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Ausgleichsflächen und Ökokonten


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Die Biotope "Eschenrieder Moos" und "Moosschwaige"

Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt vor, dass Naturhaushalt und Landschaftsbild durch Baumaßnahmen möglichst wenig beeinträchtigt werden sollten. Falls sich dennoch Beeinträchtigungen nicht vermeiden lassen, müssen sie ausgeglichen werden - durch Ausgleichsflächen und Ökokonten.

Wenn durch Neuplanungen landschaftliche Bereiche zukünftig überbaut werden, müssen die Eingriffe ausgeglichen werden - idealerweise im direkten räumlichen Umfeld. Ein Ausgleich wird geschaffen, indem ein vorhandener Landschaftsteil in ökologischer und naturschutzfachlicher Sicht aufgewertet wird. So werden zum Beispiel gedüngte Wiesen in Heideflächen oder artenreiche Blühwiesen umgewandelt oder ein verrohrter Bach geöffnet und renaturiert.

Um Ausgleichsmaßnahmen möglichst gebündelt und effektiv im Stadtgebiet umzusetzen, wurde im Jahr 2001 zusammen mit dem Kommunalreferat, dem Referat für Gesundheit und Umwelt, dem Baureferat und Nachbargemeinden ein gesamtstädtisches Ausgleichsflächenkonzept entwickelt. Darin wurden Landschaftsräume in der Stadt herausgearbeitet, die für eine Entwicklung besonders wertvoll sind, oder bei denen eine Aufwertung besonders notwendig ist. Da ein Ausgleich nicht immer im direkten räumlichen Umfeld des Eingriffs gelingt, kann dieser zusammen mit weiteren Ausgleichsmaßnahmen aus anderen Vorhaben auch für eine größere Fläche genutzt werden.

Was ist ein Ökokonto?

Eine besondere Form von Ausgleichsflächen sind Ökokonten. Die Landeshauptstadt München hat zusätzlich zum Ausgleichsflächenkonzept beschlossen, Ökokonten zu errichten:

  • Dabei werden Ausgleichsflächen schon hergestellt, bevor der Ausgleich nötig ist, und man kann Ausgleichsmaßnahmen für spätere Vorhaben anrechnen.
  • Dafür wurden Landschaftsräume gewählt, in denen hochwertige Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt werden konnten.

"Eschenrieder Moos" und "Moosschwaige" sind die ersten Münchner Ökokonten

Mit dem 1. Münchner Ökokonto "Eschenrieder Moos" wurde ein wichtiges Teilstück im ehemaligen Niedermoorkomplex des Münchner Westens renaturiert. Ganz konkret wurden Ackerstandorte in Wiesen umgewandelt und die charakteristischen Feuchtlebensräume neu belebt. Die Stadt hat die Flächen bereitgestellt. Gemeinsam mit den Landwirt*innen im Münchner Grüngürtel wurden die Maßnahmen umgesetzt und anschließend gepflegt. 

Das 2. Münchner Ökokonto "Moosschwaige“ liegt ebenfalls im Münchner Westen. Hier wird unter anderem artenarmer Fichtenforst zu naturnahem Mischwaldbeständen umgebaut und die Moosflächen gestärkt. Parallel dazu wurde ein Konzept für die extensive Erholungsnutzung entwickelt. Somit bietet das Ökokonto einen wertvollen ökologischen Verbund für Flora und Fauna und naturnahe Erholung für den Menschen.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München