Corona-Bürgertelefon 089-233-44740 | www.muenchen.de/corona
zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Projekte im Münchner Grüngürtel


Ochsen im Stall  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Stadtgüter München

Weidefleisch aus dem Münchner Grüngürtel

Das Weidefleisch-Projekt ist ein typisches Beispiel für den besonderen Weg bei der Produktion von Erzeugnissen aus dem Münchener Grüngürtel. Es wurde gemeinsam von den Grüngürtelbauern und der Stadtverwaltung initiiert.

Ziel des Projektes ist es, mit der Weidehaltung eine naturverträgliche Bewirtschaftungsform zu fördern, die durch extensive Grünlandnutzung einen besonders wertvollen Beitrag zur Schonung von Grundwasser und Boden, für die Lebensräume von Tieren und Pflanzen sowie für die Erholung im Münchner Grüngürtel leistet. Auf den Grüngürtelweiden werden robuste Weidetiere, wie Galloway-, Deutsch-Angus- und Charolais-Rinder sowie Merinoschafe gehalten. Die Nachfrage nach regional erzeugtem, qualitativ hochwertigem Weidefleisch ist ständig gestiegen. Die entsprechende Marketingkonzeption sieht vor allem die Förderung des Absatzes von Weidefleisch aus dem Münchner Grüngürtel an die Gastronomie und ab Hof vor. Mittlerweile beteiligen sich mehrere Landwirte, Gasthöfe und Metzgereien an diesem Projekt.

Kartoffeln aus dem Münchner Grüngürtel

Die Kartoffelvermarktung bietet die Möglichkeit, relativ viele Grüngürtellandwirte in das Projekt einzubinden. Die erfolgte fachliche und organisatorische Unterstützung von Ab-Hof-Vermarktung und des Absatzes an Kaninen und Gaststätten wurde an die Einhaltung definierter ökologischer Qualitätsstandards gebunden. Demnach kann nur der Landwirt die Produktbezeichnung verwenden, der sich zu folgenden Auflagen verpflichtet:

  • kein Anbau auf Moorböden
  • kein Einsatz von gentechnisch manipulierten Sorten
  • prinzipielle Bereitschaft zu landschaftspflegerischen Leistungen

Kräuterheu aus dem Münchner Grüngürtel

Kräuterheu-Wiesen sind ein typisches Beispiel für die Hinwendung zu sanften Nutzungsformen im Münchner Grüngürtel. Dieses Projekt schafft für die Landwirte zusätzliche Anreize, die mittlerweile so selten gewordenen, blumenreichen (Feucht-) Wiesen und Magerrasen zu erhalten. Durch den Verkauf von Kräuterheu in kleinen Gebinden an Kleintierhalter können zusätzliche Einnahmen erzielt werden.

In jedem Kräuterheu-Päckchen steckt aber mehr als "nur" ein wertvolles, naturbelassenes und schmackhaftes Futter. In jedem Päckchen steckt auch ein Stück Heimat, ein Stück Münchner Grüngürtel.

Das Projekt "Kräuterheu erzeugt im Münchner Grüngürtel" konnte bereits erste Erfolge verbuchen.

Naturschutz

In enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt München werden schon seit vielen Jahren Maßnahmen des Arten- und Biotopschutzes von den am Projekt beteiligten Landwirten umgesetzt. Damit leisten diese Landwirte einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt und zur Förderung von Lebensräumen für wild lebende Tiere und Pflanzen.

Es wurden bereits einige Vorhaben umgesetzt, wie die Entnahme von standortfremden Fichten im Niedermoorbereich (ehemalige Streuwiesen), die Renaturierung eines Baches sowie großflächige Grünlandextensivierungen in den Mooslandschaften des Münchner Westens. Der seltene Dunkle Moorbläuling konnte sich dank günstiger Pflege am Speckbach wieder ansiedeln. Auch in einer Nasswiese der Moosschwaige wurde nach vielen Jahren Pflege 1998 erstmals die dort verschwundene Mehlprimel wieder entdeckt.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München