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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Herausforderungen


    Stadt im Wandel - Ihre Fragen, unsere Antworten

    Die Landeshauptstadt München erfreut sich hoher Beliebtheit und zieht neue Bewohnerinnen und Bewohner aus dem In- und Ausland an. Gleichzeitig gibt es große gesellschaftliche Veränderungen, denen sich die Landeshauptstadt München stellen muss. Was sind die Herausforderungen für München, die sich daraus ergeben?

    Diese Frage möchte die Perspektive München beantworten. Innerhalb des Stadtentwicklungskonzeptes werden die folgenden Herausforderungen frühzeitig bearbeitet und integrierte Handlungsstrategien entwickelt. Mit der Perspektive München möchte die Stadt auf Veränderungen in der Gesellschaft rechtzeitig reagieren und zukünftigen Entwicklungen die Richtung weisen. Alle Referate sind nach ihren Themenschwerpunkten bei der Weiterentwicklung und Fortschreibung der Perspektive beteiligt. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat die Federführung.

    Welche Herausforderungen bringt der demographische Wandel?

    München wächst. Bis zum Jahr 2040 steigt die Einwohnerzahl nach den aktuellen Prognosen um 18,8 Prozent auf 1,85 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner an. Entgegen landesweiter Trends bleibt München eine junge Stadt, in der alle Altersgruppen wachsen werden und daher Angebote für Jung und Alt ausgebaut werden müssen. Die Stadtgesellschaft wird durch den Zuzug aus dem Ausland und der sich ausdifferenzierenden Lebensstile auch heterogener und bunter. Es gilt, die Vielfalt dieser Lebensstile zu erhalten und die Integration der neu zugewanderten Bürgerinnen und Bürger aus In- und Ausland zu gestalten.

    Hier finden Sie Informationen zur Bevölkerungsprognose 2017 bis 2040 und zum Münchner Integrationsbericht 2017.

    Welche Flächenkonkurrenzen gibt es?

    Durch den Bevölkerungszuzug nimmt der Druck auf die zur Verfügung stehenden Flächen in München weiter zu. Während in den letzten Jahrzehnten noch Flächen von Industrie, Bahn und Kasernen zu Wohn- und Gewerbeflächen umgewandelt werden konnten, sind diese Möglichkeiten nahezu ausgeschöpft. Die Folge sind erhöhte Flächenkonkurrenzen. Es wird immer schwieriger, Raum für Wohnen, Arbeit, soziale und kulturelle Infrastruktur oder Verkehrsinfrastruktur zu finden. Derzeit werden im Projekt „Langfristige Siedlungsentwicklung” Möglichkeiten einer qualifizierte Verdichtung geprüft und städtebauliche Entwicklungen im Münchner Nordosten vorangetrieben. Zudem steht die Landeshauptstadt im Dialog mit ihren benachbarten Städten, Gemeinden und Landkreisen, um gemeinsame Strategien weiterentwickelt.

    Hier finden Sie Informationen zu Freiraum M 2030: Ein neues Freiraumkonzept für München und zum Münchner Nordosten.

    Wie entwickelt sich der Wohnungsmarkt in München?

    Der Immobilienmarkt in München hat – sowohl bei Kauf- als auch bei Mietpreisen - das höchste Preisniveau in Deutschland. Dieses ist in den letzten Jahren noch einmal stark angestiegen. Die Gründe hierfür sind sehr komplex. Immobilien in München sind weltweit als Geldanlage gefragt und durch den Zuzug in die Landeshauptstadt konkurrieren immer mehr Menschen um den vorhandenen Wohnraum. Öffentlich geförderter Wohnungsbau trägt dazu bei, weiterhin Wohnraum für Bevölkerungsgruppen mit niedrigem und mittleren Einkommen zu schaffen. Zudem fördert die Stadt München gezielt Baugenossenschaften, Wohnungsprogramme mit Mietobergrenzen und neue Wohnformen. Zukünftig wird es eine Herausforderung sein, Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung zu stellen, Wohnformen weiterzuentwickeln und besonderen Problemen, wie Wohnungslosigkeit, entgegenzuwirken.

    Hier finden Sie Informationen zu Wohnen in München VI, Entwicklung Mietspiegel 2017 und Wohnungsmarktbeobachtung.

    Welche sozialen Herausforderungen gibt es?

    Trotz wirtschaftlich günstiger Bedingungen und niedriger Arbeitslosenzahlen nimmt die materielle Armut in München nicht ab. Kinder- und Altersarmut hängen oft mit den hohen Lebenshaltungskosten, sinkenden Rentenansprüchen und Beschäftigungsverhältnissen im Niedriglohnsektor zusammen. Insbesondere ältere Menschen sind von gesellschaftlicher Isolation betroffen. Menschen, die von Armut und persönlichen Problemen betroffen sind, benötigen Unterstützung, um ihnen unter anderem auch eine soziale Teilhabe zu ermöglichen. Die Stadtentwicklungsplanung steht vor der Herausforderung, den Rahmen für eine inklusive Stadtgesellschaft zu gestalten, bei der die Teilnahme aller möglich ist, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildung. Ein gutes Beispiel ist der neue Stadtteil Freiham, wo schon bei der Planung die Teilhabe aller berücksichtigt wurde. Außerdem müssen Nachbarschaften gezielt gestärkt werden, um so die Teilung von Stadtteilen in arm und reich entgegenzuwirken.

    Hier finden Sie weitere Informationen zum Münchner Armutsbericht 2017, zu den Ergebnissen der Studie "Älter werden in München", zum Indikatorenatlas München des Sozialreferats sowie zu Freiham - ein inklusiver Stadtteil.

    Wie verändert uns die digitale Transformation?

    Die Digitalisierung verwandelt die moderne Gesellschaft und Arbeitswelt umfassend. Künftig kommunizieren Menschen mit Dingen und diese Dinge wieder untereinander. Das Funktionieren der Stadtgesellschaft wird sich dadurch stark verändern. Arbeitsprozesse setzen sich neu zusammen und werden von Maschinen erledigt. Auswirkungen der Digitalisierung wird es insbesondere in den Bereichen wie Mobilität, Energieversorgung oder E-Government, die beispielsweise Verfahren und Prozesse auf elektronischem Weg erledigt, geben. Auch Shared Economy, das heißt Firmen, welche die Nutzung geteilter Ressourcen ermöglichen, tragen zu Veränderungen bei. Die Stadt München macht es sich zur Aufgabe, diesen Wandel im Bereich Wirtschaft und im Leben der Menschen aktiv zu gestalten und unterstützt zahlreiche Digitalisierungs-Projekte wie das EU-Projekt Smarter Together in Neuaubing-Westkreuz und der Ausbau des Glasfasernetzes.

    Hier finden Sie weitere Informationen zur strategischen Leitlinie Digitalisierung sowie zu Digitalisierungs-Projekte in München.

    Wie können zukunftsfähige Bildungs- und Betreuungsangebote gestaltet werden?

    Moderne Stadtgesellschaften sind auf ein hohes Maß an Wissen angewiesen. Dies setzt die Motivation ihrer Bewohnerinnen und Bewohner voraus, von klein auf und lebenslang zu lernen. Die Stadt München gibt den Rahmen vor, indem sie Bildungs- und Betreuungsangebote gestaltet, Orte des formellen und informellen Rahmen schafft und Bildungsgerechtigkeit fördert. Hierbei steht man vor der Herausforderung, dass ausreichend Plätze in Kindertagesstätten und qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen. Darüber hinaus gilt es, benachteiligte Stadtgebiete gezielt zu fördern, um Bildungsungerechtigkeiten abzubauen. Ein gutes Beispiel hierfür sind die offenen Angebote der Bildungslokale als Anlaufpunkte für Bildungsfragen im Stadtteil.

    Hier finden Sie Informationen zu Kinderbetreuung und zum Kommunalen Bildungsmanagement.

    Welche neuen Wege gibt es in den Bereichen Mobilität und Verkehrsinfrastruktur?

    Ein Umstieg auf postfossile, also erneuerbaren Energien, und den Klimaschutz fördernde Mobilitätsformen stellt die wachsende Stadt München vor Herausforderungen. Es geht darum, Teilnahmemöglichkeiten und Lebensraumqualitäten der Stadt zu erhalten und zu verbessern. Emissionsreduzierte und postfossile Mobilitätsformen wie Fahrradverkehr und Elektro- oder Brennstoffmobilität sowie platzsparende Sharing-Projekte leisten hierzu jetzt schon einen Beitrag. Zukünftig wird es darum gehen, trotz Bevölkerungswachstum und Flächenkonkurrenz im Verkehr der erhöhten Mobilität gerecht zu werden und innovative Lösungen zu fördern.

    Hier finden Sie Informationen zur Verkehrsplanung und zum Grundsatzbeschluss Radverkehr

    Welche Anpassungsstrategien an den Klimawandel sind notwendig?

    Politik und Klimaforschung sind sich darüber einig, dass der vom Menschen verursachte Anstieg der Durchschnittstemperatur auf zwei Grad Celsius begrenzt werden muss, um die Risiken für die Weltgemeinschaft zu verringern und das Ausmaß der Folgeschäden einzugrenzen. Städte wie München spielen bei der Bekämpfung des Klimawandels eine wichtige Rolle. Deshalb hat der Stadtrat 2017 beschlossen, dass München bis 2050 (nahezu) klimaneutral sein soll. Das heißt, dass dann nur noch geringfügig Treibhausgase ausgestoßen werden sollen. Hierzu sind zahlreiche Einzelmaßnahmen erforderlich. Das integrierte Handlungsprogramm Klimaschutz der Landeshauptstadt München fasst diese zusammen und baut diese aus.

    Hier finden Sie Informationen zum Integrierten Handlungsprogramm Klimaschutz in München (IHKM) und zur Klimaneutralität 2050.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Referat für Stadtplanung und Bauordnung
    Bereich Soziale Grundsatzfragen, Infrastruktur und PERSPEKTIVE MÜNCHEN

    Blumenstraße 31
    80331 München