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Olympia Gate Munich am Ackermannbogen


Realisierungswettbewerb

1. Preis: Steidle Architekten, München, mit Jürgen Huber Landschaftsarchitekten, Freising

3. Preis: Allmann Sattler Wappner Architekten, München, mit Realgrün Landschaftsarchitekten, München

3. Preis: Auer + Weber + Assoziierte, Stuttgart / München, mit Terra.nova Landschaftsarchitektur, München

3. Preis: Hess / Talhof / Kusmierz Architekten und Stadtplaner, München, mit Ver.de Landschaftsarchitektur, Freising

Ausloberin: Olympia Gate Munich GmbH, vertreten durch Dr. Alexander Rosa-Alscher und Christian Berger

Details

Lage

Die drei Wettbewerbsgrundstücke umfassen insgesamt zirka 15.000 Quadratmeter und befinden sich an der Schwere-Reiter-Straße / Ackermannstraße im 4. Stadtbezirk Schwabing-West. Sie liegen im Geltungsbereich des Bebauungsplans mit Grünordnung 1905e der Landeshauptstadt München.

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Die Olympia Gate Munich GmbH plant die Entwicklung der Bauquartiere MK 1, MK 2 und MK 3. Auf Basis der im Bebauungsplan mit Grünordnung festgesetzten zulässigen baulichen Nutzung wurde ein Raumprogramm für die Neubebauung entwickelt. Geplant sind Büro- und Einzelhandelsnutzungen, ein Boardinghouse und unterschiedliche Wohnnutzungen, wie Geschosswohnungen und Townhouses.

Um für den vierten und letzten Bauabschnitt des Stadtquartiers „Am Ackermannbogen“ eine qualitätvolle Entwicklung auf hohem städtebaulichen, architektonischen und freiraumplanerischen Niveau zu gewährleisten, hat die Olympia Gate Munich GmbH in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München einen Realisierungswettbewerb mit sieben Teilnehmerteams ausgelobt. Am 6. Juli 2012 wurden durch das Preisgericht ein erster Preis und drei dritte Preise an die Planer vergeben.

Würdigung des Preisgerichts (Auszug)

„Der Entwurf schlägt dezidiert für die jeweiligen Orte spezifische, eigenständige Konzeptionen vor. Dies spiegelt sich auch in der Freiraumgestaltung wider, die individuell auf die Erschließungssituationen reagiert. An der Ecke Ackermannstraße findet der Entwurf für das Boardinghouse mit vorgelagerten, durchgehenden Wintergärten eine Architektursprache, die sowohl dem Schallschutz Rechnung trägt, als auch für zusätzliche Aufenthaltsqualität im Inneren sorgt. Gleichzeitig nimmt die Farbgestaltung der Fassade sehr subtil Bezug auf das olympische Erbe und erzeugt eine leichte spielerische Anmutung. Für die Baugebiete an der Petra-Kelly-Straße werden Baukörper mit Lochfassaden vorgeschlagen, die ihre Qualität durch eine unterschiedliche plastische Detailausbildung mit Klinkern erhalten. Damit wird stadträumlich der Eingang in das Quartier betont. Das differenzierte Freiraumkonzept macht sich völlig frei vom orthogonalen Zuschnitt der Gebäude. Frei verlaufende, zum Teil diagonale Wege mit häufigen Richtungswechseln erzeugen trapezförmige Freiflächenzuschnitte, die mit unterschiedlichen Nutzungen belegt sind.

Den Townhouses zugeordnet sind die Kinderspielflächen. Rasenrampen gehen in Rampen aus Fallschutzbelag über und lassen so unterschiedliche Spielmöglichkeiten zu. Allen Erdgeschosszonen sind private Freibereiche zugeordnet, die teils durch Hecken, teils durch Sitzmauern abgetrennt sind. Die Abstufung von privat zu Gemeinschaft ist gut dimensioniert.

Insgesamt setzt sich die Arbeit mit den verschiedenen städtebaulichen, freiräumlichen und funktionalen Anforderungen sehr kreativ auseinander und findet insbesondere an der Ecke Schwere-Reiter-Straße / Ackermannstraße einen überzeugenden gestalterischen und innovativen Höhepunkt, der die Architekturlandschaft der Stadt München bereichern kann.“

Preisgerichtssitzung

6. Juli 2012

Koordination

Böhm Glaab Sandler Mittertrainer

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München