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Quartier an der Paul-Gerhardt-Allee


Freiflächen (Anger) zwischen den umbauten Höfen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Freiflächen zwischen den umbauten Höfen (Visualisierung: Palais Mai)

Das Projekt

Das 33 Hektar große Planungsgebiet zwischen Paul-Gerhardt-Allee, Bärmannstraße und den beiden Bahntrassen in Pasing-Obermenzing ist der letzte Abschnitt der Zentralen Bahnflächen, der noch nicht bebaut worden ist. Wo sich ein Gewerbegebiet befand, sollen einmal 5.500 Menschen wohnen und etwa 800 arbeiten.

Neben den zirka 2.400 Wohnungen sind eine fünfzügige Grundschule mit Sporthalle, Kindertageseinrichtungen, fast zehn Hektar große, öffentliche Grünflächen und Geschäfte geplant, die auch den angrenzenden Wohngebieten zugute kommen sollen. An der Paul-Gerhardt-Allee soll ein Quartierszentrum als Treff- und Orientierungspunkt geschaffen werden. Ein umlaufender Fuß- und Radweg im Landschaftspark soll das Quartier mit dem Pasinger Bahnhof und dem Nymphenburger Schlosspark verbinden, entlang der Bahnlinie sind Ausgleichsflächen vorgesehen. Die denkmalgeschützte Eggenfabrik soll erhalten und für Trendsport genutzt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Verfahrensstand

Am 17. Dezember 2014 hat der Stadtrat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Paul-Gerhardt-Allee gefasst und die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Im Jahr 2018 sollen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen können.

Wettbewerbe

Im Dezember 2011 haben die Eigentümer, die sich mit der aurelis Asset GmbH zusammengeschlossen haben, in Abstimmung mit der Stadt München einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb ausgelobt. Der erste Preis ging an das Münchner Büro Palais Mai Architekten mit Lohrer.Hochrein Landschaftsarchitekten. Der Entwurf sieht polygonale Wohnhöfe vor, die die Geometrie des Gleisdreiecks aufnehmen. Sie sind von den Bahngleisen abgerückt; landschaftlich gestaltete Wälle, kombiniert mit Lärmschutzwänden, schützen vor Lärm. Zwischen den unterschiedlich hohen Wohnhöfen liegen Anger, die vom Inneren der Siedlung zu den Landschaftsparks führen. An der Paul-Gerhardt-Allee ist ein Stadtplatz vorgesehen, ein zweiter Platz im Inneren des Areals bildet das Pendant dazu. Der Entwurf bildete die Grundlage für die Bauleitplanung.

Für die 13 Baugebiete ist zur Sicherung der architektonischen Qualität jeweils ein Realisierungswettbewerb vorgesehen. Bislang wurden neun ausgelobt: für die Gebiete WA1, WA 2(1), WA 2(2), WA 2(3), WA 2(4), WA3, WA5, WA6 und das Sondergebiet liegen die Ergebnisse bereits vor.

Verkehrliche Erschließung

Das neue Wohngebiet wird spürbare Veränderungen auf die unmittelbare Umgebung mit sich bringen. Da das ehemalige Gewerbegebiet wegfällt, rechnen Experten in Zukunft mit weit weniger Schwerlastverkehr. Insgesamt bleibt die Gesamtverkehrsbelastung in etwa gleich.

Verkehrliche Erschließungsmaßnahmen, die das Planungsgebiet direkt betreffen, werden im Zuge der Bauleitplanung geregelt. Für Schritte in der weiteren Umgebung, wie zum Beispiel neue Geh- und Radwege mit neuen Fußgänger- und Radfahrbrücken oder eine verbesserte Busanbindung, sind gesonderte Stadtratsbeschlüsse notwendig.

Motorisierter Verkehr

Das neue Quartier wird über die Peter-Anders-, die Berdux- und eine noch neu zu bauende Straße von Westen her erschlossen. Letztere mündet in einen dreiarmigen Kreisverkehr, der nördlich des Übergangs von der Nusselstraße in die Paul-Gerhardt-Allee ebenfalls neu gebaut wird. Innerhalb des Wohngebiets werden alle Erschließungsstraßen so ausgebaut, dass sie die verkehrlichen Funktionen erfüllen können und eine hohe Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bieten.

Fußgänger und Radfahrer

In dem Neubaugebiet soll ein weitläufiges Fuß- und Radwegenetz entstehen. Dazu wurden unter anderem drei neue Fuß- und Radwegebrücken im Herbst 2014 vom Stadtrat beschlossen, die dieses interne Wegenetz mit dem umliegenden sowie übergeordneten Wegenetz verbinden sollen. Mittelfristig realisiert werden sollen der Steg über die Offenbachstraße nördlich der Bahntrasse zur schnellen und attraktiven Anbindung an den S-Bahnhof Pasing sowie der bahnquerende Steg in Nord-Süd-Richtung zwischen der Baumbachstraße und der Straße "Am Knie" über die Fern- und S-Bahntrasse zur besseren Erreichbarkeit der Trambahnlinie 19 (optionaler U-Bahnhof Am Knie). Langfristig geplant ist ein Steg in West-Ost-Richtung über die S-Bahn- und Ferntrasse nach Ingolstadt / Landshut / Freising zur besseren Vernetzung mit dem Wegenetz im Umfeld des Nymphenburger Schlossparks und des S-Bahnhofs Laim.

Nach Rechtsverbindlichkeit des Bebauungsplans hat das Baureferat mit der Projektplanung beider Brücken - über die Offenbachstraße nördlich der Bahn sowie bahnquerend nach Süden zu  "Am Knie" - begonnen. Die Ergebnisse werden dem Stadtrat zu gegebener Zeit vorgelegt, der dann über die konkreten Maßnahmen entscheidet.

Öffentlicher Nahverkehr

Zusätzlich zu der vorhandenen Buserschließung wird ein Bus-Shuttle zwischen dem Neubaugebiet und dem Nordausgang des Bahnhofs über die Nussel- und Gottfried-Keller-Straße eingerichtet. Im neuen Wohngebiet soll es für diese Linie voraussichtlich zwei Haltestellen geben.

Chronologie

07/2011: Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 2058
05/2012: Preisgericht im städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb
06/2014: Billigungsbeschluss
11/2014: Beschluss zu Planung und Priorisierung der Fuß- und Radwegebrücken
12/2014: Satzungsbeschluss
06/2015: Preisgericht Wettbewerb WA 6
09/2015: Preisgericht Wettbewerb WA 2(1)
10/2015: Preisgericht Wettbewerb WA 2(3)
03/2016: Preisgericht Wettbewerb WA 5
04/2016: Preisgericht Wettbewerb WA 2(2)
06/2016: 2. Preisgericht Wettbewerb Sondergebiet
08/2016: Preisgericht Wettbewerb WA 3
09/2016: Preisgericht Wettbewerb WA 1
10/2017: Preisgericht Wettbewerb WA 2(4)

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München