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Prognose der Privathaushalte von 2014 bis 2030


Haus in den Nymphenburger Höfen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Weiterer Anstieg erwartet

Die Zahl der Privathaushalte ist in den vergangenen Jahren in München deutlich angestiegen. Neben dem starken Bevölkerungswachstum hat auch der höhere Anteil an Einpersonenhaushalten dazu beigetragen. Bis 2030 wird ein weiterer Anstieg um rund 115.000 Privathaushalte erwartet.

Die Haushaltsvorberechnung der Landeshauptstadt München für die Jahre 2014 bis 2030 gibt Aufschluss darüber, wie sich die Zahl, Zusammensetzung und Größe der Privathaushalte in den vergangenen Jahren verändert hat und wirft auch einen Blick auf die künftig zu erwartende Entwicklung. Sie dient neben den Bevölkerungsprognosen und Instrumenten der Wohnungsmarktbeobachtung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung als ergänzende planerische Grundlage. Die komplette Broschüre kann unten auf dieser Seite heruntergeladen werden. Die Untersuchung basiert auf Daten des Statistischen Amtes zu Privathaushalten und den Ergebnissen der aktuellen Bevölkerungsprognose für die Landeshauptstadt.

Privathaushalte 2014

Die Zahl der Privathaushalte ist in München seit dem Jahr 2000 von damals rund 750.500 Haushalten auf rund 827.500 Haushalte Ende 2014 gestiegen. In mehr als der Hälfte der Münchner Privathaushalte (55,2 Prozent) lebte dabei 2014 nur eine Person. Die Zweipersonenhaushalte stellten mit 25,1 Prozent rund ein Viertel der Privathaushalte. Nur in rund jedem fünften Haushalt lebten mehr als zwei Personen. Der Anteil von Haushalten mit drei Personen lag 2014 bei 9,9 Prozent, die Vierpersonenhaushalte machten 7 Prozent aus und nur in 2,8 Prozent der Haushalte lebten fünf und mehr Personen. Die durchschnittliche Haushaltsgröße lag bei 1,78 Personen je Haushalt.

Prognose bis 2030

Bis zum Jahr 2030 ist auf Basis der vorliegenden Daten sowie der letzten Bevölkerungsprognose für München von einer Zunahme um mehr als 115.000 Haushalte auszugehen. Mit einer Steigerung um rund 73.000 Haushalte wird es sich bei nahezu zwei Dritteln voraussichtlich um Einpersonenhaushalte handeln. Weitere 18 Prozent oder rund 20.700 Haushalte entfallen auf Zweipersonenhaushalte und knapp 7 Prozent (8.000 Haushalte) auf Dreipersonenhaushalte. Für die größeren Haushalte ab vier Personen wird eine Zunahme um rund 13.000 Haushalte prognostiziert, was einem Anteil von 11,3 Prozent am gesamten Zuwachs entspricht.

Für die Altersgruppe der ab 80-Jährigen ist sowohl bei den Einpersonenhaushalten als auch bei den Zweipersonenhaushalten jeweils ein Zuwachs um rund 12.000 Wohnberechtigte zu erwarten. Diese Entwicklung wird im Wohnungsbau ebenso zu berücksichtigen sein wie ein voraussichtlich zusätzlicher Bedarf an familiengerechtem Wohnraum. Denn im Vergleich zu 2014 wird es 2030 rund 13.000 Haushalte mehr geben, in denen mindestens vier Personen leben. In diesen größeren Haushalten werden dann rund 23.600 Kinder und Jugendliche mehr leben als 2014.

Deutschlandweite und München-spezifische Entwicklungen

Die Tendenz zu kleineren Haushalten gibt es in ganz Deutschland. Die Ursachen sind vielfältig und haben mit gesellschaftlichen und demografischen Veränderungen zu tun, beispielsweise hinsichtlich Heiratsverhalten, Familiengründung und Lebenserwartung.

Für München ist jedoch zusätzlich ein Anstieg der größeren Haushalte mit mindestens vier Personen zu beobachten. Dies ist vor allem auf das anhaltende Bevölkerungswachstum der Landeshauptstadt und ihre im deutschlandweiten Vergleich relativ junge Bevölkerung zurückzuführen.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Bereich Bevölkerung, Wohnungsmarkt, Stadtökonomie

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26683