Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona
zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Eversbuschstraße (ehemalige Hirmerei)


Realisierungswettbewerb

Auf der etwa 1,6 Hektar großen Fläche südlich des S-Bahn-Haltepunktes Karlsfeld soll ein neues Wohngebiet mit zirka 250 Wohnungen und den erforderlichen Kindertageseinrichtungen entstehen.

Lage

Im 23. Stadtbezirk Allach-Untermenzing

Nutzungen

Zirka 250 Wohnungen sowie die erforderlichen Kindertageseinrichtungen

Größe

Zirka 23.000 Quadratmeter Geschossfläche

1. Preis

Palais Mai Architekten und Stadtplaner, München, mit Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner mbb, Freising

Weitere Preise

2. Preis: Meili, Peter GmbH, München, mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, München
3. Preis: Fink + Jocher Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH, München, mit Studio B Landschaftsarchitektur, München

Ausloberin

Hirmer Allach GmbH & Co. KG

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Auf dem Planungsgebiet soll ein lebendiges und langfristig attraktives allgemeines Wohnquartier mit der erforderlichen sozialen Infrastruktur und eigener Identität entstehen. Angestrebt wird ein optimiertes städtebauliches Konzept, welches die Anforderung an bauliche Dichte und gesundes Wohnen sowie gut nutzbare freiräumliche Qualität überzeugend löst und auf die Errichtung eines identitätsstiftendes Quartiers mit eigenem Charakter abzielt.

Eine Gliederung und Akzentuierung der Bebauung durch Variation der Höhensilhouette war Aufgabe dieses Wettbewerbs. Die Höhenentwicklung der geplanten Bebauung direkt an der Eversbuschstraße soll zur Bestandsbebauung einen städtebaulich verträglichen Übergang schaffen. Bei einer Realisierung könnten rund 250 Wohnungen und die erforderlichen Kindetageseinrichtungen entstehen.

Es sollen attraktiv gestaltete, intensiv begrünte und gut nutzbare Erholungsflächen entstehen, die zur Verbesserung des Kleinklimas beitragen. Teilweise können die Erholungsflächen auch in Form von gemeinschaftlich nutzbaren Dachgärten angeboten werden.

Mit der Bebauung werden folgende Ziele verfolgt:

  • Schaffung eines Allgemeinen Wohngebietes mit zirka 250 Wohneinheiten für unterschiedliche Einkommensgruppen (freifinanziert und gefördert)
  • Schaffung eines Wohnquartiers mit eigener Identität sowie guter Wohn- und Aufenthaltsqualität
  • Städtebaulich verträglicher Übergang zur westlich angrenzenden Bebauung
  • Lärmschutz durch abschirmende Bebauung entsprechender Höhe
  • Schaffung der erforderlichen Kindertageseinrichtungen innerhalb des Planungsgebiets
  • Schaffung von Erholungsflächen in ausreichender Größe in lärmgeschützter Lage mit hoher Aufenthaltsqualität

Würdigung des Preisgerichts (Auszug)

„Den Verfassern gelingt es, mit ihrer städtebaulichen Konfiguration die bestimmende Form des Grundstücks mit der Komplexität der Anforderungen überzeugend zu interpretieren. Mit der Entscheidung, die Bebauung mit einer Großform, geschlossen aber durchlässig, in der Mitte des Grundstücks zu situieren, werden übergeordnete Grünraumbezüge möglich. Durch die Segmentierung der geschlossenen Großform mit maßstäblich erfassbaren Baukörpern und kurzen Fassadenfronten wird diese in ihrer Erscheinung gebrochen und gegliedert.

Im Innenraum sind vier Wohnhöfe räumlich spannungsvoll angeordnet. Durch Sichtbezüge zwischen den Hofabschnitten ist die große Raumwirkung insgesamt erlebbar, gliedert sich aber immer wieder in die kleineren intimen Wohnhöfe. Durch die Privatgärten direkt vor den Wohnungen und den zusammenhängenden Gemeinschaftsräumen entstehen abwechslungsreiche Grünräume.

Auf Höhe der Mitte der Eversbuschstraße wird die ringförmig organisierte Tiefgarage erschlossen. Dadurch ist in der Mitte der Höfe eine gute Versickerung gewährleistet und die Pflanzung größerer Bäume möglich. Die Kompaktheit der Bauform gewährleistet bei einer geringen Grundfläche und hoher Geschossfläche Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Das Projekt bietet mit seiner Komplexität und spielerischen Einfachheit eine überzeugende Lösung der gestellten Anforderungen. Es entsteht ein Ort mit hoher Identität.“

Empfehlung des Preisgerichts

„Das Preisgericht empfiehlt der Ausloberin, die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen.“

Weiteres Vorgehen

Das Ergebnis des ersten Preisträgers soll anschließend als Grundlage für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan dienen. Die Hirmer Allach GmbH & Co. KG plant als Vorhabenträgerin, den Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens gemäß § 12 des Baugesetzbuches (BauGB) zum Neubau einer Wohnbebauung einschließlich der zugehörigen Infrastruktureinrichtungen zu stellen.

Koordination des Wettbewerbs

bgsm Architekten Stadtplaner, München

Pläne und Visualisierungen des Siegerentwurfs

1. Preis: Perspektive Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Perspektive

1. Preis: Perspektive Innenhof Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Perspektive Innenhof

1. Preis: Lageplan Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Lageplan

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung - Planungsgruppe Bezirk West (Stadtbezirk 10, 20, 21 und 23)

Blumenstraße 28b
80331 München