Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Hochhäuser in München


Blick vom Olympiaberg  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Stadtbild

Mit Ausnahme der historischen Altstadt und der im 19. Jahrhundert angelegten Prachtstraßen hat München wie die meisten großen Städte kein einheitliches Stadtbild. Die Entwicklung und Gestaltung der Stadt ist ein dynamischer und demokratischer Prozess, der sich aus den Bedürfnissen Vieler zusammensetzt - deshalb hat auch München viele Gesichter.

Das eigentliche Bild von München, das es zu bewahren gilt, beruht auf Münchens Image: Eine Stadt mit starker Wirtschaftskraft, lebendiger Urbanität und hoher Lebensqualität. Dazu gehört sowohl das traditionelle wie auch das moderne München.

Höhenprofil und Wahrnehmung

Die Silhouette der Stadt steht im engen Zusammenhang mit der Topographie. München liegt auf einer leicht geneigten Ebene, die von Süden nach Norden ein Höhengefälle von rund 100 m aufweist. Der höchste Punkt ist der Olympiaberg mit einer Höhe von ca. 50 m. In Ost-West Richtung ist der Isarraum mit bis zu 20 m der tiefste Einschnitt. Wichtiger als die absolute Gebäudehöhe ist somit die Lage des Standorts. Durch Gebäudehöhen können Geländeprofile überhöht oder nivelliert werden. Das Maximilianeum oder das Hypo-Hochhaus treten aufgrund ihrer exponierten Lage auf dem Isarhochufer deutlicher in Erscheinung als ihre reine bauliche Höhe vermuten lässt.

Am Stadtrand ist die Bebauung im Durchschnitt 15 m hoch, das entspricht der Höhe eines mittelgroßen Baums. In der Innenstadt liegt die Durchschnittshöhe der Gebäude bei 30 m. Ausnahmen mit bis zu 50 Meter sind über das gesamten Stadtgebiet verteilt, überragt von zahlreichen Kirchtürmen.

Profilüberragende Gebäude wie Kirchen, Türme, Heizkraftwerke, Kamine und Hochhäuser können im Straßenraum bei entsprechend freiem Sichtvorfeld, aus Sichtachsen oder von erhöhten Standpunkten aus auch auf weite Distanz wahrgenommen werden. Dabei ist die Fernwirkung meist viel eindrucksvoller als die Nahwirkung. Das liegt an der perspektivischen Verzerrung, unserem Sehvermögen und in München häufig sogar am Wetter - dem Föhn.

Wirkung im Stadtraum

Hochhausprojekte werden nach folgenden Fragen beurteilt: Von wo und wie tritt das Hochhaus, wenn es realisiert ist, im Stadtbild in Erscheinung? Verdeckt es von einem bedeutsamen Standpunkt aus historisch wertvolle Bauten? Wie fügt sich die geplante Höhe in die Silhouette der Stadt ein?

Untersucht wird:

  • die Fernwirkung
  • die Nahwirkung innerhalb des Quartiers
  • die Wirkung von verschiedenen Hochpunkten aus z.B. vom Monopteros im Englischen Garten oder vom Olympiaberg aus betrachtet
  • die Wirkung von verschiedenen Aussichtspunkten der Stadt wie z.B. dem Alten Peter oder dem Maximilianeum und
  • der Blick aus verschiedenen Sichtachsen und den wichtigsten Stadteinfahrten in die Stadt hinein.

Das geplante Projekt wird zum Beispiel im 3D-Stadtmodell simuliert und anschließend in die reale Umgebung mit Hilfe eines Fotos eingefügt. So entsteht ein realitätsnahes Abbild, bei dem alle Faktoren wie Sonnenstand, Reflektion, Begrünung etc. berücksichtigt werden können. Die Untersuchung wird oft durch ein Wind- und Verschattungsgutachten ergänzt.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 4 Räumliche Entwicklungsplanung, Flächennutzungsplanung

Blumenstraße 31
80331 München