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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Sozialgerechte Bodennutzung


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Erfolgsmodell im Wohnungsbau

Die Sozialgerechte Bodennutzung (SoBoN) ist ein wichtiges Instrument im Münchner Wohnungsbau. Sie wird bei allen Bebauungsplänen angewandt, die Kosten und Lasten bei der Landeshauptstadt München auslösen und zu einer deutlichen Bodenwertsteigerung für die planungsbegünstigten Eigentümer führen.

Deshalb werden die Planungsbegünstigten, also Bauträger und Investoren, an den Kosten und Lasten beteiligt: Sie übernehmen Anteile der Herstellungskosten und Flächenabtretungen für Erschließungsmaßnahmen wie Straßen, für Gemeinbedarfseinrichtungen wie Kindertagesstätten und Grundschulen, für Grün- und Ausgleichsflächen. Denn diese können nicht vollständig aus den allgemeinen Haushaltsmitteln finanziert werden. Der Münchner Weg der SoBoN ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt, Investoren, der Bauwirtschaft, Eigentümerinnen und Eigentümern.

In der SoBoN werden 30 Prozent des neu geschaffenen Wohnbaurechts für den sozial gebundenen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt, was in Neubauquartieren die soziale Mischung garantiert.

Die SoBoN hat sich bewährt: Von 1994 bis 2018 wurden 163 rechtsverbindliche Bebauungspläne nach ihren Grundsätzen erstellt. Entstanden sind 53.150 Wohnungen, davon 14.530 geförderte. Außerdem wurden 15.316 Plätze in Kinderkrippen, Kindergärten, Horten und Grundschulen finanziert.

Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen seit Einführung der SoBoN 1994 stark verändert: Die Flächen für den Wohnungsbau werden knapp, gleichzeitig gibt es ein starkes Bevölkerungswachstum. Dem Druck auf den Wohnungsmarkt muss mit preisgünstigem Wohnraum entgegengesteuert werden. 2017 beschloss der Stadtrat deshalb folgende Neuerungen:

  • Anhebung des anteiligen Kostenbeitrags der Planungsbegünstigten für die soziale Infrastruktur
  • Anpassung der Grundstückswertansätze beim geförderten Wohnungsbau
  • Änderungen der Regelungen zur Ausgestaltung der 30-Prozent-Förderquote für den geförderten Wohnungsbau
  • Einführung des neuen Modells „Zusätzlicher preisgedämpfter Mietwohnungsbau“. Damit sollen zur bestehen Quote von 30 Prozent für den geförderten Wohnungsbau in Zukunft zusätzlich zehn Prozent des neu geschaffenen Wohnbaurechts als preisgedämpfter Mietwohnungsbau verwirklicht werden.
  • Wegfall des sogenannten Gewerbeflächenausgleichs und der Anrechnung des „fiktiven Wohnbaurechts“
  • Beschleunigung der Berechnungs- und Bewertungsverfahren

Bitte beachten Sie: Unsere Broschüre wird derzeit überarbeitet.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München

Landeshauptstadt München
Kommunalreferat
Recht und Verwaltung
SoBoN

Roßmarkt 3
80331 München