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Paulaner-Areal am Nockherberg


Luftbild Paulaner  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Das Planungsgebiet von oben

Das Projekt

Die Paulaner-Brauerei hat ihre Produktion und Logistik von der Innenstadt an den Stadtrand nach Langwied verlagert. Damit eröffnete sich für die Stadt München die Chance, die industriell-gewerblich geprägten Gebiete in der Au in neue, nachhaltige Wohnquartiere umzuwandeln.

Zirka 1.500 neue Wohnungen für etwa 3.500 Menschen, mehrere Kindertagesstätten und ein 16.000 Quadratmeter großer Park – das und mehr ist auf dem Gelände geplant. Eine neue Grundschule wird außerhalb des Planungsgebiets an der Hochstraße 31 entstehen und voraussichtlich 2019 in Betrieb gehen.

Um eine ansprechende Gestaltung zu gewährleisten, hat die Investorin, die Bayerische Hausbau, 2012 in Abstimmung mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung für die drei Teilbereiche Regerstraße (5,1 Hektar), Welfenstraße (2,3 Hektar) und Ohlmüllerstraße (1,7 Hektar) einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb ausgelobt. Neben den Wohnungen (30 Prozent im geförderten Wohnungsbau) sollen Nachbarschaftstreffs, eine Tiefgarage, Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsflächen entstehen, die auch für die direkte Umgebung einen Mehrwert bieten. Der 16.000 Quadratmeter große Quartierspark im Teilgebiet Regerstraße soll attraktive Spiel- und Freizeitaktivitäten möglich machen, ein Fuß- und Radwegenetz erschließt das gesamte Gebiet. In der Regerstraße wird eine Tramhaltestelle geplant.

An der Ohlmüllerstraße befindet sich die neue zentrale Verwaltung der Brauerei, die mit 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am innerstädtischen Traditionsstandort bestehen bleibt. Insgesamt sollen etwa 150.000 Quadratmeter Geschossfläche ermöglicht werden.
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Infoveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger am 20. November 2017 um 19 Uhr

Veranstaltungsort: Pfarrsaal Mariahilfplatz 5 (Eingang neben dem Hotel Altmünchen)

Im Rahmen der öffentlichen Informationsveranstaltung werden Andreas Uhmann, Leitender Baudirektor, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, und Dr. Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Hausbau den aktuellen Planungs- und Projektstand für die drei Teilareale an der Welfen-, der Reger- und der Falkenstraße erläutern. Darüber hinaus werden sie vorstellen, wie die Gebäude auf allen drei Teilarealen anmuten werden und wie der weitere Zeitplan aussieht.
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Wettbewerbe, Öffentlichkeitsbeteiligung und weiteres Verfahren

Beim Planungsprozess hat die Stadt zusammen mit der Vorhabenträgerin neue Wege der Bürgerbeteiligung beschritten. Im Juni 2013 ist der städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerb entschieden worden. Das Preisgericht wählte drei Siegerentwürfe aus:

  • Für das Teilgebiet an der Regerstraße bildete der überarbeitete Entwurf des Büros Rapp+Rapp aus Amsterdam mit Atelier Quadrat Rotterdam die Grundlage für die weiteren Planungen.
  • Im Teilgebiet Ohlmüllerstraße setzte sich das Münchner Büro Steidle Architekten mit Atelier Auböck+Kárász (Wien) durch.
  • Im Bereich Welfenstraße wurde das Londoner Büro Caruso St John Architects mit Vogt Landschaftsarchitekten (Zürich) mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Bereits vor Wettbewerbsbeginn fand eine Podiumsdiskussion statt, bei der sich die Öffentlichkeit über die Grundlagen und Ziele der Planung informieren und Anliegen in die Auslobung einbringen konnte. Nach der ersten Phase wählte das Preisgericht Preisgruppen aus, die pro Teilgebiet aus vier bis fünf Arbeiten bestanden. Die 14 Entwürfe wurden öffentlich vorgestellt, diskutiert und der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zugrunde gelegt. Hinzu kam eine Reihe von weiteren Veranstaltungen, die rege genutzt wurden, unter anderem eine ganztägige Bürgerwerkstatt. Alle Erkenntnisse aus der Bürgerwerkstatt und der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung flossen gesammelt in die zweite Bearbeitungsphase des Wettbewerbs ein, in der die acht Planungsbüros aus München, Zürich, Wien, Amsterdam und London ihre Entwürfe überarbeiteten. Die endgültige Entscheidung traf die Jury im Juni 2013 - sie wurde der Öffentlichkeit bei einer weiteren Podiumsdiskussion vorgestellt.

Weiteres Verfahren

Die prämierten Entwürfe wurden konkretisiert, während der Bauleitplanung fanden mehrere Informationsveranstaltungen statt. Seit dem 29. Februar 2016 ist der Bebauungsplan rechtskräftig und das förmliche Beteiligungsverfahren abgeschlossen.

Der Gestaltungsbeirat

Die Partizipation wird nun weitergeführt. Ein Gestaltungsbeirat mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Vorhabenträgerin, von Architekten und Landschaftsplanern sowie der Öffentlichkeit (Bezirksausschuss) wurde einberufen. Die im Wettbewerb prämierten Planungsteams entwickelten Qualitätsbausteine zur Gestaltung und fassten diese als Leitfäden zusammen. Anhand dieser und der Vorgaben des Bebauungsplans wird der Gestaltungsbeirat die künftigen Bauvorhaben bis zur Baugenehmigungsreife qualitativ bewerten.

Das Verwaltungsgebäude

Für das Paulaner-Verwaltungsgebäude an der Ohlmüllerstraße, das nicht Bestandteil des Bebauungsplanverfahrens war, gab es einen gesonderten Realisierungswettbewerb. Unter Einbeziehung des denkmalgeschützten Zacherlbaus und der Linde-Eismaschine am Auer Mühlbach entsteht ein neues Gebäude - nach dem Preisträgerentwurf des Büros Hierl Architekten BDA DWB aus München mit Koeber Landschaftsarchitekten. Der Zacherlbau, der im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört wurde, wurde in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege saniert und durch das Verwaltungsgebäude erweitert. Die Eismaschine von Carl von Linde ist weltweit die älteste, die noch an ihrem  ursprünglichen Ort steht. Auch sie steht unter Denkmalschutz. Sie bleibt erhalten und wird in eine künftige Nutzung integriert werden.

Realisierung

Das Gebiet wird in unterschiedlichen Zeitabschnitten stufenweise entwickelt. So soll auf dem Areal an der Welfenstraße im Frühjahr 2017 mit dem Bau der ersten Wohnungen begonnen werden. Im Bereich zwischen Falkenstraße und Ohlmüllerstraße soll ebenfalls 2017 Baubeginn sein. Im größten Bauabschnitt zwischen Regerstraße und Hochstraße sollen 2018 die Bautätigkeiten beginnen. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme wird etwa 2023 erwartet.

Für weitere Fragen zur Umsetzung des Vorhabens, des Erwerbs oder der Anmietung von Wohnungen wenden Sie sich bitte direkt an die Bayerische Hausbau.

Chronologie

12/2015: Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 2076
07/2015: Billigungsbeschluss
04/2014: Informationsveranstaltung der Bayerischen Hausbau
04/2014: Stadtratsbeschluss zur Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens
06/2013: Jurysitzung im städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb; 3. außerordentliche Bürgerversammlung; Informationsveranstaltung; Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse
04/2013: Workshop für die Öffentlichkeit; Erörterungsveranstaltung
03/2013: Jurysitzung im Wettbewerb für das Verwaltungsgebäude
03/2013: Preisgericht mit Preisgruppe; Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge
10/2012: Auslobung des Wettbewerbs; Preisrichtervorbesprechung; Podiumsdiskussion
10/2012: Aufstellungsbeschluss
09/2012: 2. außerordentliche Bürgerversammlung
05/2012: 1. außerordentliche Bürgerversammlung

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München

Fax:
089 233-24213