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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Campus für Innovation und Forschung


Städtebaulicher Ideenwettbewerb

1. Preis: Lauber + Zottmann Architekten, München, mit Valentien + Valentien Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Weßling
3. Preis: Goetz Castorph Architekten und Stadtplaner, München, mit Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten, München
3. Preis: Steidle Architekten, München, mit Grabner + Huber Landschaftsarchitekten, Freising

Ausloberin: CA Immo Deutschland GmbH in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München

Details

Lage

Das Wettbewerbsgebiet liegt im Münchner Norden. Es umfasst den südlichen Teil des ehemaligen Bundesbahn- Ausbesserungswerks München-Freimann und wird im Osten durch die Lilienthalallee und im Westen durch die externe Ausgleichsfläche des Vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit Grünordnung Nr. 2024 entlang des Grünzuges an der Maria-Probst-Straße begrenzt. Es ist rund 3,66 Hektar groß und befindet sich im Eigentum der CA Immo.

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Die CA Immo lobte in Abstimmung mit der Landeshauptstadt München einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für den Südteil des ehemaligen Bundesbahn-Ausbesserungswerks mit acht Teilnehmerteams aus. Der Wettbewerb ist Teil der Gesamtmaßnahme zur Umnutzung des Werksgeländes. Die CA Immo möchte mit der Schaffung eines „Campus für Innovation und Forschung“ Synergien aus dem geplanten „Forum für Fahrkultur“ in der ehemaligen Dampflokrichthalle sowie aus den vorhandenen Strukturen in der Umgebung nutzen und im Münchner Norden ein Cluster für automobil- und mobilitätsaffine Nutzungen herausbilden. Im Wettbewerbsgebiet soll ein Flächenangebot für entsprechende Büro-, Dienstleistungs- und Handelsnutzungen, Werkstätten, Ateliers, Labors, Bildungseinrichtungen, besondere Formen des Wohnens und Lager entstehen. Die Kulturhalle "Zenith“ bleibt bestehen und soll bei Bedarf um einen Neubau („Zenith II“) ergänzt werden können. Der Campus muss in Schritten erstellt werden können und real teilbar sein.

Würdigung des Preisgerichts (Auszug)

„Fünf präzise gesetzte Gebäudemodule bestimmen auf angenehme Weise die offene Campusstruktur. In Höhenentwicklung und Proportion fügen sie sich gut in die städtebauliche Ausgangssituation ein. Ein Boulevard parallel zur Erschließungsstraße stärkt die Eingangsfunktion der Zenith-Halle und ist zugleich eine starke Adresse für den Campus. Die Lokhalle und ihr östlicher Vorbereich werden durch die Gebäudestellung respektiert, eine platzartige Aufweitung unterstützt dies zusätzlich. Begrüßt werden die gut proportionierten Campus-Freiräume, insbesondere die platzartige Öffnung zum öffentlichen Grünzug.

Die Gebäudeanordnung verspricht sowohl in der Typologie als auch in der Nutzungsmöglichkeit und baulichen Ausformung ein hohes Maß an Flexibilität und erfüllt auf gelungene Weise die Forderung zur abschnittsweisen Realisierbarkeit. Diese Potentiale werden in der Musterplanung noch nicht vollständig genutzt. Es ist aber erkennbar, dass sehr unterschiedliche Gebäudestrukturen entwickelt werden können. Eine Wohnungsnutzung wird seitens der Verfasser nicht vorgesehen, kann aber innerhalb der vorgeschlagenen Strukturen problemlos realisiert werden.

Fragwürdig erscheint die Anordnung des Zenith II, wodurch die städtebauliche Setzung deutlich geschwächt wird. Auch ist die Ausformung, Organisation und insbesondere Höhenentwicklung des Parkhauses nicht nachvollziehbar.

Insgesamt bietet der Entwurf eine solide Grundstruktur, die sehr gut differenzierte öffentliche Räume und gut umsetzbare Gebäudekonzepte möglich macht. Insbesondere ist das Verhältnis der städtebaulichen Setzung und der wichtigen Flexibilität bei der Gebäudeentwicklung eine gute Grundlage für eine qualitätsvolle Entwicklung des Gebiets.“

Empfehlung des Preisgerichts

„Das Preisgericht empfiehlt der Ausloberin einstimmig, die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit als Grundlage für die weitere Bebauungsplanung zu verwenden. Dabei sind die in der Beurteilung formulierten Anregungen und Bedenken zu berücksichtigen. Der Vorschlag für die Lösung mit Zenith II sollte weiter überarbeitet werden. Außerdem ist die bisher nicht vorgesehene Wohnnutzung weiter zu untersuchen.“

Preisgerichtssitzung

8. März 2013

Koordination

Böhm Glaab Sandler Mittertrainer

Ansichten des Siegerentwurfs

Perspektive 1. Preis Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Perspektive 1. Preis

Fassade Süd 1. Preis Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Fassade Süd 1. Preis

Lageplan 1. Preis Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Lageplan 1. Preis

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München