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Olympiapark


Blick auf den Olympiapark München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy, LHM

Gestaltungshandbuch

Der Olympiapark ist weltberühmt. Nicht nur die Münchnerinnen und Münchner lieben ihn, auch internationale Gäste planen einen Besuch fest ein. Durch seine vielfältige Nutzung ist der Park jedoch von Veränderungen gekennzeichnet. Um den Erhalt des Parks als Gesamtkunstwerk zu unterstützen, hat die Stadt ein Gestaltungshandbuch erarbeiten lassen.

Leitfaden und Orientierungshilfe für den weiteren Umgang

Dieses Gesamtkunstwerk sieht heute leicht und selbstverständlich aus. Tatsächlich aber ist der zu den Olympischen Spielen 1972 auf dem ehemaligen Oberwiesenfeld geschaffene Park hochkomplex und an vielen Stellen auch empfindlich. Durch ungeeignete Nutzungen, ungenügende Pflege oder unbedachte Veränderungen kann Originalbestand unwiederbringlich zerstört werden, wichtige Zusammenhänge können verloren gehen. Das Gestaltungshandbuch, erarbeitet von der Projektgemeinschaft stauss processform / Auer Weber Architekten, möchte dem entgegenwirken: In 21 Kapiteln werden teils fachliche Empfehlungen und Ratschläge gegeben, teils Intentionen mit ihren philosophischen, planerischen oder gesellschaftlichen Hintergründen erläutert. Angesprochen werden die unterschiedlichsten Fachdisziplinen - von Landschaftsarchitektur und Architektur bis hin zu Design und visueller Kommunikation.

Das Gestaltungshandbuch kann weder Wettbewerbe oder konkrete Planungen ersetzen noch den detaillierten Umgang mit den einzelnen Elementen des Olympiaparks beschreiben. Es soll jedoch als Teil der Vorbereitung solcher Maßnahmen dienen und als Leitfaden und Orientierungshilfe für den Umgang mit dem historischen Erbe denjenigen Unterstützung bieten, die mit einer gestalterischen Aufgabe im Olympiapark München betraut sind.

Rahmenplanung

Seit den Olympischen Spielen 1972 hat sich der Olympiapark zu einem populären Stadtpark entwickelt. Das Flair eines typischen Parks für die Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Stadtgebiete vermischt sich mit dem Flair eines überregionalen Veranstaltungsorts mit großen Menschenmassen und viel Verkehr.

Um den Park mit seiner besonderen Landschaft und Architektur auf der einen Seite zu schützen und auf der anderen Seite weiter zu entwickeln, wurde von mahl gebhard konzepte / sauerbruch hutton eine landschafts- und stadtplanerische Rahmenplanung erarbeitet. Sie ist künftig der Leitfaden für alle Planungen im und am Park.

Wesentliche Gesichtspunkte des Rahmenplans sind:

  • die Qualität der herausragenden Gestaltung von 1972 zu sichern,
  • Spielräume und Chancen aufzuzeigen, wo und wie der Olympiapark durch neue Grünflächen großzügig erweitert werden kann,
  • den Park durch Fuß- und Radwege besser mit den umliegenden Quartieren zu verknüpfen,
  • den Olympiapark als Sport- und Freizeitpark zu stärken und weitere nicht kommerzielle Angebote speziell für Kinder, Jugendliche und ältere Leute zu schaffen

Die Rahmenplanung stellt damit eine langfristige Vision für den Olympiapark und seine Umgebung dar. Sie wurde im Oktober 2010 vom Stadtrat beschlossen.

Grundlagenworkshop

Im Dezember 2005 wurden Rahmenbedingungen und Ziele für die langfristige und nachhaltige Entwicklung des Olympiaparks - unter Würdigung und Berücksichtigung seiner architektonischen und landschaftlichen Qualitäten - durch einen Stadtratsbeschluss festgehalten.

Durch die Bewerbung Münchens um die Austragung Olympischer und Paralympischer Winterspiele 2018, die auf Basis einer Machbarkeitsstudie im Dezember 2007 ebenfalls vom Stadtrat beschlossen wurde, ergaben sich neue Chancen für die nachhaltige Entwicklung des Olympiaparks als Sportstätte, Veranstaltungsort und (Nah-)Erholungspark. Daher sollten die Rahmenbedingungen laut einem weiteren Stadtratsbeschluss vom Mai 2008 aktualisiert werden und die formulierten Ziele schrittweise weiterentwickelt werden.

Als erster Schritt hierzu wurde von Keller & Damm Landschaftsarchitekten eine umfassende Materialsammlung erstellt. Im Juli 2008 wurde ein Grundlagenworkshop durchgeführt.

Der breit angelegte Teilnehmerkreis umfasste

  • Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrats und der Bezirksausschüsse
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der fachlich befassten Referate der Landeshauptstadt München
  • Expertinnen und Experten aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Architektur und Städtebau, Denkmalpflege, Veranstaltungsorganisation, Ökologie und Klimaschutz, Olympiabewerbung sowie
  • Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Eigentümer und Nutzer der Flächen und Anlagen im Olympiapark.

So waren ein umfassender Informationsaustausch, fachübergreifende Diskussionen und schließlich das Verfassen von Empfehlungen für das weitere Vorgehen möglich. Die Ergebnisse wurden in einer Dokumentation zusammengefasst und dem Stadtrat im Dezember 2008 bekannt gegeben.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26410