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Paul-Gerhardt-Allee


Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb

1. Preis: Palais Mai Architekten, München, mit Lohrer.Hochrein Landschaftsarchitekten, München

2. Preis: 03 Architekten, München, mit Irene Burkhardt Landschaftsarchitektin, München

Anerkennungen

  • Blauwerk Architekten, Partnerschaft Kern & Repper, München, mit Grabner + Huber Landschaftsarchitekten, Freising
  • Von Ballmoos Krucker Architekten, Zürich, mit Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten, München
  • Prof. Dr. Franz Pesch, Architekt, Stuttgart, mit Marianne Mommsen, Landschaftsarchitektin, Berlin
  • Laux Architekten, München, mit Terra.nova Landschaftsarchitektur, München
  • Köstlbacher Miczka Architekten, Regensburg, mit Wamsler Rohloff Landschaftsarchitekten, Regensburg

Auslober: Aurelis Asset GmbH, vertreten durch Aurelis Real Estate Gmbh & Co. KG, Region Süd, Berdux Liegenschaften GmbH, BLV Objekt Pasing GmbH, Artec-A Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH & Co. KG, in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München

Details

Lage

Das 35 Hektar große Planungsgebiet liegt zwischen Paul-Gerhardt-Allee, Bärmannstraße und den beiden Bahntrassen in Pasing-Obermenzing, auf dem letzten Abschnitt der zentralen Bahnflächen, der noch nicht bebaut worden ist.

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Das derzeit bestehende Gewerbegebiet soll in ein Wohngebiet mit zugehöriger sozialer Infrastruktur und Einzelhandelsversorgung umgewandelt werden. Das umliegende Straßennetz, welches im Wesentlichen durch Wohngebiete führt, soll durch die Umwandlung von Gewerbe in Wohnen vom Schwerlastverkehr befreit werden. Hier sollen zirka 2.200 Wohnungen für etwa 5.000 Einwohner geschaffen werden. An der Paul-Gerhardt-Allee soll ein Quartierszentrum geschaffen werden, das als Treff- und Orientierungspunkt für das neue Quartier dienen soll. Die hier vorgesehenen Einkaufsmöglichkeiten sollen auch der Umgebung zugute kommen. Für die Erholung sind zirka fünf Hektar öffentliche Grünflächen vorgesehen, die innerhalb der Quartiere angeordnet werden. Ein umlaufender Fuß- und Radweg soll langfristig zum Pasinger Bahnhof weitergeführt werden. Entlang der Bahn sind naturschutzfachliche Ausgleichsflächen vorgesehen. Für die neuen Bewohner wird die soziale Infrastruktur im Planungsgebiet geschaffen. Schwerpunkt ist ein Standort für eine vierzügige Grundschule mit Dreifach-Sporthalle. Die Kindertagesstätten, Krippen und Kindergärten werden kleinteilig den Quartieren zugeordnet.

Würdigung des Preisgerichts

„Die Arbeit nimmt die Qualitäten des Ortes auf, indem sie die Geometrie des Gleisdreiecks in mehrfach gebrochene Wohnhöfe überträgt. Dabei entstehen spannungsvolle (…) Räume, die hohen Identifikationswert versprechen und spannende Aufenthaltsqualitäten ermöglichen.

Der notwendige Lärmschutz für die Freiflächen wird in Form von Aufschüttungen als landschaftliche Maßnahme hergestellt und als besonders positiver Beitrag gewertet. Durch das weite Abrücken von den Bahngleisen entstehen angenehme Freiräume vor den Wohnhäusern, die wiederum wohlproportionierte städtische Räume formen.

Der Stadtplatz an der Paul-Gerhardt-Allee, an den die Infrastruktureinrichtungen angelegt sind, schafft die Bindung an das Quartier westlich davon und liegt auch für das neue Quartier richtig. Ein weiterer Platz im Osten bildet das Pendant dazu. Kritikwürdig sind hier lediglich die Lage der Schulsportfläche im Innenhof, sowie die zu geringe Geschossfläche des Einzelhandels.

Der Typus des Wohnhofes, der sich explizit auf die Borstei bezieht, ermöglicht eine hohe Vielfalt an Wohnungstypen, vom zweiseitig belichteten Geschosswohnungsbau über präzise in der Bauflucht stehende Punkthäuser bis hin zu Stadthäusern, die allerdings sowohl bezüglich ihrer Lage, als auch ihrer Rigidität auf Kritik stoßen; dies wird aber hinsichtlich seiner Maßstäblichkeit kontrovers diskutiert. Die zu erwartende Qualität der Wohnhöfe lässt einerseits eine überraschende Großzügigkeit erwarten, andererseits sind die Freiflächen ausgesprochen gut zoniert.

Die Geschossfläche liegt über dem Durchschnitt, die Erschließung ist im Prinzip gelöst, obwohl sich teilweise lange Wege zu den straßenabgewandten Gebäuden ergeben. Insgesamt stellt der Entwurf einen sehr guten Beitrag zur gestellten Aufgabe dar. Er kann die Grundlage für ein unverwechselbares neues Quartier in München bilden.“

Preisgerichtssitzung

25. Mai 2013

Koordination

Walter Landherr, Architekt und Stadtplaner BDA

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München