Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Herausforderungen


Hier tut sich was  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Bild: Textbau.com

Stadt im Wandel

Wir sind die Stadt – und wir werden immer mehr. Bis zum Jahr 2030 steigt die Einwohnerzahl Münchens nach den vorliegenden Prognosen gegenüber 2013 um rund 230.000 Menschen auf 1,72 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

Das Wachstum stellt die Stadt vor große Herausforderungen und entscheidende Fragen: Wie sichern wir den Erhalt der Lebensqualität? Wie begegnen wir dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum? Wie lösen wir die Flächenkonflikte? Wie vermeiden wir soziale Polarisierung? Hinzu kommen globale Herausforderungen wie Klimaerwärmung und Ressourcenknappheit.

Dass München sein Gesicht verändern wird, ist also gewiss. Die Frage ist, wie es gelingt, in diesen Zeiten des Umbruchs den Ansprüchen aller gesellschaftlichen Gruppen gerecht zu werden. Das Stadtentwicklungskonzept Perspektive München trägt dazu bei, die Steuerungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zu erweitern und zu nutzen, um Neues zu schaffen und Münchens Identität im Kern zu bewahren.

München in Zahlen

Demografische Entwicklung

Bis 2030 steigt die Bevölkerung Münchens auf rund 1,72 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Das entspricht einem Plus von knapp 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2013. Die verschiedenen Altersgruppen verzeichnen dabei unterschiedlich starke Zuwächse mit sehr unterschiedlichen Anforderungen an die Stadtentwicklung. Während die Zahl der Kinder und Jugendlichen um elf bis 19 Prozent zunimmt, gibt es auch bei den Hochbetagten Zuwächse. Menschen mit 75 Jahren oder älter verzeichnen sogar den stärksten Anstieg aller demografischen Gruppen. Ihre Zahl steigt mit 26 Prozent um rund ein Viertel; in absoluten Zahlen entspricht das einer Zunahme von 118.000 im Jahr 2013 auf etwa 148.200 im Jahr 2030.

Mehr Informationen zur Bevölkerungsprognose 2013 bis 2030 finden Sie hier.

Entwicklung des Flächenbedarfs

München ist eine wachsende Stadt und wird es auch bleiben. Konnten in den vergangenen 20 Jahren 650 Hektar an frei werdenden Kasernen-, Bahn-, Industrie- und Verkehrsflächen beplant und bebaut werden, so gibt es heute nur noch eine Reserve für rund 50.000 Wohneinheiten. Benötigt wird bis 2030 aber mindestens doppelt bis drei mal so viel Wohnraum. Die Folge: Schon bald wird es Engpässe auf dem Wohnungsmarkt geben, besonders beim öffentlich geförderten Wohnungsbau. Das Projekt „Langfristige Siedlungsentwicklung” setzt in erster Linie auf die qualifizierte Verdichtung von Siedlungen aus den 1950er- bis 1980er-Jahren. Sie machen ein Viertel aller Wohngebiete aus. Darüber hinaus sollen Gewerbe- in Mischgebiete mit einem Anteil für neue Wohnformen umstrukturiert und die städtebauliche Entwicklung am Stadtrand im Münchner Nordosten vorangetrieben werden. Dennoch werden diese Maßnahmen langfristig nicht ausreichen, um für alle Zuzugswilligen ein ausreichendes Angebot an Wohnungen bereitzustellen. Um den darüber hinausgehenden Bedarf an Wohnraum zu decken, wird die Zusammenarbeit der Landeshauptstadt München mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen in der Region immer wichtiger, um die dort noch bestehenden Potenziale für den Bau neuer Wohnungen zu nutzen.

Mehr Informationen zur langfristigen Siedlungsentwicklung finden Sie hier.

Entwicklung der Altersarmut

Trotz wirtschaftlich günstiger Bedingungen und niedriger Arbeitslosenzahlen nimmt die Armut in München nicht ab. Ursachen dafür sind unter anderem die sinkenden Rentenansprüche, die Auswirkungen der Beschäftigung im Niedriglohnsektor und die steigenden Mieten. Zukünftig wird es insbesondere mehr Ältere geben, die von Armut gefährdet sind – mit den entsprechenden Herausforderungen für alle Lebensbereiche. Diese Menschen benötigen Unterstützung, speziell in einer prosperierenden Stadt mit hohen Lebenshaltungskosten wie München. Allein bis zum Jahr 2020 wird sich im Vergleich zu 2011 die Zahl der Leistungsbeziehenden von "Grundsicherung im Alter" voraussichtlich verdoppeln.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des Sozialreferats.
Hier geht es zu den Ergebnissen der Studie "Älter werden in München".

Entwicklung der Mietpreise

Die Grundstückspreise in München sind bekanntlich seit Jahren auf Rekordkurs. Die hohe Nachfrage nach Immobilien als Geldanlage treibt die Preise zusätzlich nach oben – mit entsprechenden Auswirkungen auf das Mietniveau. So lag die Miete im Jahr 2013 bei einem Erstbezug bei 15,40 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht gegenüber dem Wert im Jahr 1990 einem Anstieg von rund 45 Prozent. Öffentlich geförderter Wohnungsbau ist in dieser Statistik nicht aufgeführt, er trägt dazu bei, dass die Preise nicht noch stärker steigen, und soll stärker vorangetrieben werden.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des Immobilienverbands Deutschland.

Entwicklung der Verkehrsmittelwahl

Der Anteil der Wege nach den Hauptverkehrsmitteln hat sich zwischen 2002 und 2008 zu Gunsten des Radverkehrs von zehn Prozent auf 14 Prozent entwickelt. Die Wege, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, sind in etwa gleich geblieben (21 Prozent). Die Nutzung des Pkw ist auf einen Anteil von 37 Prozent zurückgegangen. Der Modal Split ist – nach der Definition der Erhebungen der „Mobilität in Deutschland“ – die prozentuale Verteilung der Wege auf die Hauptverkehrsmittel.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten der Haushaltsbefragung "Mobilität in Deutschland".

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Bereich Soziale Grundsatzfragen, Infrastruktur und PERSPEKTIVE MÜNCHEN

Blumenstraße 31
80331 München