Anbindung an den Autobahnzubringer M3
  • Verlängerung der Humboldtstraße aus Dornach kommend

Gewerbe

  • klassisches Gewerbe an der Südkante des Plangebiets und am südlichen Tunnelportal und nördlich von Johanneskirchen
  • Büros im Umfeld der beiden Quartierszentren

Kultur & Sachgüter

  • Aufwertung der Dorfkerne von Daglfing und Johanneskirchen durch Ansiedlung kultureller Nutzung
  • Gut Riem wird als Bildungseinrichtung gestärkt

Regionale Einbindung

  • vielfältige neue Bezüge zu den Nachbarorten
  • Stadtstruktur dehnt sich Richtung Dornach und Aschheim aus
  • gute verkehrliche Vernetzung in die Nachbarkommunen
Die drei Varianten für den Münchner Nordosten Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Die drei Varianten

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Variante 3: Küstenlinie

Kartendarstellung der Variante 3 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Variante 3

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München