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Wohnungsmarktbeobachtung


Instrumente

Die Beobachtung des Wohnungsmarktes ist eine wichtige Grundlage für die Aufgaben des Referats für Stadtplanung und Bauordnung. Dafür stehen mehrere Instrumente bereit, die regelmäßig fortgeschrieben werden: der Bericht zur Wohnungssituation, das Wohnungsmarktbarometer, Expertenbefragungen und die Wanderungsmotivuntersuchung.

Die Erkenntnisse zur Entwicklung des Münchner Wohnungsmarktes ermöglichen es, Handlungsempfehlungen für die Kommunalpolitik abzuleiten. Sie sind schon immer in die Argumentation Münchens und des Deutschen Städtetags eingeflossen, wenn es darum ging, Bund und Freistaat zu gesetzlichen Regelungen und Fördermöglichkeiten zu bewegen, mit denen bezahlbarer Wohnraum geschaffen oder gesichert werden kann. Dieses Ziel verfolgt die Landeshauptstadt München bereits seit Jahrzehnten mit höchstem Engagement: Sie hat die finanziellen Mittel für den geförderten Wohnungsbau immer wieder erhöht, zuletzt mit dem wohnungspolitischen Handlungsprogramm "Wohnen in München V". Außerdem wurden Instrumente für bezahlbaren Wohnraum eingeführt, wie die Sozialgerechte Bodennutzung (SoBoN) oder der Konzeptionelle Mietwohnungsbau (KMB). Mit der SoBoN wurde von 1994 bis 2012 Baurecht für 9.320 geförderte Wohnungen geschaffen, der KMB verhindert preistreibende Bieterwettbewerbe bei der Vergabe städtischer Grundstücke.

Wohnungen im Olympischen Dorf  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Bericht zur Wohnungssituation

Der Bericht zur Wohnungssituation in München erscheint alle zwei Jahre. Er enthält Informationen zur Entwicklung von Angebot und Nachfrage auf dem Münchner Wohnungsmarkt.

Vertieft werden die Themen Immobilienpreise, Mieten, Sozialer Wohnungsneubau und Sozialwohnungsbestand. Ferner enthält der Bericht Statistiken aus dem Bereich der Wohnungsbauförderung sowie des Wohnungs- und Flüchtlingsamtes.

Bericht zur Wohnungssituation 2015

Im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung vom 27. April 2016 sind die Kenndaten des Berichts zur Wohnungssituation München für das Jahr 2015 bekanntgegeben worden. Auch das Berichtsjahr 2015 war von Bevölkerungs- und Beschäftigungswachstum geprägt. Die Bevölkerungsprognose des Referates für Stadtplanung und Bauordnung geht weiterhin von einem deutlichen Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2030 aus. Die Anspannung am Wohnungsmarkt wird aller Voraussicht nach nicht abnehmen und der Bedarf an neuem Wohnraum bleibt auf sehr hohem Niveau bestehen. Aus diesem Grund betreibt die Landeshauptstadt München mit dem wohnungspolitischen Handlungsprogramm „Wohnen in München“ mehr als jede andere deutsche Stadt eine aktive Wohnungspolitik, insbesondere im Bereich geförderter Wohnungen.

Im Berichtsjahr 2015 wurde die Zielzahl zum neu zu schaffenden Baurecht von 3.500 Wohneinheiten (WE) mit einer Baurechtsschaffung für 7.923 Wohneinheiten durch große Bebauungsplan-Vorhaben wie in Freiham um mehr als das Doppelte übertroffen. Die Zielzahl für fertiggestellte Wohneinheiten (7.000 WE) konnte fast erreicht werden (6.595 WE). Erfreulich ist weiterhin, dass auch die Zielzahl für geförderte Wohnungen (1.800 WE) mit 1.785 WE fast punktgenau erreicht wurde.

Die Zahl der erteilten Baugenehmigungen von 8.445 WE ist zum Vorjahr (8.563 WE) nahezu konstant geblieben. Mit all diesen Maßnahmen konnte der Wohnungsmarkt quantitativ entlastet werden. Es ist dennoch weiterhin hohes Engagement im Wohnungsbau erforderlich, um eine stetige Verbesserung der Wohnungssituation in München herbeizuführen.

Wohnungsmarktbarometer

Seit 1995 wertet das Referat für Stadtplanung und Bauordnung die Mietannoncen der Süddeutschen Zeitung jedes Jahr im zweiten Quartal aus.

Obwohl Mietangebote tendenziell eher den oberen Rand des Mietengeschehens wiedergeben, können sie in der Zeitreihe doch als aussagekräftige Frühindikatoren für die Wohnungsmarktentwicklung in München gelten. In die Analyse einbezogen werden Wohnungen ab 20 Quadratmeter Größe in sämtlichen Lagen.

Wohnungsmarktdaten

Seit 2011 gibt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung jährlich alle wohnungsmarktrelevanten Daten komprimiert in einem Faltblatt heraus.

Darin erscheinen unter anderem aktuelle Zahlen zum Wohnungsbestand, zum geförderten Wohnungsbau, zur Baurechtsschaffung, -genehmigung und -fertigstellung sowie die Immobilien- und Mietpreise und eine kurze Einschätzung zur Entwicklung des Wohnungsmarktes.

Expertenbefragung zum Wohnungsmarkt

Alle zwei Jahre befragt die Landeshauptstadt München (seit 2003 das Referat für Stadtplanung und Bauordnung) Expertinnen und Experten, wie sie die Situation und die Entwicklungstendenzen auf dem Wohnungsmarkt in München und dem Umland einschätzen.

Zu den Befragten gehören Wohnungsunternehmen, Bauträger, Banken, Genossenschaften, Verbände sowie Marktforschungsunternehmen und der Gutachterausschuss. Der Bericht enthält die Befragungsergebnisse und Diskussionsbeiträge aus einem Round-Table-Gespräch mit der Stadtbaurätin.

Wanderungsmotivuntersuchung

Die Zahl der in München lebenden Menschen wird in erster Linie durch Zu- und Abwanderung bestimmt: Jedes Jahr ziehen etwa 110.000 Menschen zu, während 200.000 innerhalb der Stadt ihren Wohnsitz wechseln oder ganz aus München wegziehen.

Die Motive, die diese Menschen zu einem Umzug bewegen, sind eine wichtige Grundlage für die Stadtentwicklungsplanung und wurden zuletzt im Jahr 2010 in der Wanderungsmotivuntersuchung detailliert untersucht.

Kontakt

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Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Bereich Bevölkerung, Wohnungsmarkt, Stadtökonomie

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26683