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Pasing


Ausstellung zum Realisierungswettbewerb

Für einen Teil des ehemaligen Stückgutgeländes Pasing wurde ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. Die Entwürfe können von 29. Juni bis 7. Juli im Foyer des Referates für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28b, besichtigt werden.

Auf dem Baugebiet MI 2 Süd - einem Teil des ehemaligen Stückgutgeländes östlich des Bahnhofs Pasing - entsteht ein neues Stadtquartier. Insgesamt sind 650 Wohnungen, gewerbliche Nutzungen sowie kulturelle und soziale Einrichtungen geplant.

Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Brunnen von Jeppe Hein zwischen den Arcaden  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Brunnen von Jeppe Hein zwischen den Arcaden (Foto: Stadt München)

Neues Gesicht für das Pasinger Zentrum

Das Gebiet um den Pasinger S-Bahnhof hat sein Gesicht in den vergangenen Jahren ganz wesentlich verändert. Auf den ehemaligen Bahnflächen ist die Nordumgehung zur Entlastung des Pasinger Ortskerns entstanden, der durch ein Einkaufszentrum mit 21.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ergänzt wird.

Der S-Bahnhof wurde barrierefrei ausgebaut und um ein neues Terminalgebäude ergänzt.

Das gesamte Planungsgebiet wird von der Bahntrasse im Norden, der Landsberger Straße im Süden, der Würmaue im Westen und dem Platz "Am Knie" im Osten begrenzt. Während die Gebäude westlich der Offenbachstraße bereits realisiert sind, ist das ehemalige Stückgutgelände östlich davon noch nicht bebaut. Dort ist ein Großteil der Wohnungen geplant. Insgesamt sollen in Pasing einmal 2.300 Arbeitsplätze und Wohnungen für etwa 1.800 Einwohnerinnen und Einwohner entstehen. Den städtebaulichen Entwurf für diesen Teilbereich der Zentralen Bahnflächen hat die Planungsgemeinschaft Zwischenräume mit der Landschaftsarchitektin Barbara Weihs und dem Verkehrsplaner Dieter Gier im Zuge des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb entwickelt. Die überarbeitete Planung war Grundlage für den Bebauungsplan 1922a, der seit 2006 rechtsgültig ist.

Wohnen

Die Hälfte der Wohnungen ist bereits realisiert - zum Teil auf dem Dach der Pasing Arcaden, zum Teil südlich davon. Der Wohn-Schwerpunkt soll jedoch auf dem ehemaligen Stückgutgelände liegen. Eine mit Alleen gesäumte Promenade für Fußgänger und Radfahrer soll die südlich der Nordumgehung liegenden Wohngebiete untereinander und mit der Würmaue verbinden. Die Würmaue und ihre Randbereiche wurden gestalterisch aufgewertet. Über die Offenbachstraße ist ein Steg geplant. An der Kaflerstraße wurde eine Kindertagesstätte mit Krippe gebaut, weitere Betreuungseinrichtungen sind östlich der Offenbachstraße vorgesehen.

Arbeiten und einkaufen

Das Pasinger Zentrum wird durch neue Einzelhandelsflächen östlich und westlich des Bahnhofs gestärkt. Darüber hinaus entstehen Flächen für den Büro- und Dienstleistungssektor. 70 Prozent der Arbeitsplätze wurden bis 2013 realisiert. Schon von weitem ins Auge sticht das Einkaufszentrum Pasing Arcaden - den Realisierungswettbewerb dafür hat das Büro Allmann, Sattler, Wappner aus München gewonnen. Die Architekten haben auch das Gebäude an der Kaflerstraße geplant.

Grün- und Freiflächen

Auf dem ehemaligen Stückgutgelände ist neben den Wohnhäusern ein 8.700 Quadratmeter großer Quartierspark geplant. Darüber hinaus sind entlang der Würm naturnahe Grünflächen sowie ein Spielplatz entstanden, die als idealer Erholungs- und Rückzugsort für Familien dienen. Ein kleiner Platz bietet Aussicht auf den Fluss, es gibt einen Jugendspielbereich mit Bolzplatz, Streetball und Tischtennisplatten. Einen Blickfang stellen vor allem die neuen Holzdecks entlang der Würm dar, die wassernahe Sitz- und Liegemöglichkeiten bieten.

Die öffentliche Grünanlage am Manzingerweg, auch Würminsel genannt, wurde durch die Abteilung Gartenbau des Baureferats im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ umgestaltet und umfassend aufgewertet. Die Maßnahmen wurden mit Städtebauförderungsmitteln in Höhe von 250.000 Euro unterstützt. Die feierliche Eröffnung der Würminsel fand am Tag der Städtebauförderung am 13. Mai 2017 statt.

Verkehr

Rückgrat der gesamten Planung ist die 2,2 Kilometer lange Nordumgehung, die den Pasinger Ortskern zwischen der Lortzingstraße und "Am Knie" südlich der Gleise umfährt. Die Nordumgehung entlastet die Landsberger Straße und den historischen Ortskern vom Durchgangsverkehr und erschließt die neuen Baugebiete entlang der Bahn. Sie wurde Ende 2012 freigegeben. Am 14. Dezember 2013 hat die MVG die Trambahnlinie 19 bis zum Pasinger Bahnhof in Betrieb genommen. Die Haltestellen der vielen Buslinien, die bislang das Pasinger Zentrum belastet haben, wurden in einem zentralen Bushaltebereich westlich des Bahnhofs an der Kaflerstraße zusammengefasst.

Straßen und Plätze

Mit der Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf die Nordumgehung konnten die Straßen und Plätze im Pasinger Zentrum neu gestaltet werden. Der Brunnen "Spaces between Trees & People" von Jeppe Hein ziert seit Mai 2013 den neuen öffentlichen Platz an der Ecke Rathausgasse/Am Schützeneck. Er gehört zum mehrteiligen Kunstkonzept, das der Stadtrat 2010 für Pasing beschlossen hat.

Der neu gestaltete Bahnhof

Der Pasinger Bahnhof wurde barrierefrei ausgebaut und hat ein neues Terminal bekommen, das die Service-Einrichtungen der Bahn und Geschäfte beherbergt. Die Unterführung zu den Bahnsteigen und der Fuß- und Radwegtunnel wurden erneuert und nach Süden verlängert. Der neue Fuß- und Radwegtunnel wirkt durch den auf blaue Fliesen gedruckten Wolkenhimmel der Künstlerinnen Haubitz+Zoche weit und hell. Auch er gehört zum mehrteiligen Kunstkonzept für Pasing.
Eine moderne, unterirdische Bike-and-Ride-Anlage bietet Abstellmöglichkeiten für 750 Fahrräder. Hinzu kommen 400 oberirdische Abstellplätze. Insgesamt ist der Bahnhof durch neue Fuß- und Radwege jetzt besser erreichbar. Die Radwege verschwenken auf die Südseite des Bahnhofs und binden die Nord-Süd-Querung entlang der Würm über die Kaflerstraße an. Der denkmalgeschützte Bürklein-Bahnhof blieb erhalten und beherbergt heute ein Restaurant.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26410