Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Wohnungsbaupolitik


Wohnen in München VI

Ausreichend bezahlbare Wohnungen zu schaffen und zu sichern, ist die zentrale Herausforderung der Münchner Stadtentwicklungspolitik. Ein eminent wichtiger Beitrag dazu ist das wohnungspolitische Handlungsprogramm „Wohnen in München“, mit dem die Zielvorgaben und Förderprogramme der Münchner Wohnungspolitik weiterentwickelt werden.

Seit mehr als 25 Jahren wird dieses wohnungspolitische Handlungsprogramm im regelmäßigen Turnus fortgeschrieben. Das neue Programm „Wohnen in München VI“ (2017 – 2021) wurde am 15. November 2016 in der Vollversammlung des Stadtrats beschlossen.

„Wohnen in München VI“ setzt Ziele für den Neubau von geförderten Mietwohnungen für bestimmte Zielgruppen innerhalb festgelegter Einkommensgrenzen. Aufgrund der besonderen Situation auf dem Wohnungsmarkt unterstützt die Stadt Wohnungssuchende mit geringem Einkommen mit dem Konzeptionellen Mietwohnungsbau (KMB), aber auch mit dem Bau von preisgedämpften, freifinanzierten Mietwohnungen für Haushalte, deren Einkommen oberhalb der Einkommensgrenzen der Wohnraumförderprogramme liegen. Staatliche und städtische Förderprogramme sowie der KMB tragen zur sogenannten „Münchner Mischung“ bei, das heißt zu einem vielfältigen Wohnungsangebot für breite Einkommensgruppen. Darüber hinaus liegt der Fokus auf der Entwicklung von Förderkonzepten im Bestand zur Sicherung von Belegungsrechten sowie zur Aktivierung von Flächenpotenzialen im Bestand.

Das neue wohnungspolitische Handlungsprogramm „Wohnen in München VI“ (2017-2021) zielt auf folgende Schwerpunkte:

  1. Erhöhung der Einkommensgrenzen im München Modell, damit weiterhin 50 bis 60 Prozent der Münchner Haushalte förderfähig bleiben
  2. Gezielte Förderung zielgruppenspezifischer Wohnprojekte für den Erhalt der Münchner Mischung.
  3. Erhöhung der Zielzahl für die Baurechtschaffung auf 4.500 Wohneinheiten pro Jahr. Zusammen mit der Bautätigkeit in Bestandsgebieten nach § 34 BauGB sollen so mittelfristig insgesamt 8.500 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt werden.
  4. Kontinuierliche Umsetzung der Strategien zur Langfristigen Siedlungsentwicklung (LaSie): Bis 2030 sollen möglichst viele Flächen für den Wohnungsbau mit den Instrumenten Nachverdichtung, Umstrukturierung und Neuentwicklung aktiviert werden.
  5. Der Konzeptionelle Mietwohnungsbau (KMB) wird dauerhaft eingeführt und soll eine noch stärkere Zielgruppenorientierung aufweisen.
  6. Konzeptausschreibungen bei der Vergabe städtischer Grundstücke sollen weiterentwickelt werden. Die Vergabe von KMB-Flächen erfolgt im Erbbaurecht und dient damit der langfristigen Sicherung städtischer Flächen.
  7. Erhöhung der Zielzahl im geförderten und preisgedämpften (KMB) Wohnungsbau von vormals 1.800 Wohneinheiten ) „Wohnen in München V“) auf nun 2.000 Wohneinheiten pro Jahr. Der Fokus der kommunalen Förderung liegt ausschließlich auf dem Mietwohnungsbau für die unteren und mittleren Einkommensgruppen.
  8. Die städtischen Programme im geförderten Wohnungsbau werden vereinfacht: Zukünftig gibt es nur noch den Münchner Wohnungsbau und das München Modell.
  9. Neue Förderbausteine im geförderten Wohnungsbau sollen mehr Kostentransparenz schaffen: Ist die Wirtschaftlichkeit von Projekten im geförderten Wohnungsbau zum Beispiel für Lärmschutzmaßnahmen oder Dachgärten gefährdet, können hierfür gesonderte Förderungen aktiviert werden.
  10.  Energetische Standards der Stadt im Neubau werden beibehalten. Diese liegen oberhalb der gesetzlichen Standards.
  11. Ausbau der energetischen Bestandssanierung. Für den Erhalt bezahlbaren Wohnraums (inklusive bezahlbarer Heizkosten) und die Erreichung der Münchner Klimaschutzziele kommt der Sanierung des Wohnungsbestands eine entscheidende Rolle zu.
  12. Volle Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten zur Bestandssicherung. Dazu gehören der Erlass von Erhaltungssatzungen, die Umsetzung und Kontrolle der Zweckentfremdungssatzung und der Mietspiegel.
Haus in der Parkstadt Schwabing  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Wohnen in München V

Mit dem Beschluss des Stadtrats vom 1. Februar 2012 zum wohnungspolitischen Handlungsprogramm 2012 bis 2016 "Wohnen in München V" wurde das umfangreichste kommunale Wohnungsbauförderprogramm in Deutschland aktualisiert und fortgeschrieben.

Das wohnungspolitische Handlungsprogramm „Wohnen in München V“ ist eine Fortführung der Handlungsprogramme Wohnen in München I bis IV. Es bündelt die vielfältigen erfolgreichen Aktivitäten im Bereich der kommunalen Wohnungspolitik, die das Referat für Stadtplanung und Bauordnung auch in den kommenden Jahren kontinuierlich weiterentwickeln will. Mit der Erhöhung des Fördermittelrahmens von 625 auf 800 Millionen Euro im Programmzeitraum 2012 bis 2016 wird ein deutliches Zeichen dafür gesetzt, dass die Schaffung und Sicherung von Wohnraum in München Priorität hat.

Wohnen in München V – Bericht zur Wohnungssituation 2015

Im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung vom 27. April 2016 sind die Kenndaten des Berichts zur Wohnungssituation München für das Jahr 2015 bekanntgegeben worden. Auch das Berichtsjahr 2015 war von Bevölkerungs- und Beschäftigungswachstum geprägt. Die Bevölkerungsprognose des Referates für Stadtplanung und Bauordnung geht weiterhin von einem deutlichen Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2030 aus. Die Anspannung am Wohnungsmarkt wird aller Voraussicht nach nicht abnehmen und der Bedarf an neuem Wohnraum bleibt auf sehr hohem Niveau bestehen. Aus diesem Grund betreibt die Landeshauptstadt München mit dem wohnungspolitischen Handlungsprogramm „Wohnen in München V“ mehr als jede andere deutsche Stadt eine aktive Wohnungspolitik, insbesondere im Bereich geförderter Wohnungen.

Im Berichtsjahr 2015 wurde die Zielzahl zum neu zu schaffenden Baurecht von 3.500 Wohneinheiten (WE) mit einer Baurechtsschaffung für 7.923 Wohneinheiten durch große Bebauungsplan-Vorhaben wie in Freiham um mehr als das Doppelte übertroffen. Die Zielzahl für fertiggestellte Wohneinheiten (7.000 WE) konnte fast erreicht werden (6.595 WE). Erfreulich ist weiterhin, dass auch die Zielzahl für geförderte Wohnungen (1.800 WE) mit 1.785 WE fast punktgenau erreicht wurde.

Die Zahl der erteilten Baugenehmigungen von 8.445 WE ist zum Vorjahr (8.563 WE) nahezu konstant geblieben. Mit all diesen Maßnahmen konnte der Wohnungsmarkt quantitativ entlastet werden. Es ist dennoch weiterhin hohes Engagement im Wohnungsbau erforderlich, um eine stetige Verbesserung der Wohnungssituation in München herbeizuführen.

Kontakt

Karte vergrößern
Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Bereich Bevölkerung, Wohnungsmarkt, Stadtökonomie

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26683