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Handlungsraum 3


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Rund um den Ostbahnhof - Ramersdorf - Giesing: Innenstadtnahe urbane Quartiere

Der Handlungsraum 3: Rund um den Ostbahnhof - Ramersdorf - Giesing ist ein sehr lebhaftes Gebiet im Münchner Osten. Es umfasst Teile der Stadtbezirke Berg am Laim, Au-Haidhausen, Ramersdorf-Perlach und Giesing.

Geprägt wird es von großen Einfallstraßen, dem Mittleren Ring und wichtigen Bahntrassen, weitläufigen Industrie- und Gewerbeflächen, aber auch historischen Ortskernen und gewachsenen Siedlungen des städtischen und sozialen Wohnungsbaus. Hier entstehen zum Beispiel mit dem Werksviertel, dem neuen Konzerthaus und der Neuordnung des Ramersdorfer Ortskerns Projekte von stadtweiter Bedeutung. Auf alten Industrieflächen entstehen in großem Maßstab moderne Arbeitsplätze. Auch die Bevölkerung im Gebiet wächst stärker als andernorts in München.

Soziale Infrastruktur, Integration und Bildung

Gleichzeitig zeigen die Monitoringsysteme der Stadt großen Handlungsbedarf auf:

  • Der Erhalt und die Förderung der sozialen Stabilität in den Quartieren erfordern den bedarfsgerechten Ausbau der sozialen Infrastruktur, wie zum Beispiel Kitas und Schulen.
  • Maßnahmen für Integration und Bildung sollen entwickelt werden.
  • Eine Verbesserung des Lärmschutzes auch durch städtebauliche Maßnahmen käme den Siedlungen und den – mancherorts spärlich vorhanden – öffentlichen Grün- und Freiflächen zugute.
  • Die Schaffung neuer Wegeverbindungen und eine Neuverteilung vorhandener Verkehrsflächen könnte Quartiere besser vernetzen und den Trend zu stadtverträglicher Mobilität voranbringen.

Es gilt nun, die vorhandene Dynamik zu nutzen, um Defizite zu beheben und städtebauliche Qualitäten zu verbessern.

Ziele und Maßnahmen

Das seit 2016 unter Beteiligung der örtlichen Akteure mit Schlüsselfunktionen sowie der Öffentlichkeit erstellte Integrierte Handlungsraumkonzept für den Handlungsraum 3 hat drei Themenfelder identifiziert, in denen besonderer Handlungsbedarf besteht:

  1. Eine Mischung von Arbeit, Sport, Wohnen und Kultur schaffen
    Die klassischen Industrie- und Gewerbegebiete entwickeln sich zu modernen Dienstleistungs-Standorten mit Büroraum sowie Hotels, Gastronomie, zudem Sport- und andere Angebote auch für die lokale Bevölkerung. Die strikte Trennung von Gebieten fürs Wohnen und fürs Arbeiten wird ein Stück weit aufgehoben. Eine Herausforderung hier ist der Erhalt von (bezahlbaren) Flächen für klassische Gewerbebetriebe, Handwerker, aber auch Kreative und Kultur.
     
  2. Den öffentlichen Raum neu verteilen
    Der öffentliche Raum, wie Straßen, Plätze, Wege, Frei- und Grünanlagen, wird bei zunehmender Bevölkerungs- und Arbeitsplatzdichte wichtiger und wertvoller als Raum für Mobilität und Erholung, aber eben auch voller. Hier gilt es, vorhandene Flächen zu bewahren, gewollte Nutzungen zu ermöglichen, aber auch die Raumverteilung zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen, um somit einen Mehrwert für die Allgemeinheit zu schaffen.
     
  3. Soziale Infrastruktur frühzeitig planen und schaffen und dabei die Bedürfnisse aller beachten
    Bevölkerungswachstum bedeutet nicht nur mehr Menschen auf gleicher Fläche, sondern auch mehr und neue Bedarfe an Schulen und Kitas, Arztpraxen, Nachbarschaftstreffs und Beratungsstellen, Sport- und Spielplätzen. Diese Angebote müssen rechtzeitig geplant und geschaffen werden. Auch deshalb, um die Interessen von Alteingesessenen und Neubürgerinnen und Neubürger, gewachsenen Siedlungen und Neubaugebieten, Menschen aller Altersgruppen und mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen gleichermaßen berücksichtigen zu können.

Nächste Schritte und Beteiligungsmöglichkeiten

Innerhalb dieser Themenfelder wurden für die 15 Teilgebiete des Handlungsraums 3 seit 2016 über 100 Einzelmaßnahmen gesammelt und zum Teil auch ausgearbeitet.

Im nächsten Schritt sollen diese Ideen nun überprüft, vor Ort diskutiert und bewertet und durch weitere aktuelle Vorschläge ergänzt werden. Alle Maßnahmen, die Unterstützung finden, sich als machbar - und finanzierbar - erweisen und geeignet sind, im Sinne des Handlungsraumansatzes die Quartiere voranzubringen, sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden.

Eingebunden hierbei werden die örtlichen Bezirksausschüsse und weitere lokale Akteure aus den verschiedenen Themenfeldern, die Öffentlichkeit in den betroffenen Stadtvierteln sowie die fachlich und für die Umsetzung der Maßnahmen zuständigen Referate der Stadtverwaltung.

Kreative Ideen - Handlungsraumansatz am Straßenfest „Ois Giasing“

Am 7. September 2019 konnten die Besucherinnen und Besucher des Straßenfests „Ois Giasing“ ihren Ideen, Anregungen und Visionen für die Weiterentwicklung des Handlungsraums 3 „Rund um den Ostbahnhof - Ramersdorf - Giesing“ Ausdruck verleihen – entweder gebaut aus Lego oder schriftlich auf Karten eingezeichnet. Zudem hatten sie die Möglichkeit, ihre Lieblingsorte und Orte mit Handlungsbedarf auf einem Luftbild mit grünen und blauen Pins räumlich zu verorten.

Entstanden sind viele kreative Ideen, Anregungen und Wünsche. Der Wunsch nach mehr Grün, einer besseren Aufenthaltsqualität und weiteren Freizeitmöglichkeiten wurde mehrfach genannt. Neue Mobilitätsformen und Übergänge zwischen den Quartieren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Die Ideen und Anregungen werden von der Stadtentwicklungsplanung weiter bearbeitet.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Bereich Perspektive München und soziale Grundlagen

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-26683