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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Paul-Ottmann-Zentrum


Nichtoffener, einstufiger Planungswettbewerb

1. Preis

Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, München, mit Man Made Land Bohne Lundquist Mellier, Berlin

Weitere Preise

2. Preis
Auer und Weber Assoziierte GmbH, München, mit Grabner + Huber Landschaftsarchitekten Partnerschaft, Freising

3. Preis
GSP Architekten, München, mit Rainer Schmidt, Landschaftsarchitekten, München

4. Preis
Maier Neuberger Architekten GmbH, München, mit terra.nova, München

Ausloberin

SBI GmbH und Müller Beteiligung-Aubing GmbH & Co.KG in Abstimmung mit der Landeshauptstadt München

Details

Lage

Das Planungsgebiet liegt im Stadtbezirk 22 Aubing-Lochhausen an der Radolfzeller Straße.

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Das heutige Nahbereichszentrum "Paul-Ottmann-Zentrum" ist mit derzeit 42.305 Einwohnerinnen und Einwohnern (Statistisches Taschenbuch München, 2014) mit dem Bezirksteil Freiham der in der Einwohnerzahl am schnellsten wachsende Bezirk Münchens.

Für die im Umgriff befindlichen Siedlungsflächen wurde ein „Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept“ (ISEK) erstellt. Zudem ist das Gebiet als Sanierungsgebiet vom Stadtrat beschlossen. Ziel ist es, im Rahmen der weiteren Entwicklung von Neuaubing und Westkreuz die Nachhaltigkeit und Attraktivität dieses Stadtteils zu stärken.

Das „Paul-Ottmann-Zentrum“ wurde in den Jahren von 1967 bis 1969 errichtet und entspricht baulich und konzeptionell nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Die Zugänglichkeit ist nicht barrierefrei. Außerdem bestehen auf der Freifläche mit mangelnder Grünfläche funktionale und gestalterische Mängel. Die Läden werden aufgrund des von der Straße deutlich tiefgesetzten und verwinkelten Gebäudeensembles schlecht wahrgenommen. Ungeordnete und zu wenige Parkmöglichkeiten werden von Mietern, Kunden und Nachbarn beanstandet.

Die Eigentümer der Grundstücksflächen, zu denen auch die Stadtsparkasse München gehört, wollen dem Funktionsverlust des Nahbereichszentrums entgegenwirken und in zeitlich versetzten Bauabschnitten die Nahversorgung aufrecht erhalten und ausbauen.

Das Nahbereichszentrum ist im Kontext mit der angrenzenden Radolfzeller Straße zu konzipieren. Es soll sich als solches im Straßenraum möglichst durch einen vorgelagerten, öffentlichen Platz darstellen. Hierzu sind architektonisch ansprechende Gebäude und eine attraktive Platzgestaltung mit freiraumplanerischen Konzepten für die gesamten Freiflächen vorzusehen.

Es sollen Ersatzflächen für Gewerbe und Ladenmieter, Stadtbibliothek sowie Ärzte und daneben auch Wohnflächen entstehen.

Mit Tiefgaragen sollen ausreichend Parkmöglichkeiten geschaffen werden.

Die Neubebauung des Paul-Ottmann-Zentrums soll insgesamt auch eine Immissionsverbesserung erzielen. Teilflächen der Dächer sollen zu den Mietflächen als anrechenbare Freiflächenversorgung mit einer ansprechenden Begrünung geplant werden. Die Vorplätze zu den Einkaufsflächen sollen mit Grün- und Freiflächen freundlich und öffnend konzipiert werden, so dass ein großzügiger öffentlicher Quartiersplatz entsteht. 

Würdigung des Preisgerichts (Auszug)

„Das städtebauliche Konzept mit der Bildung einer stadträumlichen Kante zur Mainaustraße und zur Radolfzeller Straße ist überzeugend.

Die Dimension des zentralen Platzes ist der Situation angemessen; er bietet beste Chancen zur Bildung eines neuen und offenen Quartierszentrums, ohne zu weit zur lauten Straße hin geöffnet zu sein.

Der Entwurf spannt einen Bogen von der vorhandenen Wohnbebauung der 60er und 70er Jahre zu einer zeitgemäßen Lösung, die eine Identifikation mit dem Ort bietet.

Die Erschließung der Dächer durch Rampen und die Freiflächennutzung der Dachflächen stellen eine einmalige architektonische Lösung dar, die sich gut in den vorhandenen Städtebau einpasst und trotzdem einen frischen Akzent setzen kann. Allerdings kann es gestalterisch schwierig werden, den privaten und den öffentlichen Raum abzugrenzen, besonders für die private Wohnnutzung. Positiv gesehen wird auch, dass die Zugänge zu den öffentlichen Nutzungen (Supermarkt, Discounter, kleine Läden, Café, Bibliothek) gut sichtbar vom Platz aus erfolgen und ihn dadurch beleben. Problematisch gesehen wird die Lagerfläche an der Mainaustraße.

Auch an dieser Stelle sollte eine öffentlichkeitswirksame Nutzung situiert werden. Die funktionale Zuordnung von Discounter, Supermarkt und Gewerbe ist gut gelöst. Die kleinteiligen Ladenflächen sind gut situiert. Die Lage der Sparkasse zum Platz ist gut, doch könnte sie noch verbessert werden. Die Aufzugssituation beim Discounter ist nicht schlüssig. Die Fläche der Tiefgarage ist etwas kompliziert aufgeteilt und in ihrer Funktionalität so nicht befriedigend.

Die Wohnungen bieten mit ihrer Ausrichtung nach Süden einen optimalen Ausblick und eine gute Belichtung.“

Der Wettbewerb zeigt den Bewohnerinnen und Bewohnern, auf welchem Weg weiter gegangen werden kann.

Preisgerichtssitzung

24. März 2015

Koordination

kellerer und kellerer, München

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung
und Wohnungsbau

Blumenstraße 31
80331 München