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Schulplanung im Münchner Nordwesten


    Auf einem Stadtplan sind die Schulstandorte Pfarrer-Grimm-Straße und Dreiluingsweg sowie der Feuerwehrstandort Von-Kahr-Straße eingezeichnet.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Digitaler Infoabend zur Schulplanung im Münchner Nordwesten am 27. Juli

    Mehr Klassen für Schüler*innen, Flächen für den Vereinssport, eine neue Feuerwache: Um eine bessere Versorgung mit Schulen sowie einen schnellen Einsatz der Feuerwehr im Münchner Nordwesten gewährleisten zu können, hat die Stadt ein aktuelles Konzept erarbeitet, das sie am 27. Juli bei einem digitalen Informationsabend vorgestellt hat. Bei der Veranstaltung waren Frau Bürgermeisterin Verena Dietl sowie Vertreter*innen des Referats für Stadtplanung und Bauordnung, des Referats für Bildung und Sport, der Branddirektion sowie des Baureferats anwesend.

    Hier geht es zur Aufzeichnung der Veranstaltung.

    Die Präsentation der Planung finden Sie hier. (PDF, 10103 KB)

     

    Häufige Fragen und Antworten

    Schulentwicklung im Münchner Nordwesten

    Welche Maßnahmen für weiterführende Schulen sind in den Stadtbezirken 21, 22 und 23 geplant, um für alle Schüler*Innen ausreichend Schulplätze zu schaffen?
    In den kommenden rund 15 Jahren ergibt sich folgender Bedarf für weiterführende Schulen:

    • Gymnasien: 2 Züge im neuen Gymnasium Karlsfeld, 6 Züge im neuen Gymnasium am Dreilingsweg, 4-5 Züge im Städt. Louise-Schroeder-Gymnasium, 5 Züge im Karlsgymnasium, 6 Züge am Max-Planck-Gymnasium und weitere 4 Züge (nur G9) im Städt. Elsa-Brändström-Gymnasium.
    • Realschulen: 4-5 Züge für die bestehende Städt. Carl-Spitzweg-Realschule, 5 Züge für die Städt. Anne-Frank-Realschule.

    In dieser Bedarfsplanung sind die beiden Neubaugebiete am Kirsch- und Diamaltgelände bereits berücksichtigt.

    Welche Standorte wurden überprüft, wie lautet das Ergebnis?
    Folgende Standorte für eine Realschule mit 5 Zügen und eine Feuerwehr wurden untersucht:

    • südl. Paulaner Brauerei
    • westl. Friedhof Pasinger Heuweg
    • Beer-Gelände
    • Theodor-Kitt-Str. / Pflüglstr.
    • Franz-Nißl-Straße
    • Franz-Nißl-Str. / Hintermeierstr.
    • Kirschgelände
    • Krauss-Maffei-Gelände Süd
    • Standort westl. A8 / nördl. Friedhof
    • Schulcampus Grandlstr / Bezirkssportgelände westl. Offenbachstr.
    • Schulcampus Pfarrer-Grimm-Str.
    • Bauseweinallee („Erdbeerwiese“)

    Ergebnis ist, dass das umfangreiche Raumprogramm insbesondere wegen zu geringer Flächengröße, fehlender Grundstücksverfügbarkeit, Nutzungskonflikten mit der Nachbarschaft und schwierigen planungsrechtlichen Ausgangsbedingungen nicht umsetzbar war. Letztlich wurde der Standort an der sogenannten „Erdbeerwiese“ als geeigneter Standort ermittelt. Diese Überlegungen sind jedoch bei der
    Bevölkerung und in der örtlichen Politik auf Widerstand gestoßen.

    Wie sieht der aktuelle Lösungsvorschlag für weiterführende Schulen aus?
    Der referatsübergreifend entwickelte Alternativvorschlag sieht vor, die sogenannte „Erdbeerwiese“ im Wesentlichen von einer Bebauung freizuhalten. Dieses wird erreicht durch die Nachverdichtung des Schulcampus Pfarrer-Grimm-Straße (GYM/RS/GS) und den Neubau eines Gymnasiums am Dreilingsweg.

    Welche Einzugsgebiete hätten die neuen Schulen?
    Grundsätzlich sind Realschulen und Gymnasien nicht sprengelgebunden und stehen den Schüler*innen des gesamten Stadtgebiets zur Verfügung. Für die Bedarfsermittlung und um möglichst kurze Schulwege zu ermöglichen, wird das Stadtgebiet in fünf Bereiche gegliedert. Der Schulstandort an der Pfarrer-Grimm-Straße wird auch langfristig weiterhin zur Versorgung des Münchner Westens herangezogen und langfristig um den Standort am Dreilingsweg ergänzt. Eine Erhebung der Schülerströme für die Städt. Carl-Spitzweg-Realschule ergab, dass rund 42 Prozent der Schüler*innen aus dem Stadtbezirk 23 (Allach-Untermenzing), 19 Prozent aus dem Stadtbezirk 21 (Pasing-Obermenzing), 16 Prozent aus dem Stadtbezirk 22 (Aubing-Lochhausen-Langwied), 15 Prozent aus dem Stadtbezirk 10 (Moosach) und weitere rund 3 Prozent aus dem Landkreis Dachau kommen.

    Die Erhebung für das Städt. Louise-Schroeder-Gymnasium ergab, dass rund 64 Prozent der Schüler*innen aus dem Stadtbezirk 23, 29 Prozent aus dem Stadtbezirk 21, 4 Prozent aus dem Stadtbezirk 10 und weiteren Stadtbezirken sowie rund 2 Prozent von außerhalb kommen. Künftig können die Schüler*innen aus diesen Bereichen auch beispielsweise die Schulen in Freiham oder nach dessen Fertigstellung das Gymnasium in Karlsfeld beziehungsweise langfristig das am Dreilingsweg besuchen.

    Schulzentrum Pfarrer-Grimm-Straße

    Wieso ist jetzt die Erweiterung/der Neubau beider weiterführenden Schulen am heutigen Standort möglich, wo doch konkrete Planungen für das Erdbeerfeld vorliegen?
    Das Schulzentrum an der Pfarrer-Grimm-Straße benötigt dringend eine Entlastung, um die künftigen Bedarfe und insbesondere die steigenden Realschul- und Gymnasialbedarfe nach G9 decken zu können. Zunächst war vorgesehen, für die Verlegung und Erweiterung der Realschule einen neuen Standort zu finden, um die steigenden Bedarfe für die Schulen am Standort Pfarrer-Grimm-Straße auch langfristig decken zu können. Hierfür wurden diverse Standorte untersucht, letztlich wurde der Standort an der sogenannten „Erdbeerwiese“ als geeigneter Standort ermittelt. Diese Überlegungen sind jedoch bei der Bevölkerung und in der örtlichen Politik auf Widerstand gestoßen. Die Möglichkeit, im Gebiet Dreilingsweg einen neuen Gymnasialstandort zu erhalten, hat daher zu einem Strategiewechsel geführt.
    Mit Errichtung dieses 6-zügigen Gymnasiums kann zum einen der Bedarfsdruck auf das bestehende Gymnasium an der Pfarrer-Grimm-Straße gemindert werden, dadurch auch Platz für eine Erweiterung der Realschule geschaffen werden und insgesamt eine Neuordnung des Schulstandorts unter Berücksichtigung aller Belange erfolgen. Für die Bauzeit kann nach Fertigstellung des Gymnasiums am Dreilingsweg dieses gleich für das notwendige Ausweichquartier genutzt werden, um
    unwirtschaftliche anderweitige Auslagerungs-Szenarien zu vermeiden.

    Warum wird die Vorzugsvariante light nach der Machbarkeitsstudie – mit dem Neubau der Realschule an der Prof.-Eichmann-Straße und Sportflächen mit Grünzug M als Frischluftschneise südlich der Weinschenkstraße - nicht weiterverfolgt?
    Die Vorzugsvariante light der Machbarkeitsstudie hat den entscheidenden Nachteil, dass die Flächen des SV Untermenzing komplett neu auf dem Erdbeerfeld errichtet hätten werden müssen und damit eine sehr flächenintensive Variante zur Umsetzung gekommen wäre. Die Ergebnisse der Klimastudie waren ausdrücklich nicht ausschlaggebend. Bis auf einen kleinen Teilbereich nördlich der Von-Kahr-Straße
    konnten die gesetzlichen Richtwerte eingehalten werden.

    Wie sehen die Erweiterungspläne am jetzigen Standort Pfarrer-Grimm-Straße im Detail aus? Passen die geplanten erweiterten Schulen tatsächlich auf das vorhandene Gelände? Kommt es zu einem kompletten Abbruch und Neubau der bestehenden Schulgebäude? Oder sind im Bestand Aufstockungen möglich?
    Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie des Baureferats werden derzeit verschiedene Erweiterungsoptionen der unterschiedlichen Schulen am Standort erarbeitet und geprüft. Diese Prüfung beinhaltet neben den bestehenden drei Schularten Grundschule, Realschule und Gymnasium auch einen Kindergarten mit Hort, ein Schulschwimmbad oder die Allacher Stadtteilbibliothek. Als Ersteinschätzung kann davon ausgegangen werden, dass das Raumprogramm am Standort mit dem bestehenden Baurecht umgesetzt werden kann. Im Zuge der Bearbeitung des Untersuchungsauftrages wird der Gebäudebestand untersucht und geprüft, ob und wenn ja, wie viel des Gebäudebestands erhalten werden kann bzw. was neu gebaut werden muss. In diesem Zusammenhang wird auch die Möglichkeit einer Aufstockung überprüft.

    Wo kommen die Sportflächen hin?
    Da ein Erwerb des so genannten „Sperrgrundstücks“ mit der Flurnummer 279 an der Zwiedeneckstraße, unmittelbar nördlich des Schulzentrums, bislang nicht möglich war, werden die Schulsportflächen auch künftig, wie gewohnt, fußläufig erreichbar an der Prof.-Eichmann-Str. und untergeordnet an der Weinschenkstraße zu liegen kommen.

    Wurde ein Klimagutachten für den Neubau der Realschule mit Sportflächen und Feuerwehr am Standort Bauseweinallee durchgeführt?
    Ja, sämtliche Varianten und Planungsüberlegungen wurden auf ihre klimatischen Auswirkungen hin überprüft. Nach einer umfänglichen Überarbeitung konnten auch für die sogenannte Vorzugsvariante light, bis auf einen kleinen Teilbereich nördlich der Von-Kahr-Str., die gesetzlichen Richtwerte eingehalten werden.

    Unter welchen Nachhaltigkeitskriterien erfolgt der Neubau?
    Sämtliche öffentliche Neubauten der LHM unterliegen dem Beschluss zur
    Klimaneutralität.

    Welche Planungen bestehen für Grundschule, Kindergarten und Hort am
    Schulstandort Pfarrer-Grimm-Straße?

    Sämtliche am Standort Pfarrer-Grimm-Straße bestehenden Gemeinbedarfsnutzungen sollen dort oder mindestens im Nahbereich auch künftig verfügbar sein. Durch den Neubau der Grundschule an der Theodor-Fischer-Straße soll künftig unter anderem die Grundschule an der Pfarrer-Grimm-Straße entlastet werden. Darüber hinaus sind eine neue Grundschule am Kirschgelände sowie die Erweiterung
    der Grundschule an Manzostraße geplant.

    Wie viele Jahre dauert der Umbau/Neubau?
    Ein erster groben Fahrplan zur Umsetzung der Schulbauplanungen für den Münchner Nordwesten sieht vor, dass mit einem Umzug des Städt. Louise-Schroeder-Gymnasiums voraussichtlich ab dem Jahr 2028/29 gerechnet werden kann. Das bedeutet, dass mit der baulichen Umstrukturierung des Schulzentrums Pfarrer-Grimm-Straße ab 2029 begonnen wird. Die Bauzeit ist abhängig vom Umfang der
    Erweiterung und möglichen Bauabschnitten und kann daher noch nicht abschließend benannt werden.

    Wo findet der Unterricht für die Schüler*innen vom Schulzentrum Pfarrer-Grimm-Straße während der Umbauzeit statt?
    Für Schüler*innen der verbleibenden Grund- und Realschule ist kein Umzug erforderlich. Durch die temporäre Auslagerung des Gymnasiums an den Dreilingsweg können erst der Bauvollzug am Standort Pfarrer-Grimm-Straße deutlich erleichtert und Nutzungskonflikte mit dem verbleibenden Schulbetrieb reduziert werden.

    Auf welche Gymnasien und wie lange müssen die Schüler*innen ausweichen?
    Grundsätzlich müssen die Schüler*innen nicht „ausweichen“. Der Schulbetrieb des Städt. Louise-Schroeder-Gymnasiums wird lediglich an einem anderen Ort, in der neuen Lernhausschule am Dreilingsweg, weitergeführt. Nachdem die weiterführenden Schulen nicht sprengelgebunden sind, können die Schüler*innen zu gegebener Zeit bspw. z.T. bereits das Gymnasium in Karlsfeld besuchen oder andere Schulen vermutlich vorwiegend im Münchner Westen wählen. Aktuell können keine Aussagen getroffen werden, wie viele Schüler*innen tatsächlich deutlich längere Fahrzeiten bewältigen müssen. Dies wird zu gegebener Zeit mit der Schulfamilie und den Ministerialbeauftragten zu klären sein.

    Wie kommen die Schüler*Innen z.B. zum Dreilingsweg während der Bauzeit am Standort Pfarrer-Grimm-Straße?
    Die Erreichbarkeit eines Schulstandorts im Bereich des Siedlungsvorhabens Dreilingsweg ist insbesondere durch den S-Bahnhof Langwied sowie durch das bestehende Busliniennetz sichergestellt. Im Weiteren erfolgt wie üblich bei der Planung von neuen Siedlungsgebieten eine enge Abstimmung mit den Münchner Verkehrsbetrieben, um eine Erschließung mit dem Umweltverbund sicherzustellen.

    Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Neubau eines Gymnasiums am Dreilingsweg?
    Durch den Neubau des 6-zügigen Gymnasiums am Dreilingsweg kann den Schüler*innen des Städt. Louise-Schroeder-Gymnasiums während der Auslagerung eine moderne, pädagogisch komfortable, größere und neue Lernhausschule mit Mensa als temporärer Ersatz angeboten werden. Der Unterrichtsbetrieb kann nahtlos ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Gleichzeitig wird damit eine baulich meist beengte Pavillonlösung vermieden. Damit werden aufwändige, teure Interimslösungen vermieden und eine wirtschaftliche Lösung ermöglicht.

    Wird das Gymnasium dauerhaft an den Dreilingsweg verlagert?
    Nein, das Louise-Schroeder Gymnasium wird nach Umsetzung der Baumaßnahmen an die Pfarrer-Grimm-Straße und in den Stadtbezirk 23 zurückkehren. Das neue Gymnasium am Dreilingsweg bleibt bestehen und wird durch den zusätzlichen Bedarf im München Nordwesten genutzt.

    Stadtteilbibliothek und Schwimmbad

    Was passiert mit der Stadtteilbibliothek?
    Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie des Baureferats werden derzeit verschiedene Erweiterungsoptionen der unterschiedlichen Schulen am Standort erarbeitet und geprüft. Ziel ist es, dass sämtliche am Standort Pfarrer-Grimm-Straße bestehenden Gemeinbedarfsnutzungen auch künftig dort oder mindestens im Nahbereich verfügbar sein werden.

    Bleibt sie am jetzigen Standort oder gibt es andere Standortvorschläge?
    Über die geprüften Standorte (siehe oben) hinaus gibt es keine weiteren Standortvorschläge.

    Bleibt das Schulschwimmbad bestehen und in welcher Form?
    Auch ein Schulschwimmbad ist Teil des Raumprogramms für das Schulzentrum Pfarrer-Grimm-Straße und ist dort berücksichtigt.

    Grünzug M

    Bleibt das Erdbeerfeld von jeder Bebauung frei und wird die Frischluftschneise gesichert?
    Die Frischluftschneise wird in jedem Fall sichergestellt. Dies ist das zentrale Ergebnis des Klimagutachtens. Bei Umsetzung der Alternativlösung mit dem Standort der Feuerwehr an der Von-Kahr-Straße muss ein Rasenspielfeld neu an der Weinschenkstraße nachgewiesen werden. Dieses soll wie bisher sowohl dem Schul- als auch dem Breitensport zur Verfügung stehen. Die Planungen hierfür können Ausgangspunkt zur Umgestaltung der Freiflächen an der Weinschenkstraße sein.

    Werden für den Neubau Gymnasium und Realschule zusätzliche Sportflächen benötigt? Auf welchen Flächen sind diese geplant?
    Nein, die Schulsportflächen werden weiterhin flächengleich im Bereich der Prof.-Eichmann- / Weinschenkstraße nachgewiesen.

    Gibt es eine Klimaüberprüfung und wenn ja, mit welchen Ergebnissen?
    Auch für die Feuerwehr an der Von-Kahr-Straße und den Neubau eines
    Rasenspielfelds an der Weinschenkstraße wurde ein Klimagutachten erstellt. Mit dem Ergebnis, dass keine relevanten negativen klimatischen Wirkungen mit den Vorhaben verbunden sind.

    Wie geht es mit der Umsetzung des Grünzugs M weiter?
    Das Vorhaben Grünzug M ist eine Planung aus dem Jahr 1989, mit dem Ziel einer umfassenden Grünraumvernetzung entlang der Würm. Im Bereich der Erdbeerwiese war es das Ziel, den Landschaftsraum der Würmaue über weitere Grünzüge bis zur Angerlohe im Nordwesten von Allach zu verbinden. Die Planungen für den Grünzug M sahen im Weiteren die Integration der Sportanlagen oder Friedhöfe als Bestandteil des übergeordneten Landschaftsraums vor. Ebenfalls mit dem Ziel, die an die Würm angrenzenden Grünräume zu vernetzen, wurden die Planungsüberlegungen im Jahr 2006 durch die sogenannte Würmstudie ergänzt. Das Baureferat Gartenbau sieht weiterhin im Zusammenhang mit städtebaulichen Vorhaben eine sukzessive Umsetzung der Planungen vor. Die aktuelle Alternativlösung für den Umgang mit dem Schulbedarf im Münchner Nordwesten könnte hierfür ein willkommener
    Katalysator sein.

    Feuerwache und SV Untermenzing

    Welcher Standort ist jetzt für die neue Feuerwache geplant?
    Der geplante Neubau der Feuerwache für die Stadtteile Allach-Untermenzing und angrenzende Siedlungsgebiete in Pasing und Moosach soll an der Von-Kahr-Straße umgesetzt werden. Damit wird ein bereits seit vielen Jahren diskutierter Standort realisiert. Mit dem Standort an der Von-Kahr-Straße erfolgt aus feuerwehrtaktischer Sicht die beste Abdeckung der gesetzlich verankerten 10-Minuten-Hilfsfrist.

    Fand eine Klimaüberprüfung statt?
    Ja, auch für die Planungen für die Feuerwehr fand eine Überprüfung der klimatischen Auswirkungen statt. Mit dem Ergebnis, dass mit dem Vorhaben keine relevanten negativen Auswirkungen verbunden sind.

    Was bedeutet der Bau der Feuerwache an der Von-Kahr-Straße für den Sportverein SV Untermenzing?
    Mit der Alternativlösung besteht insbesondere für den Sportverein SV Untermenzing der Vorteil, dass dieser weiterhin an Ort und Stelle und in gleicher Größe verbleiben kann. Die Planungen der Feuerwache sehen einen flächenoptimierten Neubau in der Größe eines Rasenspielfeldes vor. Damit muss dieses auf den im Flächennutzungsplan bereits dargestellten Sportflächen südlich der Weinschenkstraße neu nachgewiesen werden.

    Warum wird die Feuerwache nicht am Pasinger Heuweg beziehungsweise an der Mühlangerstraße errichtet?
    Die Flächen östlich des Pasinger Heuwegs und westlich des Friedhofs Allach befinden sich nicht im Eigentum der Landeshauptstadt München. Die Grundstücksverhandlungen werden als aufwändig und langwierig beschrieben, insbesondere wenn ausreichende Flächen, bspw. im Bereich der Prof.-Eichmann-Str. hierfür zur Verfügung stehen. Neben der fehlenden Flächenverfügbarkeit ist die Abdeckung der Bevölkerung innerhalb der 10-Minuten-Hilfsfrist am Standort Pasinger Heuweg / Friedhof geringer. Auch werden die Flächen am Pasinger Heuweg weiterhin für eine Friedhofserweiterung benötigt. Eine entsprechende Beschlussfassung der Friedhofsverwaltung ist noch für dieses Jahr geplant. Schließlich gab es für diese Standorte eine erste Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern, die den Standort auf Grund der fehlenden Anbindung an bestehende Siedlungsbereiche äußerst kritisch sieht und damit die planungsrechtlichen Hürden hoch sind. Aus feuerwehrtaktischer Sicht ergibt sich an den Standorten im Weiteren eine schlechtere Einhaltung der Hilfsfrist. Im Überschneidungsbereich mit der nordöstlich geplanten Feuerwache in Feldmoching ergeben sich Lücken, die nicht innerhalb der Hilfsfrist erreicht werden können. Die Überschneidung mit der geplanten südwestlich anschließenden Feuerwache in Aubing wäre dagegen an diesem Standort größer, was einen unnötigen Ressourcenverbrauch bedeuten würde.

    Weiteres Vorgehen

    Was sind die nächsten Schritte?
    Die Rückfragen und Rückmeldungen aus der Bürger-Informationsveranstaltung sollen dokumentiert und dem Stadtrat vorgelegt werden. Noch in diesem Jahr ist ein entsprechender Grundsatz- und Aufstellungsbeschluss für die Schulentwicklungsplanungen im Münchner Nordwesten geplant. In dem soll die aktuelle Planung mit den Standorten Pfarrer-Grimm-Straße, Von-Kahr-Straße und Dreilingsweg festgelegt, Arbeitsaufträge an die beteiligten Referate formuliert und
    ein Aufstellungsbeschluss für den Neubau der Feuerwehr gefasst werden.

    Wie werden die Bürger*innen beteiligt?
    Neben der Bürgerinformationsveranstaltung wird es zur genannten
    Beschlussfassung eine erneute Beteiligung der Bezirksausschüsse geben. Im Weiteren werden im Rahmen der Entwicklung der genannten Einzelstandorte jeweils formelle und informelle Beteiligungsformate durchgeführt werden.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Referat für Stadtplanung und Bauordnung
    Stadtplanung

    Blumenstraße 28b
    80331 München