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Demografiebericht München, Teil 2


Auf den Isartreppen sitzende Menschen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2015 bis 2035 für die Stadtbezirke

Die Bevölkerungsentwicklung wird in den einzelnen Münchner Stadtbezirken bis 2035 sehr unterschiedlich ausfallen. Einwohnerzuwächse sind überall zu erwarten, diese fallen aber von Bezirk zu Bezirk verschieden stark aus:

Vor allem die Bezirke am Stadtrand und mit starker Neubautätigkeit werden hohe Einwohnergewinne zu verzeichnen haben, während die Innenstadtbezirke eher unterdurchschnittlich wachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die kleinräumige Bevölkerungsprognose, die am 21. Juni 2017 im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung vorgestellt wurde.

Der größte Einwohnerzuwachs ist für Aubing-Lochhausen-Langwied zu erwarten, wo mit Freiham ein ganz neuer Stadtteil entsteht. Die Bevölkerung wird sich dort mit einer Zunahme um rund 90 Prozent beziehungsweise fast 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bis 2035 nahezu verdoppeln. Mit einem Plus von rund 44 Prozent (über 34.000 neue Einwohnerinnen und Einwohner) folgt Schwabing-Freimann. Viele Zuzüge sind hier vor allem im Zuge der Bebauung des Areals der Bayern- und Funkkaserne zu erwarten.

Deutlich geringere Wachstumsraten mit unter zehn Prozent Zuwachs weisen im Vergleich die Innenstadtbezirke Altstadt-Lehel, Schwabing-West, Maxvorstadt und Schwanthalerhöhe sowie die Bezirke Untergiesing-Harlaching und Obergiesing-Fasangarten am südlichen Stadtrand auf.

Zentrale Lagen und Gebiete nahe der Universitäten können vor allem durch die Zuwanderung junger Erwachsener nach München ein Bevölkerungswachstum verzeichnen. Gleichzeitig sind dies jedoch jene Stadtbezirke, die durch Wegzüge innerhalb des Stadtgebietes hohe Verluste tragen. Diese Wanderungsdynamik trägt dazu bei, dass per Saldo in den Innenstadtgebieten insgesamt häufig geringere Wanderungsgewinne verbleiben als am Stadtrand. In den Stadtrandbezirken haben Zuzüge aus dem Stadtgebiet dagegen eine größere Bedeutung, hier findet das Bevölkerungswachstum häufig durch Umzüge statt. Überdies können derzeit alle Bezirke von einem natürlichen Bevölkerungswachstum durch mehr Geburten als Sterbefälle profitieren.

Hintergrund der Studie

Die kleinräumige Bevölkerungsprognose stellt eine Vorausberechnung unter bestimmten Annahmen dar und zeigt die derzeit wahrscheinlichste demografische Entwicklung für die einzelnen Bezirke. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung erarbeitet kleinräumige Bevölkerungsprognosen als Grundlage für Planungen im Infrastrukturbereich, etwa wenn es um die Versorgung mit Grundschulen, Kindergärten und Krippen oder den öffentlichen Nahverkehr geht. Die Basiszahlen umfassen dabei alle Wohnberechtigten (Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz), wie sie im Melderegister enthalten sind. Die kleinräumige Bevölkerungsprognose baut auf den Ergebnissen der Planungsprognose auf, die im Demografiebericht München – Teil 1 Anfang Mai 2017 vorgestellt wurde.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Bereich Bevölkerung, Wohnungsmarkt, Stadtökonomie

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26683