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Wanderungsmotivuntersuchung


Familie beim Umzug  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Warum Menschen nach München ziehen oder abwandern

Die Zahl der in München lebenden Menschen wird in erster Linie durch Zu- und Abwanderung bestimmt. Die Motive, die die Menschen zu einem Umzug bewegen, sind eine wichtige Grundlage für die Stadtentwicklungsplanung.

Die Region München wächst unaufhaltsam, ihre wirtschaftliche Entwicklung ist stabil. Kehrseiten der Medaille sind der steigende Wohnungsbedarf, die hohen Lebenshaltungskosten und der zunehmende Verkehr. Um stadtentwicklungsplanerische Gegenmaßnahmen und Konzepte zu entwickeln, müssen die Wanderungsprozesse bekannt sein und analysiert werden. Deshalb hat die Landeshauptstadt München zuletzt 2010 eine Wanderungsmotivuntersuchung erstellt.

Die Analyse

Für die jüngste Wanderungsmotivuntersuchung wurden im Frühjahr 2010 knapp 5000 Haushalte befragt, die aus München fort oder neu in die Landeshauptstadt zogen. Sie erklärten die Gründe für ihre Wohnortwahl und beantworteten Fragen zu ihrer früheren und aktuellen Lebenssituation.

Von 1970 bis 2000 ist die Bevölkerung Münchens weitgehend konstant geblieben. Seit 2003 hat sie jedoch um 115.000 Personen zugenommen. Jedes Jahr ziehen etwa 110.000 Menschen zu, während 200.000 innerhalb der Stadt den Wohnsitz wechseln oder ganz aus München wegziehen.

Motive für den Zuzug

Die meisten Personen kommen wegen des hervorragenden Angebots an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in die Landeshauptstadt. Für jeweils knapp 30 Prozent der befragten Haushalte waren die Erreichbarkeit im öffentlichen Nahverkehr und die Münchner Lebensart wichtige Gründe für den Zuzug. Die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und das breite Kulturangebot überzeugten erwartungsgemäß eher Singles und Mehrpersonen-Haushalte, die den Großteil der neu Zugezogenen ausmachen. Ältere Menschen gaben als Beweggrund häufig die Gesundheitsvorsorge oder die Nähe zur Verwandtschaft an. Zwei Drittel der neu Zugezogenen stammten aus dem Ausland oder weiter entfernten Gegenden Deutschlands, ein Drittel aus Südbayern. Das Gros war 18 bis 30 Jahre alt.

Motive für die Abwanderung

Anders sieht es bei den abwandernden Menschen aus: Bei ihnen bewegt sich das Altersspektrum zwischen 31 und 64 Jahre. Die meisten von ihnen wechseln innerhalb Südbayerns lediglich den Wohnort und arbeiten weiterhin in München. Häufig genannte Gründe für den Fortzug sind die Absicht, den eigenen Haushalt zu vergrößern, oder der Wunsch, mehr im Grünen zu leben. Wie die Befragung ergab, zog ein Drittel der Haushalte erst dann fort, nachdem in München keine passende Wohnung zu finden war. Die Menschen wissen die Vorteile der Großstadt im Alltag zu würdigen.

Rahmenbedingungen

Bei der Analyse von Zu- und Abwanderungsprozessen müssen auch allgemeine Rahmenbedingungen in Betracht gezogen werden: Der demografische Wandel verändert mittelfristig die Bevölkerungsstruktur. Die Förderpolitik im Bereich des Wohnungswesens hat sich in den vergangenen zehn Jahren grundlegend geändert, ebenso die Rechtslage im Mietrecht. Der Arbeitsmarkt stellt hohe Anforderungen an Flexibilität und Mobilität. Hinzu kommen Flächenknappheit und steigende Kosten für Energie.

Folgen für die Stadtentwicklung

Das Wissen um die Motive und Bedürfnisse der Haushalte fließt in die Handlungskonzepte "Wohnen in München" und "Langfristige Siedlungsentwicklung" ein, die stetig weiterentwickelt werden.

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Weitergehende und vertiefende Berichte zu den Themenfeldern Demografie und räumliche Veränderungen, Wanderungsmotive, Wohnungssuche, Mieten und Wohnflächen, Mobilität, Lebensumstände und Zufriedenheit liegen als Arbeitspapiere vor. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an folgende Kontaktadresse:

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Bereich Bevölkerung, Wohnungsmarkt, Stadtökonomie

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26683