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Hochhäuser in München


Die Hochhausstudien

Für München sind bisher zwei Hochhausstudien erarbeitet worden. Sie definieren den Umgang mit dieser besonderen Bauform im Stadtgebiet: Hochhäuser gewährleisten den Erhalt schützenswerter Bereiche, erlauben aber gleichzeitig eine Weiterentwicklung der Stadt durch den Vorschlag geeigneter Standorte für den Bau höherer Gebäude.

Untersuchung Hochhausstandorte (Detlef Schreiber, 1977)

Die Studie weist als Ergebnis "Schutz- und Untersuchungsbereiche" aus. Schutzbereiche sind zum Beispiel die Altstadt, Dorfkerne, Hangkanten, der Übergang zu bestimmten Grünflächen und ganz allgemein Siedlungen oder Gebiete mit besonderem Charakter, in denen höhere Gebäude eine starke Veränderung der gewachsenen Baustruktur bedeuten würden. In den Untersuchungsbereichen ist eine höhere Bebauung nur nach einer genauen Prüfung zulässig.

Hochhäuser im Rahmen der Strukturverdichtung (Professor Ferdinand Stracke und Fortschreibung der Hochhausstudie, Detlef Schreiber, 1995)

Die Ergebnisse der ersten Untersuchung wurden 1995 konkretisiert und um aktuelle Aspekte ergänzt. Die neue Hochhausstudie besteht aus zwei sich ergänzenden Teilen:

Der erste Teil der Studie von Professor Ferdinand Stracke versteht Hochhäuser als eine Möglichkeit, städtische Bereiche flächensparend zu verdichten. In der Ergebniskarte gibt es zwei Arten von Flächen: Die einen als mögliche Standorte für Hochhäuser, die anderen als potenzielle Flächen für eine generelle Verdichtung über eine kompakte, dichtere Bebauung, die das Profil der Umgebung nicht beziehungsweise nur geringfügig überschreitet.

München kann nicht uneingeschränkt in die Breite wachsen, muss aber gewährleisten, dass für die Zukunft ausreichend Wohn- und Büroflächen zur Verfügung stehen. Die Anforderungen an die zukünftige Entwicklung der freien Flächen ergeben sich laut Studie aus den Rahmenbedingungen der Stadtteile, in denen diese Flächen liegen. Das heißt, ob und wo genau hier ein Hochhaus denkbar ist oder nicht, hängt wesentlich von örtlichen Faktoren wie Topographie, Erschließung, Grünvernetzung, bestehenden Nutzungen et cetera ab.

Der zweite Teil der Studie von Detlef Schreiber ergänzt die Strukturverdichtung um ein Höhenentwicklungskonzept für die Gesamtstadt unter stadtgestalterischen Gesichtspunkten. Neben vereinzelten Hochhäusern als Quartiers- oder Stadtzeichen wird für einige Stadtbereiche eine straßenbegleitende Anhebung der Traufhöhe vorgeschlagen. Die unterschiedlichen Stadträume erhalten so eine eigene Qualität, eine klare Gliederung und neue Sichtbeziehungen untereinander. Die Studie wurde am 9. April 1997 vom Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung als Grundlage zur Beurteilung von städtebaulichen Planungen und Einzelplanungen empfohlen.

Hochhausstudie von 1995

Hochhausstudie für die Landeshauptstadt München aus dem Jahr 1995 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Ergebniskarte von 1995 (in höherer Auflösung siehe unten)

Fortschreibung der Hochhausstudie für die Landeshauptstadt München, 1995 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Entwicklungsbereiche, Stand von 1995 (in höherer Auflösung siehe unten)

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

Blumenstraße 31
80331 München