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Dialog zur Perspektive München


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Bild: Textbau.com

Öffentlichkeitsarbeit und aktive Beteiligungskultur

Jede Stadtgesellschaft ist ein Marktplatz vielfältigster Interessen. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Politik, Verwaltung – jeder hat seine ganz speziellen Erwartungen an die Stadt. Unter großem Wachstumsdruck kollidieren diese Bedürfnisse jedoch immer öfter. Öffentlichkeitsarbeit und eine aktive Beteiligungskultur sind daher zentrale Elemente der Perspektive München. Eine erfolgreiche „Planung im Prozess“ kann nur durch zuverlässige Information und auf Dauer angelegte Kommunikation gelingen.

Unter dem Motto München MitDenken wurde im Frühjahr 2012 die Fortschreibung der Perspektive München mit der Öffentlichkeit in einem crossmedialen Beteiligungsverfahren diskutiert - ein Dialog über die grundlegenden Ziele der Stadtentwicklung. Workshops, Veranstaltungen und ein Online-Dialog – viele Bausteine führten zum Ziel. Allein die Online-Plattform brachte 198.000 Aufrufe, 2.000 Beiträge und Kommentare sowie 12.000 Bewertungen.

Bausteine der Öffentlichkeitsphase 2012

Auftaktveranstaltung

Die öffentliche Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern von Institutionen und gesellschaftlichen Akteuren begann im März 2012 mit einer Auftaktveranstaltung: Oberbürgermeister Christian Ude sprach im Literaturhaus zum Thema „Boomtown München – Frisst der Erfolg seine Kinder“. Bei einer Podiumsdiskussion diskutierten Expertinnen und Experten breit und kontrovers über den Umgang mit dem Wachstum. Die Veranstaltung war mit 300 Zuhörerinnen und Zuhörern sehr gut besucht.

Online-Dialog

Auf www.muenchen-mitdenken.de konnten Bürgerinnen und Bürger von Februar bis Mai 2012 an der Überarbeitung der "Perspektive München" mitwirken und sich über Inhalte und Ziele des Entwurfs informieren. Es gab vier Phasen: die Information über die wesentlichen Inhalte, eine Online-Umfrage zu den Zielen und Maßnahmen der "Perspektive München", eine moderierte Online-Diskussion zu den Ideen, Kommentaren und Bewertungen der Bürgerinnen und Bürger sowie die Dokumentation der Ergebnisse. Alle Ideen und Kommentare wurden am Ende quantitativ und qualitativ ausgewertet.

Stadtbereichsveranstaltungen

Im April und Mai 2012 fanden unter dem Titel "Perspektive vor Ort" drei Veranstaltungen in verschiedenen Stadtbereichen statt. Pro Abend diskutierten 150 Bürgerinnen und Bürger mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung über Herausforderungen für den Münchner Osten, den Norden/Nordwesten sowie den Westen/ Südwesten. Die drei Veranstaltungen in Giesing, Milbertshofen und Hadern waren neben der Online-Beteiligung das zentrale Element der Öffentlichkeitsphase.

Veranstaltung mit regionalen Akteuren

Der Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbands behandelte im April 2012 die Fortschreibung der "Perspektive München" in seiner Sitzung. Dabei stellte Stadtbaurätin Elisabeth Merk den Prozess und die Inhalte der Fortschreibung vor. Die Diskussionsbeiträge der Vertreterinnen und Vertreter bezogen sich vor allem auf die Kooperations- und Beteiligungskultur in der Region.

Runde mit Expertinnen und Experten aus dem interkulturellen Bereich

Im Mai 2012 luden das Sozialreferat, die Stelle für interkulturelle Arbeit und das Referat für Stadtplanung und Bauordnung in Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat zu einer Runde mit interkulturellen Expertinnen und Experten ein. Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund konnten sich dabei zum Leitmotiv und den Leitlinien äußern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Ausländerbeirat, von Wohlfahrtsverbänden und Migrantenorganisationen diskutierten sehr rege.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Schon vor Beginn der Öffentlichkeitsphase hatten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, eigene Ideen für die "Perspektive München" zu entwickeln. In vier Stadtteilen beteiligten sich rund 70 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schularten an vier Workshops, 295 Mädchen und Buben aus Neuaubing machten sich im Rahmen des Kinder-und Jugendfonds Gedanken über ihr Wohnumfeld. Zwei weitere Workshops wurden ergänzend zum Simulationsspiel Ecopolicy in zwei zehnten Klassen eines Münchner Gymnasiums angeboten. Sie hatten zum Ziel, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das Thema "Grenzen des Wachstums und globale Verantwortung" zu geben.

Schriftliche Anhörung

Akteure wie Gemeinden, Bezirksausschüsse, Verwaltungseinheiten, Interessenvertretungen, Stiftungen, Bürgerinnen und Bürger konnten die Fortschreibung der "Perspektive München" schriftlich kommentieren. IHK München und Oberbayern, Handwerkskammer und Handelsverband Bayern sowie die Gemeinden Fürstenfeldbruck, Ismaning, Ottobrunn und Unterschleißheim betonten die Wichtigkeit der Themen Wirtschaft und regionale Kooperation und wünschten sich eine stärkere Berücksichtigung dieser Aspekte. Weitere Stellungnahmen bezogen sich auf die Themen Grünräume, Verkehr, Wohnen und Architektur.

Workshop mit Stadtbaurätin Merk

Die Autorinnen und Autoren der am besten bewerteten 15 Beiträge diskutieren im Juli 2012 ihre Ideen bei einem Workshop mit Stadtbaurätin Professor Dr.(I) Elisabeth Merk und den Fachverwaltungen. Pro strategischer Leitlinie antwortete die Stadtverwaltung zu den 20 am besten bewerteten Beiträgen. Unter anderem soll geprüft werden, ob sich eine Ringbahn im MVV-Netz ganz oder in Teilen umsetzen lässt. Eine solche Querverbindung könnte die Umlandgemeinden besser miteinander vernetzen und die S-Bahn-Stammstrecke entlasten. Die Idee wurde als Antwort auf den starken Zuzug in Stadt und Region genannt. Außerdem stießen die Vorschläge, bei künftigen Bauvorhaben vornehmlich auf Holz als klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Baustoffen zu setzen, und in den kommenden Jahren deutlich mehr Bäume außerhalb von Parks zu pflanzen, auf viel Gegenliebe. Im Bereich der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne soll in den kommenden Jahren eine ökologische Mustersiedlung mit Holzhäusern entstehen.

Abschlussveranstaltung

Bei der Veranstaltung "München MitDenken – wie geht es weiter?" im April 2013 wurde Zwischenbilanz gezogen,  die Perspektiven der Bürgerbeteiligung wurden diskutiert. Stadtbaurätin Elisabeth Merk stellte vor 300 Zuhörerinnen und Zuhörern die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Prozess vor, Daniela Riedel, Felix Krüttli und Dr. Bastian Schröter ließen die Online-Beteiligung Revue passieren. Professorin Elke Pahl-Weber von der TU Berlin sprach über alte und neue Herausforderungen der Bürgerbeteiligung, anschließend fand eine Podiumsdiskussion zu Perspektiven der Bürgerbeteiligung bei wichtigen Fragen der Stadtentwicklung statt.

Preis für Online-Partizipation

Im Mai 2013 wurde die Landeshauptstadt München für das crossmediale Bürgerbeteiligungsprojekt mit dem Hauptpreis für Online-Partizipation ausgezeichnet. Der Preis der ]init[ AG für digitale Kommunikation und des Behörden Spiegels soll der wachsenden Bedeutung von E-Partizipation an gesellschaftlichen und politischen Prozessen Rechnung tragen. Die Jury lobte die „gelungene Verknüpfung von Online- und Offline-Elementen“ und zeigte sich überzeugt von der „konsequenten Transparenz, was genau mit den Ergebnissen aus dem Beteiligungsprozess passieren soll“.

Stadtratsbeschluss zur Fortschreibung

Die Vollversammlung des Stadtrats beschloss am 5. Juni 2013 die überarbeitete "Perspektive München" samt Leitmotiv und den strategischen Leitlinien. Damit ist die neue "Perspektive München" für die Stadtverwaltung als Orientierungsrahmen und als Planungsgrundlage der Konzepte und Programme, Maßnahmen und Investitionsvorhaben verbindlich.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Zentrale Informationsstelle für Öffentlichkeitsangelegenheiten (PlanTreff)

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-27151
Postanschrift:

Landeshauptstadt München
Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Zentrale Informationsstelle für Öffentlichkeitsangelegenheiten (PlanTreff)
Blumenstr. 28b
80331 München

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Fr: 10:00 - 14:00