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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Oberfläche des Thomas-Wimmer-Rings


Gestaltung der Oberfläche am Altstadtring

Eine neue Tiefgarage am Altstadtring soll das Fina-Parkhaus ersetzen. Für die Gestaltung der oberirdischen Zugänge, Zufahrten, Verkehrs- und Freiflächen sowie einer Fußwegunterführung wurde ein einstufiger Realisierungswettbewerb ausgelobt.

Sieben Teams nahmen an dem Einladungswettbewerb der Wöhr + Bauer GmbH teil. Zwei Preise wurden vergeben.

Realisierungswettbewerb

1. Preis

Stefanie Jühling Landschaftsarchitektin, München, mit Steidle Architekten, München

2. Preis

Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten mit Hild und K Architekten (beide München)

Details

Lage

Das Wettbewerbsgebiet liegt im Stadtbezirk Altstadt-Lehel direkt am östlichen Altstadtring.

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Die Wöhr + Bauer Projekt HTW GmbH & Co. KG errichtet am östlichen Rand der Münchner Altstadt, am Thomas-Wimmer-Ring (Altstadtring), eine mehrgeschossige öffentliche Parktiefgarage. Diese Garage wird das in der Nähe an der Hildegardstraße gelegene „Fina-Parkhaus“ ersetzen. Die Konzeption und Gestaltung des unter dem Altstadtring liegenden Garagenbauwerks selbst wurde im Rahmen des Vergabeverfahrens der Landeshauptstadt München verbindlich geklärt, in dem Wöhr + Bauer den Zuschlag nach europaweiter Ausschreibung erhielt. Aufgabe des Wettbewerbs ist es zum einen, in einem Realisierungsteil Vorschläge für die Gestaltung der oberirdischen Zufahrts- und Zugangsbauwerke und der öffentlichen Fußwegunterführung durch das erste Untergeschoss der Tiefgarage zu erarbeiten, zum anderen Konzepte zur Wiederherstellung beziehungsweise Anpassung der Frei- und Verkehrsflächen beiderseits der Fahrbahnen des Altstadtrings nach dem Bau der Tiefgarage und zur Anpassung an den Bestand im Umfeld zu erlangen. Die Wöhr + Bauer Projekt HTW sucht über diesen Wettbewerb Büros für die Realisierung dieser Anlagen in Kooperation mit dem Architekturbüro Hild und K, das den Zuschlagentwurf für die Tiefgarage erstellt hat. Darüber hinaus bietet sich mit der Realisierung des Tiefgaragenneubaus die einmalige Gelegenheit, ein freiraumplanerisches und stadträumliches Gestaltungskonzept für diesen Abschnitt des Altstadtrings zu gewinnen, das diesen Bereich aufwertet, die Aufenthaltsqualität und Grünausstattung verbessert und letztlich für die Anwohnerinnen und Anwohner einen wesentlichen Beitrag für eine gestärkte Wohnqualität leistet. In einem Ideenteil soll deshalb zusätzlich gezeigt werden, wie eine die gesamte Breite des Straßenraums übergreifende Freiraumgestaltung aussehen kann.

Der Wettbewerb wird als einstufiger Realisierungswettbewerb mit Ideenteil in Form eines Einladungswettbewerbs mit sieben Teilnehmerteams ausgelobt. Gegenstand des Wettbewerbs ist die Planung der Freiflächen beiderseits der Fahrbahnen des Altstadtrings, der Zu- und Ausfahrts- sowie Zu- und Ausgangsbauwerke (oberirdisch), sowie der Fußwegunterführung im Bereich der neuen Tiefgarage unter dem Thomas-Wimmer-Ring.

Empfehlung des Preisgerichts

Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, den mit dem ersten Preis ausgezeichneten Entwurf der weiteren Planung zugrunde zu legen.

Würdigung des Preisgerichts

"Mit einer zurückhaltenden Gestaltsprache wird der städtische Raum einprägsam besetzt. Ein einheitlicher Bodenbelag aus hellem Natursteinmaterial definiert wohltuend die platzartigen Gebäudevorzonen beiderseits der Straße. Dies unterstützt das angestrebte einheitliche Erscheinungsbild. Grünflächen an den Straßenrändern nehmen die Ein- und Ausfahrtsbauwerke selbstverständlich auf und schaffen eine gute Zonierung des öffentlichen Raumes bei gleichzeitig guter Auffindbarkeit der Zufahrten. Letztere erhalten eine einheitliche Gestaltsprache mit einem einprägsamen Erscheinungsbild. Dieses setzt sich auch in der Ausgestaltung der Aufzüge, Treppenabgänge und der statisch interessant gelösten Unterführung fort. Besonders hervorzuheben ist die Tageslichtführung in der Fußgängerunterführung.

Als subtiles Orientierungssystem unterstützt die Materialität der Architekturen die Auffindbarkeit im Stadtraum, auch als wohltuender Kontrast zur einfachen Grünausstattung. Die Anforderungen an den Lärmschutz werden voll erfüllt. Einzig die Stützenstellung der Ein- und Ausfahrtsbauwerke kann formal nicht vollständig überzeugen.

Ist der grundsätzliche Gestaltungsduktus der Arbeit gut nachvollziehbar, so werden die zu formale Baumstellung der Baumlinien und insbesondere der Baumblöcke kontrovers diskutiert. Grundsätzlich wird jedoch die räumliche Zonierung mittels Bäumen begrüßt. Unverständlich ist die Situierung eines weiteren Baumblocks im Bereich des wertvollen Baumbestandes. Die Ausformulierung eines Aufenthaltsbereiches an dieser Stelle wird jedoch begrüßt. Die Weiterführung des Themas Baumquadrat auf der westlichen Straßenseite bedarf einer Überprüfung.

Insgesamt eine behutsame Arbeit, der es gelingt, mit nur wenigen Mitteln einen selbstverständlichen und prägnanten Stadtraum zu formulieren, der sich gut in das Freiraumgefüge das Altstadtrings einpasst."

Preisgerichtssitzung

31. Januar 2014, Vorsitz: Prof. Christoph Valentien

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München

Fax:
089 233-24213