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Münchner Krautgärten


Neuer Krautgarten in Moosach

Im Stadtbezirk Moosach, am Moosanger an der Ecke zum Teplitzer Weg, wird ein neuer Krautgartenstandort eingerichtet - der 22. in der Stadt.

Die Münchner Krautgärten bieten seit 1999 interessierten Münchnerinnen und Münchnern die Möglichkeit, sich mit erntefrischem Gemüse und Salat aus dem Eigenanbau selbst zu versorgen. So erfüllt sich der Traum vieler Stadtbewohner nach einem eigenen kleinen Gemüsegarten.

Die Nachfrage nach Parzellen in den bisher 21 Krautgartenstandorten ist ungebrochen: 2015 wurden 1.384 Parzellen auf insgesamt sechs Hektar Fläche bewirtschaftet. 

Bei den Münchner Krautgärten handelt es sich um ein besonders erfolgreiches Projekt zum Schutz des Münchner Grüngürtels, einem Leitprojekt des Stadtentwicklungskonzepts Perspektive München. Die Gemeinschaftsaktion zwischen den „Grüngürtel-Bauern“ und der Stadtverwaltung München soll eine nachhaltige und damit zukunftsfähige Landwirtschaft im Münchner Grüngürtel bewahren und fördern.

Krautgarten in Berg am Laim.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Das Projekt

Einen eigenen kleinen Gemüsegarten zu haben - davon träumen viele Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner. Mit den Krautgärten bietet das Referat für Stadtplanung und Bauordnung interessierten Münchnerinnen und Münchnern die Möglichkeit, sich selbst mit erntefrischem Gemüse und Salat zu versorgen.

Krautgärten sind eine sehr ursprüngliche Form des Gärtnerns auf Ackerland und dienen der Selbstversorgung mit günstigem und ökologischem Gemüse. Die Gemeinschaftsaktion von Landwirtschaft und Stadtverwaltung, die 1999 gestartet wurde und sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt, hat eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft zum Schutz des Münchner Grüngürtels zum Ziel. Dabei verpachtet ein Landwirt im Stadtgebiet zirka 60 Quadratmeter große und möglichst siedlungsnah gelegene Gartenparzellen an interessierte Bürgerinnen und Bürger für etwa 130 Euro Nutzungsentgelt im Jahr. Einbauten wie Gartenlauben oder Geräteschuppen sind nicht möglich, es gibt weder Stellplätze noch Spielplätze. 

Um eine Parzelle bewerben kann sich jeder, auch wenn er kein Fachmann ist. Denn den Anbau des Gemüses übernehmen zunächst erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner. Die Pächterinnen und Pächter selbst kümmern sich von Anfang Mai bis Mitte November um die Pflege und Ernte. Die Lage der Parzellen am Standort wird verlost und für jede Gartensaison neu vergeben.

Gerade für Kinder ist es ein besonderes Erlebnis, das Gemüse wachsen zu sehen. Darüber hinaus fördert das Krautgarten-Projekt die Kommunikation und Integration der Beteiligten und bietet Ruhe und Beschaulichkeit inmitten der betriebsamen Stadt.

Egal ob Blumen, spezielle Gemüsesorten oder exotische Kräuter - bis Mitte November dürfen die Münchnerinnen und Münchner auf ihrer Parzelle anbauen, was sie möchten. Der Einsatz von Mineraldünger und chemischen Pflanzenschutzmitteln ist tabu. Nach Ende der Erntezeit geht das Ackerland zurück an den Eigentümer, der die Vorbereitungen für die nächste Gartensaison trifft.

Der Münchner Grüngürtel

Der Münchner Grüngürtel umschließt die Stadt auf einer Länge von etwa 70 Kilometern. Er ist erste Anlaufstelle für die Naherholung, wichtig für das städtische Klima, Heimat seltener Tier und Pflanzenarten und Sitz der Landwirtschaft, die über kurze Wege einen Teil der Versorgung der Münchner Bevölkerung übernimmt.

Ansprechpartner:
Hans Ernstberger, Telefon: (089) 233-26146

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Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München