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Am Hirschgarten


Wohnen an der Hirschgarten-Erweiterung  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Wohnhäuser an der Hirschgarten-Erweiterung (Foto: Stadt München)

Das Projekt

Mit 60 Hektar Fläche ist das Gebiet "Am Hirschgarten" (Birketweg) der größte Entwicklungsbereich innerhalb der Zentralen Bahnflächen. Auf dem Areal, das sich von der Donnersbergerbrücke bis zum westlichen Ende des Hirschgartens erstreckt, sind Wohnungen für etwa 5.000 Menschen entstanden und 5.800 Arbeitsplätze geplant.

Wo früher Gewerbe, Post- und Bahnnutzungen dominierten, soll heute innerstädtisches Wohnen im Grünen mit Büros und Läden entlang der Wilhelm-Hale-Straße kombiniert werden. Durch die Erweiterung des Hirschgartens im Südwesten und eine Grünverbindung entlang der Bahn, den so genannten Pionierpark, sind in den vergangenen Jahren viele Freiräume und Erholungsflächen entstanden. Die neue S-Bahn-Haltestelle an der Friedenheimer Brücke ging Ende 2009 in Betrieb. Grundlage für den Bebauungsplan war der Entwurf von Astoc Architekten, Köln, mit Professor Christiaanse, Rotterdam, und dem Kölner Landschaftsplaner J. Bugg. Der Bebauungsplan 1926a ist seit 2007 rechtsverbindlich.

Wohnen am Park

Südlich und östlich des Hirschgartens sind neue Wohnquartiere entstanden; weitere werden auf den ehemaligen Postflächen an der Arnulf- und Schäringerstraße geschaffen. Der Bebauungsplan ermöglicht unterschiedliche Gebäudetypen und Wohnformen für alle Gruppen der Gesellschaft - von freistehenden Punkthäusern am Rande des Hirschgartens über Wohnhöfe und mäanderförmige Gebäude entlang der Bahn bis hin zu Hochhäusern an der Wilhelm-Hale-Straße. Die bauliche Dichte steigt von West nach Ost in Richtung S-Bahn-Haltepunkt kontinuierlich an. Die Einheitlichkeit des Quartiers wird durch die helle Farbgestaltung der Häuser verstärkt.

Grün- und Freiflächen

Der erweiterte Hirschgarten, der Pionierpark an den Bahngleisen und die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden grünen Fugen geben dem Stadtquartier eine eigene Identität. Fuß- und Radwege ziehen sich durch den Pionierpark, in dem sich auch Bahnbiotope befinden. In der Süderweiterung des Hirschgartens wurden ein 900 Quadratmeter großer Skatepark und Spielflächen für Jugendliche angelegt.

Infrastruktur

Sechs Kinderkrippen und vier Kindertagesstätten werden in das neue Stadtquartier integriert. Die Schulversorgung erfolgt durch eine neue Grundschule in Nymphenburg Süd. An der Wilhelm-Hale-Straße befindet sich der Club "Backstage", auf dem ehemaligen Deutschmanngelände an der Gleistrasse östlich der Friedenheimer Brücke wird das Güterverteilzentrum zu einem City-Logistikzentrum weiterentwickelt.

Verkehr

Fuß- und Radwege verbinden das Quartier mit dem neuen S-Bahnhof an der Friedenheimer Brücke, drei Ringstraßen führen über die Wilhelm-Hale-Straße zu den Hauptverkehrsadern Arnulf- und Landsberger Straße. Das City-Logistikzentrum und das Briefverteilzentrum werden über die Wilhelm-Hale-Straße erschlossen. Ein Teil der Anlieferung erfolgt über die Bahn, so dass der Schwerverkehr reduziert wird.

Entwicklungsprozess

Das ursprüngliche Konzept von Labfac Finn Geipel Nicholas Michelin mit fünf Hochhäusern am S-Bahn-Haltepunkt wurde von den Bewohnerinnen und Bewohnern aus der Umgebung abgelehnt. Daraufhin wurde ein neues Konzept erarbeitet, das 13 Häuser mit maximal 60 Metern Höhe vorsieht.
Um das Quartier ansprechend zu gestalten, hat die Stadt München zusammen mit der Aurelis Real Estate und einem Beratergremium einen Gestaltungsleitfaden für Bauherren, Planerinnen und Planer entwickelt. Die Entwicklung und Auswahl der Architektur- und Freiraumkonzepte geschah mittels konkurrierender Planungsverfahren, mit ausgewählten Architekturbüros und in Realisierungswettbewerben. Die 22 Baufelder wurden in mehreren Bauabschnitten von West nach Ost entwickelt. Die Wohnquartiere sind nahezu gänzlich fertiggestellt, die Bürobebauung mit integriertem Ladenzentrum an der Wilhelm-Hale-Straße ist im Bau.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26410