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Hochhäuser in München: Planung mit Tradition


Hochhaus an der Blumenstraße  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Das Technische Rathaus von 1929

Münchens erstes Hochhaus in der Blumenstraße

Münchens erstes Hochhaus wurde 1929 gebaut. Das damalige Technische Rathaus an der Blumenstraße mit einer Höhe von 45 Meter ist heute Sitz des Referats für Stadtplanung und Bauordnung.

Der Architekt Hermann Leitenstorfer wehrte sich gegen den Vorwurf ein "Hochhaus im amerikanischen Stil" gebaut zu haben. Er bezeichnete den "Turm" als Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Raumprogramm sowie der örtlichen Situation.

Bereits zu Beginn der 20er Jahre gab es erste Überlegungen zu Hochhäusern in München. Geplant war ein "Hochhausring" um die Altstadt mit fünf Hochhausstandorten unter anderem am Sendlinger Tor und am Viktualienmarkt. Der Stadtrat lehnte das Konzept ab, hielt es aber für erforderlich, Rahmenbedingungen für die Genehmigung späterer Bürohochhäuser festzulegen; zum Beispiel sollten Hochhäuser nur auf öffentlichem Grund und Boden zugelassen werden.

Erst in den Nachkriegsjahren wurden die ersten Hochhäuser in der Stadt sichtbar. Gebaut wurden vor allem Wohnhochhäuser in kleinen Gruppen: die Sternhochhäuser der Firma Siemens - die heute noch als beispielhaft gelten -, die Punkthochhäuser im Arabellapark und die Parkstadt Bogenhausen. In den 70er Jahren entstanden eine Reihe von einzelnen Wohnhochhäusern, gleichmäßig verteilt über alle Stadtteile, sowie die Großsiedlungen Neuperlach, Forstenried und das Olympische Dorf. Auch heute sind diese Wohnungen noch sehr gefragt.

Hochhaus BMW  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Das BMW-Hochhaus von 1972

Von den 1950er Jahren bis heute

Mitte der 1950er Jahre setzte, noch ohne Standortkonzept, der Bau von Bürohochhäusern ein. So entstanden zum Beispiel das Agfa-Hochhaus in Giesing und das Hotel Deutscher Kaiser am Hauptbahnhof.

Bis in die 80er Jahre orientierten sich die Gebäudehöhen am Maß der Frauenkirche mit knapp 100 Meter. Das 1972 fertiggestellte BMW-Hochhaus blieb mit 99 Meter noch unter dieser Grenze, 1981 überschritt das Hypo-Hochhaus das Maß zum ersten Mal mit 114 Meter.

Wie sehr häufig bei neuer Architektur wurden auch die Hochhäuser von kontroversen Diskussionen begleitet: Das Europäische Patentamt an der Isar, das Hertie-Hochhaus an der Münchner Freiheit, das Arabellahaus und auch das Hypo-Hochhaus wurden von den Münchnerinnen und Münchnern anfangs heftig kritisiert. Das Hypo-Hochhaus - lange auf jeder EC-Karte der Bank zu sehen und weltweit als beispielhafte Architektur anerkannt - wurde als "Blechkiste" beschimpft, die Fassade des Arabellahauses als "Haremsgitter".

Seit den 90er Jahren entstanden eine Vielzahl von neuen Hochhäusern. Sie alle befinden sich an wichtigen Verkehrsknotenpunkten in den neuen Quartieren von München: Die HighLight Munich Business Towers im Neubaugebiet der Parkstadt Schwabing, das Münchner Tor an der Stadteinfahrt der A9 München – Nürnberg, der Uptown München am Georg-Brauchle-Ring auf einer ehemaligen Brache sowie das Mercedes-Hochhaus und der Munich City Tower an der Donnersbergerbrücke im Entwicklungsgebiet Hauptbahnhof - Laim - Pasing.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26410