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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Konzepte


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© SWM Stadtwerke München GmbH / LHM

Integriertes Handlungsprogramm Klimaschutz in München

Mit einem Grundsatzbeschluss hat der Münchner Stadtrat die Verwaltung Ende 2008 mit der Entwicklung eines referatsübergreifenden Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München (IHKM) beauftragt. Das IHKM basiert auf der fachlichen Leitlinie Ökologie – Klimawandel und Klimaschutz der Perspektive München.

Das IHKM unter Federführung des Referats für Gesundheit und Umwelt dient der Stadtverwaltung zur Umsetzung der Klimaschutzziele. Seit 2010 werden die Klimaschutzmaßnahmen in Klimaschutzprogrammen zusammengefasst und regelmäßig fortgeschrieben.

Die Einzelmaßnahmen der Klimaschutzprogramme werden in acht thematischen Arbeitsgruppen entwickelt. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung leitet folgende Arbeitsgruppen:

  • Wohngebäudesanierung und Neubau
  • Mobilität und Verkehr
  • Energiekonzepte, Solarenergiepotentiale, energetische Szenarien
  • Freiräumliche Strategien und Aktivierung von Kohlendioxid-Senken

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung trägt durch die Steuerung und Mitwirkung in den Arbeitsgruppen und mit einer Vielzahl von Klimaschutzmaßnahmen maßgeblich zur Erreichung der Münchner Klimaschutzziele bei.

Klimaschutzmanager und -managerinnen im Referat für Stadtplanung und Bauordnung

Zur Umsetzung der Klimaschutzprogramme haben 2013 insgesamt elf städtische Klimaschutzmanagerinnen und -manager ihre Arbeit aufgenommen. Ihre Aufgabe besteht darin, die Klimaschutzmaßnahmen zu koordinieren, umzusetzen und weiterzuentwickeln sowie die Landeshauptstadt mit externen Institutionen, Universitäten, Vereinen und mit anderen Kommunen zu vernetzen.

Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit weiteren Klimaschutzmanagerinnen und -manager in der Europäischen Metropolregion München durch Netzwerktreffen der Energie- und Klimaschutzbeauftragten.

Im Referat für Stadtplanung und Bauordnung arbeiten drei der insgesamt elf Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager der Landeshauptstadt in den Hauptabteilungen Stadtentwicklungsplanung, Stadtsanierung und Wohnungsbau sowie in der Stadtplanung (hier in der Abteilung Grünplanung).

Energiekonzepte in der Stadtentwicklungsplanung

Das Energienutzungsplan-System findet seine räumlich Anwendung unter anderem in den Energiekonzepten auf Ebene der Stadtplanung. Dieses Instrument soll in verschiedenen Stadträumen als Teil der integrierten Planung die Elemente Energieträger, Energieerzeugung und -verteilung und Energiestandards der Gebäude definieren sowie Umsetzungsmaßnahmen vorschlagen.

Hierbei wird zwischen folgenden (energetischen) Quartierskonzepten unterschieden:

Energetische Quartierskonzepte in Bestandsgebieten
Münchens erstes energetisches Quartierskonzept wurde für Neuaubing-Westkreuz, das Sanierungsgebiet im Münchner Westen, erstellt. Die Umsetzung erfolgt vor Ort durch das Sanierungsmanagement der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS). Die Umsetzung wird auch durch das von der EU-geförderte Projekt "Smarter Together" unterstützt. Weitere Quartierskonzepte in neuen Sanierungsgebieten sind in Vorbereitung.

Energiekonzepte in Neubaugebieten
Energiekonzepte in Neubaugebieten dienen im Planungsprozess der Berücksichtigung von energetischen Zielen und Klimaschutzzielen. Die Festlegung auf eine verbesserte Versorgung über einen regenerativen Energieträger, die Verteilung der Energie und eine möglichst hohe Qualität der Gebäudehülle sollen hiermit erreicht werden. Dabei ist es wichtig, die Energiebilanz für das gesamte Quartier und die Bezahlbarkeit für die Haushalte im Auge zu behalten.

Solarisierungsstrategie – Ein Baustein zur örtlichen Energiewende

In München wird in weiten Teilen der Stadt die Wärme über die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke München (SWM) in den kommenden 20 Jahren konsequent auf erneuerbare Energien, hier vor allem auf Tiefengeothermie, also die Nutzung der Erdwärme, umgestellt. Sie liefert jedoch keinen Strom und ist nicht in allen Quartieren in München verfügbar.

Für die Wärme- und Stromversorgung der künftigen Neubauten im Niedrigstenergiestandard und bei hochwertig sanierten Bestandsgebäuden liegt jedoch ein großes Potenzial in der passiven und aktiven Nutzung der Sonneneinstrahlung.

Beim Strom liegt das größte urbane Potenzial in der aktiven Nutzung der eingestrahlten Solarenergie über Photovoltaik Anlagen (PV). Solarenergie ist heute schon die kostengünstigste Technologie der Stromerzeugung und kann damit auch aktiv dazu beitragen, die Wohnnebenkosten in unserer Stadt zu senken. Um das genutzte Potenzial kontinuierlich auszuweiten, sind eine ganze Reihe von Hemmnissen abzubauen.

Veranstaltungen zu Arten der alternativen Energiegewinnung geplant
Für 2019 ist eine Veranstaltungsreihe zu diesem Themenkomplex für Planerinnen und Planer und Architektinnen und Architekten geplant. Ziel ist ein besseres Wissen über die Möglichkeiten und Vorteile der solaren Energiegewinnung und Energienutzung.

Digitale Transformation – Perspektive München

Die Herausforderungen der digitalen Transformation waren bislang noch kein Bestandteil der Perspektive München, des Stadtentwicklungskonzeptes der Landeshauptstadt München. Die Integration des Themas Digitalisierung erfolgt zunächst auf der Ebene der strategischen Leitlinien der Perspektive München.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat 2018 in enger Zusammenarbeit mit dem IT-Referat einen Vorschlag für eine neue strategische Leitlinie mit dem Titel „Aktive und verantwortungsbewusste digitale Transformation“ erarbeitet. Diese Leitlinie gibt den Orientierungsrahmen sowie Ziele und Werte der Landeshauptstadt München für die Themenfelder wieder:

  • digitale Daseinsvorsorge
  • vertrauenswürdiger Umgang mit Daten
  • Digitalisierung für nachhaltige Entwicklung
  • Bereitstellung von Experimentierfeldern für Smart-City-Anwendungen
  • digitale Verwaltung und Kulturwandel
  • Kommunikation und Mitgestaltung

Der Entwurf wurde 2018 unter dem Titel "Perspektive München – Integration der digitalen Transformation und Fortschreibung des strategischen Konzepts“ dem Stadtrat bekanntgegeben. Im ersten Halbjahr 2019 wird dieser Vorschlag mit der Öffentlichkeit diskutiert.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Arbeitsfeld Klima / Energie

Blumenstraße 31
80331 München