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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Rahmenplanung Wasserburger Landstraße


    Das Projekt

    Für Teile der Wasserburger Landstraße ist mit der Rahmenplanung ein stadt- und freiräumliches Zielbild erarbeitet worden. Konkret geht es um den rund vier Kilometer langen Abschnitt von der Bajuwarenstraße in Trudering bis zur Stadtgrenze nach Haar. Die Wasserburger Landstraße ist eine Hauptverkehrsachse im Münchner Osten.

    Nicht mehr zeitgemäße Bebauungspläne aus den 1970er Jahren prägen auf dem oben genannten Abschnitt den Städtebau und haben erste Gebäudeleerstände zur Folge. Ziel der Rahmenplanung ist es, einen Anstoß für eine Weiterentwicklung der Randbebauung zu geben und bestehende Grünräume zu vernetzen. Mit der Aufwertung des Straßen- und des öffentlichen Raums sollen wiedererkennbare Orte entstehen, mit denen sich die Menschen identifizieren können.

    Das Untersuchungsgebiet

    Das Untersuchungsgebiet ist 26 Hektar groß und besteht aus fünf Teilgebieten:

    • Truderinger Park
    • Truderinger Linse
    • Friedenspromenade/ Riemer Park
    • Gartenstadt Waldtrudering
    • Quartierszentrum Trudering

    Die Rahmenplanung ist eine informelle Planung. Das heißt, sie zeigt Spielräume und Leitlinien auf und nimmt gleichzeitig Einzelprojekte in den Blick. Sie dient als Grundlage für die weitere Entwicklung.

    Hintergrund

    Angestoßen wurde der Prozess durch den Bezirksausschuss Trudering-Riem. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat daraufhin die Büros Nuyken von Oefele Architekten und Hinnenthalschaar Landschaftsarchitekten mit der Rahmenplanung beauftragt, die der Stadtrat nach der Beteiligung der örtlichen Politik am 5. Februar 2020 beschloss.

    Chronologie

    01/2021 Abschlussausstellung und Online-Veranstaltung
    12/2020 bis 01/2021 Online-Umfrage
    02/2020 Beschluss der Rahmenplanung durch den Stadtrat
    07/2018 bis 06/2019 Workshops mit örtlicher Politik und lokalen Initiativen
    09/2017 Stadtteilspaziergänge mit lokaler Politik und Initiativen
    04/2017 Antrag des Bezirksausschusses Trudering-Riem

    Dialog zur Wasserburger Landstraße  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © LHM

    Öffentlichkeitsbeteiligung

    Alle Eigentümer*innen, Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Interessierten waren im Winter 2020/21 eingeladen, die Rahmenplanung mit der Stadtverwaltung zu diskutieren, Anregungen zu geben und Fragen zu stellen.

    Beteiligungsformate

    Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist abgeschlossen. Das waren sie Beteiligungsformate:

    • Online-Veranstaltung am 20. Januar 2021
    • Umfrage: bis einschließlich 24. Januar 2021 konnte im Rahmen einer Online-Befragung mitdiskutiert werden
    • Ausstellung: im Zeitraum vom 14. bis 24. Januar 2021 konnten auf der Südseite des Kulturzentrums Trudering die Ergebnisse der Rahmenplanung besichtigt werden

    Der Prozess der Öffentlichkeitsbeteiligung wurde durch "Studio Stadt Region" begleitet.

    Kontakt

    Rückfragen allgemeiner Art:
    Telefon: (089) 233-22854
    E-Mail: plan.ha2-63p@muenchen.de

    Rückfragen von Eigentümer*innen:
    Telefon: (089) 233-22851
    E-Mail: plan.ha2-6@muenchen.de

    FAQ - häufige Fragen und Antworten

    Hier finden Sie die im Rahmen der Beteiligung am häufigsten gestellten Fragen und Antworten zu den Themen Planungsrecht, Mobilität und Umsetzung der Planung.

    1. Planungsrecht und Eigentümer*innen

    Wird bei Entwicklung eines Bebauungsplans auf jedes einzelne Grundstück eingegangen?

    Ja. Selbstverständlich wird im Rahmen der anstehenden Bebauungsplanverfahren auf jedes einzelne Grundstück eingegangen. Das gilt sowohl für die Grundstücke, die innerhalb des Umgriffs eines Bebauungsplans liegen, als auch für Nachbar-Grundstücke, soweit und sofern sie von der Planung betroffen sind.


    Wie wirkt sich die Rahmenplanung auf bestehende Bebauungspläne aus?

    Zunächst gilt, dass rechtsverbindliche Bebauungspläne weiterhin Bestand haben. Die Rahmenplanung ist ein informelles Planungsinstrument, welches ein vom Stadtrat beschlossenes, mittel- bis langfristig angelegtes Leitbild für die bauliche Entwicklung formuliert. Die Rahmenplanung kann aber im Einzelfall unmittelbare Auswirkungen bei Entscheidungen über Bauanträge entfalten, da sie der Verwaltung als Richtschnur für beispielsweise Befreiungen dienen kann.
     

    Wann geht die Stadt auf die betroffenen Eigentümer*innen zu für eventuelle Kaufangebote oder Infos zu Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe?

    Es ist wichtig hervorzuheben, dass mit der laufenden Beteiligungsphase der Umsetzungsprozess erst angestoßen wurde und dieser künftig in den verschiedensten Planungsebenen fortgesetzt werden soll. Um die Eigentümer*innen bei der baulichen Umsetzung der Rahmenplanung unterstützen zu können, müssen diese gegenüber der Landeshauptstadt München ihr Entwicklungsinteresse artikulieren. Hierfür stehen wir unter den genannten Kontaktdaten jederzeit für Fragen und Hilfestellungen bereit. Falls kurzfristig Baumaßnahmen anstehen, erfahren Sie von diesen wie gewohnt im Rahmen der formellen Nachbarbeteiligung im Zuge von Baugenehmigungsverfahren.
     

    Wie soll die derzeitige Planung vor allem im Hinblick auf (jungen) Bestand umgesetzt werden?

    Wie bereits ausgeführt, ist die Rahmenplanung auf eine mittel- bis langfristige Umsetzung ausgelegt. Das bedeutet, dass es aufgrund der Bestandssituation ein Nebeneinander von unterschiedlichen Entwicklungsabsichten und baulichen Entwicklungsständen geben kann. Die Rahmenplanung macht bewusst auf diesen spannenden Prozess aufmerksam. Eine bauliche Entwicklung kann jedoch immer nur durch Ihre Mitwirkungsbereitschaft angestoßen werden. Eine Baurechtsschaffung, die zu einer Verdrängung der vorhandenen Wohnbevölkerung führt, wird von der Verwaltung nicht unterstützt.
     

    Würde der Straßenraum durch die Einrichtung von Arkaden im Quartierszentrum Waldtrudering nicht verkleinert werden?

    Nein, im Gegenteil. Die Arkaden befinden sich auf Privatgrund und sollen somit den öffentlichen Raum im Kernbereich des Quartierszentrums Waldtrudering sinnvoll ergänzen.
     

    Wie verträgt sich eine Höhe von 19 / 36 Metern mit dem Charakter des Gartenstadt-Quartiers dahinter?

    Die in der Rahmenplanung vom externen Gutachter vorgeschlagenen Höhenangaben sind in den nächsten Planungsebenen weiter abzustimmen. Die Rahmenplanung geht von einem durchschnittlichen Höhenniveau für die Randbebauung von rund vier bis fünf Vollgeschossen aus. Zum jeweils rückwärtigen Bestand werden Übergangshöhen zur Vermittlung vorgeschlagen. Die genannten Hochpunkte und baulichen Akzente sollen den Stadtraum gliedern. Auch diese sind in der Konkretisierung weiterzuentwickeln und auf ihre Verträglichkeit zu prüfen. Der Schutz der rückwärtigen Gartenstadt ist eines der wesentlichen Anliegen und Ausgangspunkt der Rahmenplanung Wasserburger Landstraße. Durch die Entwicklung der Randbebauung soll der Entwicklungsdruck an eine sinnvolle Stelle gelenkt werden. Die Randbebauung dient zusätzlich dem Lärmschutz, der Unterbringung der notwendigen sozialen Infrastruktur und Aufwertung des Stadtraums / des jeweiligen Wohnumfelds. Durch die bauliche Innenentwicklung wird zudem ein leistungsstarker öffentlicher Nahverkehr wirtschaftlich darstellbar.
     

    Müssen die angedachten "Merkzeichen" als Identitätsträger unbedingt eine hohe Bebauung sein oder sind andere Formen denkbar?

    Die "Merkzeichen" dienen der Rhythmisierung der Straße in Abschnitte und der Schaffung von wahrnehmbaren und damit identitätsstiftenden Orten. In der Rahmenplanung werden dazu Hochpunkte als bauliche Akzente vorgeschlagen. Ein Merkzeichen kann jedoch grundsätzlich auch durch andere Gestaltungsformen geschaffen werden.
     

    Können auf der Nordseite von Gebäuden mit 19 Meter Höhe Bäume wachsen, obwohl der Bereich fast ganztägig beschattet sein wird?

    Eine Bebauung von vier bis fünf Geschossen ist im gesamten Stadtgebiet durchaus üblich und selbstverständlich wachsen davor und dahinter auch Bäume. Wichtig ist, dass die Bäume einen ausreichenden Abstand zur Fassade haben, damit die Baumkrone sich gut ausbilden kann. Bei der Auswahl der Bäume kann außerdem auf die besonderen Standortbedingungen eingegangen werden. Es gibt auch schattenverträgliche Arten.
     

    Werden die Dächer der Gebäude begrünt für mehr Sauerstoffproduktion und Kühlung der Gegend?

    Ja. Die Gestaltungs- und Begrünungssatzung sieht bereits bei Flachdächern ab 100 Quadratmetern vor, dass diese flächig und dauerhaft begrünt werden. Und auch in Bebauungsplänen sichern Festsetzungen von Dachbegrünung mit höheren Vegetationsschichten Kühlung über Verdunstung, aber auch Lebensräume für Insekten. Darüber hinaus sieht die Rahmenplanung gemeinschaftlich nutzbare Dachgärten sowie die Schaffung von öffentlichen und halböffentlichen sowie privaten Grünräumen vor.

    2. Mobilität

    Zu welcher Zeit der Planung wird die Verkehrsplanung berücksichtigt?

    Verkehrsplanerische Fragestellungen wurden im Zuge der Rahmenplan-Erstellung laufend durch Kolleg*innen des Mobilitätsreferats begleitet und erste Ideen wie dargestellt entwickelt. Im Kern aber ist die Rahmenplanung ein städtebauliches und freiräumliches Entwicklungskonzept. Im Weiteren werden Ideen wie ein zusätzlicher S-Bahnhaltepunkt in Verlängerung der Friedenspromenade, der Radwegausbau und die Verlängerung der Tram 21 vom Mobilitätsreferat weiter konkretisiert und durch konkrete Verkehrsgutachten bewertet.
     

    Inwiefern ist die Einrichtung einer Tram mitgedacht und aktuell?

    Das Mobilitätsreferat wurde im Februar 2020, in Zusammenarbeit mit der MVG und dem Baureferat, vom Stadtrat beauftragt, den Infrastrukturteil des Nahverkehrsplans zu aktualisieren. Die Stadtwerke werden gebeten, die Planungen für die Tram Wasserburger Landstraße aufzunehmen. Insofern lag im Zuge der Erstellung der Rahmenplanung diese Entscheidung noch nicht vor, sodass die Tram 21 in den Straßenquerschnitten noch nicht berücksichtigt werden konnte.

    3. Umsetzung der Planung

    Welchen Zeithorizont hat die Weiterentwicklung und Umsetzung der Rahmenplanung?

    Die Rahmenplanung ist mittel- bis langfristig angelegt. Die Rahmenplanung unterstellt eine Entwicklung bis 2050. Aufgrund der vielen Eigentümer*innen mit unterschiedlichen Entwicklungsinteressen ist eine Umsetzung in vielen kleineren Einzelschritten über einen längeren Zeitverlauf zu erwarten.
     

    Wie kann die Entwicklung von besonders wichtigen Abschnitten beschleunigt werden? (Beispiel dichtes Quartier der Friedenspromenade)

    Eine beschleunigte Entwicklung ist möglich, wenn Einzelinteressen über eine städtebaulich angemessene Entwicklungsfläche gebündelt werden können und so ein*e Ansprechpartner*in seitens der Eigentümer*innen für ein Bebauungsplanverfahren vorhanden ist.
     

    Wie entsteht eine gute Verbindung zwischen dem Teilbereich Friedenspromenade und der südlichen Friedenspromenade?

    Die vorhandene Grünverbindung entlang der Friedenspromenade soll gestärkt werden. Dafür wird insbesondere die Aufweitung der Unterführung der Bahngleise vorgeschlagen. Im weiteren Verlauf ist ein attraktiver Zugang zum Riemer Park erforderlich.
     

    Wie und wann passiert eine Entwicklung direkt nördlich der S-Bahn (Teilbereich Friedenspromenade), im Quartier Rappenweg?

    Die Planungen für den Rappenweg wurden aufgenommen und derzeit werden die vielfältigen Rahmenbedingungen für das Gebiet mit allen Planungsbeteiligten abgestimmt. Ein konkretes Datum für eine Entwicklung des Rappenwegs kann derzeit jedoch nicht genannt werden.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Referat für Stadtplanung und Bauordnung
    Stadtplanung

    Blumenstraße 28b
    80331 München