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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Verkehrskonzept Raum München Nord


Pilotprojekte sollen Entlastung bringen

Der Münchner Norden und die benachbarten Landkreise sollen durch mehrere Pilotprojekte vom Verkehr entlastet werden. Sie sind Teil des „Verkehrskonzepts Raum München Nord“, auf das sich mehr als 30 Kommunen aus Stadt und Landkreis München sowie aus den Landkreisen Freising und Dachau im Herbst 2019 verständigt haben.

Das ist geplant

  • Verlängerung des geplanten Radschnellwegs im Münchner Norden bis in die Große Kreisstadt Freising
  • Schnellbusse auf den Autobahnen A8 und A9. Dabei sollen auch Vorrangspuren auf den Seitenstreifen und autobahnnahe Haltestellen geprüft werden.
  • Regionales Parkraummanagement über die Stadtgrenzen München hinaus
  • Intermodaler Verkehrshub an der S-Bahn-Endhaltestelle Petershausen
  • Busverdichtung in Altomünster
  • ÖPNV-Tangentiale zwischen Pfaffenhofen an der Glonn und Freising
  • Busbevorrechtigung auf der B 471 zwischen Dachau und Ismaning
  • Taktverdichtung der Buslinie 172 zwischen Dachau und Feldmoching

Die Pilotprojekte haben exemplarischen Charakter und sollen schnell umgesetzt werden.

Weitere Forderungen

Bei einem Workshop im September 2019 in Karlsfeld haben die Akteure außerdem die Notwendigkeit unterstrichen, bei wichtigen Schienenprojekten, deren Trägerschaft nicht allein in kommunaler Hand liegt, auf eine schnelle Umsetzung zu drängen. Sie halten unter anderem die Ertüchtigung des DB-Nordrings für den Schienenpersonennahverkehr, den Ausbau der Kapazitäten von S-Bahn und Regionalverkehr sowie die Erhöhung der Zuverlässigkeit der S-Bahn für maßgeblich, um eine verkehrliche Entlastung zu erreichen.

Bei der Abschlussveranstaltung am 16. Oktober 2019 in Unterföhring unterzeichneten die Kommunen eine Erklärung für ein gemeinsames Zielkonzept für die Verkehrs-, Siedlungs- und Landschaftsentwicklung im Jahr 2030. Sie verpflichteten sich, dass sie die Herausforderungen zusammen angehen und die Pilotprojekte kurzfristig in interkommunaler Zusammenarbeit umsetzen wollen.

Hintergrund

Im Jahr 2015 hatten sich die beteiligten Kommunen in der „Dachauer Erklärung“ darauf verständigt, Lösungen zur Bewältigung der großen verkehrlichen Herausforderungen zu erarbeiten und gemeinsam mit einem Gutachterteam ein Verkehrskonzept zu entwickeln. Mehrere Workshops fanden seitdem statt. Ein wichtiges Ziel ist es, den Pendlerinnen und Pendlern attraktive Alternativen zum eigenen Auto zu bieten, um den Autoverkehr schon vor der Haustür abzufangen.

Ausblick

Für die Zukunft soll das gemeinsame interkommunale Handeln der Landkreise Freising, München, Dachau mit der Landeshauptstadt München weiter verstetigt werden. Hierzu wird mit dem Planungsverband München ein Vorschlag erarbeitet.