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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Thematische Leitlinien und Leitprojekte


    Was sind die thematischen Leitlinien?

    Die thematischen Leitlinien enthalten fachbezogene Zielaussagen, die für die Umsetzung von spezifischen Maßnahmen und Programmen verbindlich sind. Die Inhalte werden unter Federführung der zuständigen Referate ressortübergreifend erarbeitet und kontinuierlich aktualisiert.

    Leitlinie 1: Beschäftigung sichern

    Beschäftigung und wirtschaftliche Prosperität sichern und fördern

    Die diversifizierte Münchner Wirtschaftsstruktur – die sogenannte Münchner Mischung, die sich gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten als Stabilitätsfaktor erweist, soll erhalten und insbesondere durch die Förderung neuer Branchen weiterentwickelt werden. Ein besonderer Stellenwert wird dabei den Klein- und Mittelbetrieben des Handwerks, aber auch zukunftsträchtigen Hightech-Unternehmen zukommen.

    Im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens, das die ökonomische, ökologische und soziale Stabilität dauerhaft in Einklang bringt, hat die Förderung innovativer, insbesondere ökologisch fortschrittlicher Wirtschaftsweisen große Bedeutung. Im Vordergrund sollen beispielgebende Projekte der Stadtverwaltung selbst sowie die Beratung, Information und Unterstützung vor allem kleinerer Betriebe zur Einführung umwelt- und ressourcenschonender Produktionstechniken und zur Entwicklung entsprechender Produkte stehen.

    Auch in den kommenden Jahren hat der Ausbau wirtschaftsfördernder Infrastruktur hohe Priorität. Für die vordringlichen Projekte im Bereich der übergeordneten Verkehrserschließung (nach der Flughafenverlagerung vor allem für Straße und Schiene), den Neubau der Messe, den Ausbau von Forschungs- und Hochschuleinrichtungen und die Errichtung leistungsfähiger Kommunikationsnetze werden auch in Zukunft ein Großteil der öffentlichen Investitionsmittel von Stadt, Freistaat und Bund erforderlich sein.

    Als entscheidender Beitrag der Stadt zur Förderung des Wirtschaftsstandortes sollen weiterhin bedarfsgerechte Gewerbestandorte geplant werden. Die Landeshauptstadt München bekennt sich klar und eindeutig zum „Produktionsstandort München“. Eine haushaltsverträgliche Senkung der Abgaben und Gebühren ist anzustreben. Gewerbeflächen und Wohnungsbauland sollen aufeinander abgestimmt und kontinuierlich ausgewiesen werden, wobei eine polyzentrische Siedlungsstruktur durch Schaffung und Sicherung integrierter Einzelhandels- und Versorgungsstandorte im Stadtgebiet das Ziel ist.

    Standort begünstigende Fördermodelle sind auf der Grundlage der neuen Möglichkeiten der Bauleitplanung unter anderem zur öffentlich-privaten Partnerschaft weiterzuentwickeln. So soll zum Beispiel die Aufstellung vorhabenbezogener Bebauungspläne auch durch eine flexible und abgewogene Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan erleichtert werden. Dabei sind Verlässlichkeit und Berechenbarkeit der dort dargestellten Grundzüge der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung als wichtiges Investitionskriterium ebenso wie die Bedürfnisse der Betriebe zu beachten.

    Image-Werbung und offensives Standortmarketing für den Wirtschaftsraum München sollen verstärkt fortgesetzt werden. Neben der Werbung für den Wirtschaftsstandort München muss auch vor allem die unter den europäischen Zentren herausragende Kulturstadt München bei der Image-Werbung in den Vordergrund gestellt werden. Die Standortvorteile müssen glaubhaft herausgestellt und die Kooperationsformen zwischen den öffentlichen und privaten Akteuren des gesamten Wirtschaftsraumes Südbayern intensiviert werden. Der Prozess einer gemeinsamen Identitätsbildung (MAI – München, Augsburg, Ingolstadt) soll vorangetrieben werden. Für alle entsprechenden Konzeptionen und Aktivitäten ist die enge Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden, den Kammern und Gewerkschaften anzustreben.

    Im Zuge einer aktiven Arbeitsmarktpolitik sollen das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm und das Programm Hilfe zur Arbeit weiterentwickelt werden. Dabei soll sowohl bei präventiven Umschulungsmaßnahmen als auch bei den Bemühungen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt eine engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft erfolgen.

    Leitlinie 2: Kooperation und Wettbewerbsfähigkeit

    Kooperation in der Region verbessern und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsraumes stärken

    Seitens der Landeshauptstadt sollen der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, den sonstigen Gebietskörperschaften sowie mit weiteren Akteuren (zum Beispiel Kirchen, Wirtschaft, Forschung) intensiviert werden. Anhand konkreter Projekte sollen partnerschaftliche Konzepte (zum Beispiel für Fachmärkte, den  Wirtschaftsverkehr oder die Freiraumentwicklung) entwickelt werden.

    Die Möglichkeiten eines regionalen Flächenmanagements auf partnerschaftlicher Basis sollen mit interessierten Gemeinden entwickelt und erprobt werden. Die Vorteile einer gemeinsamen abgestimmten Standortpolitik sollen an konkreten Projekten erprobt und vermittelt werden.

    Leitlinie 3: Soziale Kommunikationspolitik

    Sozialen Frieden durch soziale Kommunalpolitik sichern

    +++ wird zusammen mit der Leitlinie 4 ersetzt durch die neue Leitlinie Soziales (PDF, 6622 KB)! +++

    Leitlinie 4: Stadtteile stärken

    Stadtteile durch Stadtteilentwicklung stärken

    +++ wird zusammen mit der Leitlinie 3 ersetzt durch die neue Leitlinie Soziales (PDF, 6622 KB)! +++

    Leitlinie 5: Zukunftsfähige Siedlungsstrukturen

    Zukunftsfähige Siedlungsstrukturen durch qualifizierte Innenentwicklung – „kompakt, urban, grün“

    Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung muss bei der Siedlungsentwicklung der Verbrauch von bisher unbebauten,  unversiegelten Flächen stark reduziert werden. Die räumliche Entwicklung Münchens soll deshalb auf  Areale innerhalb der Stadt konzentriert werden. Im Mittelpunkt stehen Konzepte zur Umnutzung und Umstrukturierung bestehender Baugebiete und Verkehrsflächen wie ehemalige Gewerbe- und Industrieflächen, Kasernen oder Bahngelände.

    Bei der Ausweisung von Wohnbauflächen und ihrer Bebauung werden neue Prioritäten gesetzt. Noch vor 15 Jahren musste davon ausgegangen werden, dass in wenigen Jahren die Flächen für den Wohnungsbau zu Ende gehen würden. Inzwischen hat sich die Situation entscheidend verändert. Durch die Privatisierung von Bahn und Post, durch die Konversionsflächen der Bundeswehr und durch Rationalisierung im Flächenverbrauch öffentlicher und privater Einrichtungen hat München auf viele Jahre hinaus Siedlungsflächen zur neuen Nutzung, zum Beispiel für den Wohnungsbau. Diese Flächen haben den Vorteil, dass sie gut erschlossen sind und ihre Infrastrukturen nur ergänzt und auf neue Standards gebracht werden müssen.

    Um eine Kontinuität im Wohnungsbau zu gewährleisten und angesichts der Zielzahl von 6.000 (durch  Stadtratsbeschluss im Jahr 2001 auf 7.000 erhöht) fertiggestellten Wohnungen pro Jahr kommt den in Planung  befindlichen Entwicklungsschwerpunkten eine erhöhte Bedeutung zu, da nur sie die wesentliche kontinuierliche Basis für die Wohnbautätigkeit bilden können.

    Darüber hinaus soll durch Verdichtung und neue Mischung weiterer Wohnungsbau in gut erschlossenen Stadtlagen entstehen. Bei der Ausweisung von neuen Baurechten für Wohnen ist der Innenentwicklung Vorrang einzuräumen. Am Stadtrand werden Planungen für neue Baurechte grundsätzlich auf bereits im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Bauflächen in dem Umfang fortgeführt, wie dies zur bedarfsgerechten und sicheren Bereitstellung von Wohnungsbauland – bei Berücksichtigung der zeitlichen Verfügbarkeit innerstädtischer Flächen – erforderlich ist.

    Landschafts- und Grünflächen in der Stadt sollen gesichert und entwickelt werden. Dies bezieht sich nicht nur auf die Einhaltung der bedeutenden Freiräume und Landschaftsteile, und deren großräumige Vernetzung – im  Sinne des Beschlusses „Reihenfolge großer Grünausbaumaßnahmen“, sondern auch auf die kleinteilige Vernetzung und Versorgung innerhalb der einzelnen Quartiere, die vielerorts verbesserungsbedürftig sind. Umstrukturierungsflächen bieten, insbesondere in den Innenstadtrandgebieten, oftmals die letzte Chance zum Abbau von Defiziten.

    Im engeren Einzugsbereich des leistungsfähigen öffentlichen Verkehrs sollen die Möglichkeiten einer städtebaulichen Verdichtung ausgeschöpft werden. Dabei sind in jedem Einzelfall Eignungs- und Verträglichkeitsprüfungen durchzuführen, die vor allem die Belange des Stadtbildes sowie der Verträglichkeit und Ökologie berücksichtigen. Dabei sind gegebenenfalls entsprechende Ausgleichsmaßnahmen nachzuweisen, um eine Verträglichkeit zu gewährleisten.

    Neben der weiteren Aktivierung der Wohnflächenpotenziale sollen in Zukunft schwerpunktmäßig die Möglichkeiten einer Stärkung des Wohnens in der Stadt durch verschiedene Formen der Nutzungsmischung erprobt werden. Damit sollen zunehmend Standorte, die bisher einer gewerblichen Nutzung vorbehalten waren, auch für das Wohnen genutzt werden.

    Das Ziel der polyzentralen Entwicklung hat für München weiterhin hohe Bedeutung. Die Stärkung und der weitere Ausbau der Versorgungs- und Infrastrukturangebote in den Stadtteilen dienen der Entlastung der Innenstadt und eine Grundvoraussetzung zur Entwicklung dezentraler Urbanität.

    Leitlinie 6: Neue Architektur fördern

    Münchner Stadtgestalt bewahren – neue Architektur fördern

    Die Erhaltung und Verbesserung der Stadtgestalt soll durch die Weiterentwicklung des Stadtbildes in seiner historisch überkommenen Form und Maßstäblichkeit gesichert werden. Innerhalb dieser primären stadträumlichen Strukturen sollen aber neue Architektur und beispielhafte städtebauliche Projekte gefördert werden. Darin kann die Dynamik gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse zum Ausdruck kommen und zugleich die hohe Qualität des Lebensraumes Stadt erhalten und verbessert werden. In diesem Zusammenhang hat die Kunst im öffentlichen Raum – insbesondere auch die zeitgenössische Kunst – eine zunehmend wichtige Bedeutung auch für die Aufenthaltsqualität der öffentlichen Räume. Das gilt besonders für die Planung wesentlicher Baumaßnahmen öffentlicher und privater Träger.

    Leitlinie 7: Stadtverträgliche Verkehrsbewältigung

    Mobilität für alle erhalten und verbessern – stadtverträgliche Verkehrsbewältigung

    Für die aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen notwendige Gewährleistung einer stadtverträglichen Mobilität in München haben alle Maßnahmen zur Verkehrsminderung und zur Verkehrsverlagerung auf umweltgerechte Verkehrsmittel höchste Priorität. Dieser Vorrang ist die Grundvoraussetzung für die geplante Siedlungsverdichtung, die nur bei entsprechender Kapazität und Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs stadtverträglich  verwirklicht werden kann.

    Zur Profilierung des Wirtschaftsraumes München ist eine Verbesserung der Verkehrsbedingungen für den Wirtschaftsverkehr unabdingbar. Neben einer sinnvollen Ergänzung des Straßennetzes, der Errichtung von Güterverkehrs- und Güterverteilzentren sowie der Umsetzung eines kooperativen City-Logistik-Konzeptes ist auch hier der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs vor allem für eine Verkehrsverlagerung des nicht notwendigen Kfz-Verkehrs unerlässlich.

    Um die Belastungen aus dem Straßenverkehr so gering wie möglich zu halten, muss der notwendige Kfz-Verkehr stadtverträglich organisiert werden. Dazu gehören verkehrslenkende Maßnahmen für überörtliche und innerstädtische Verbindungen oder der verstärkte Telematik-Einsatz zur besseren Verkehrssteuerung ebenso wie beispielsweise die Unterstützung von Carsharing-Projekten, Fahrgemeinschaften oder des Taxiverkehrs.

    Leitlinie 8: Kommunale Sicherheits-, Sozial-, Bildungs- und Kulturpolitik

    Inneren Frieden sichern – durch kommunale Sicherheits-, Sozial-, Bildungs- und Kulturpolitik

    Der innere Frieden und Zusammenhalt der Stadtgesellschaft ist in erster Linie durch präventive Maßnahmen zu sichern. Diese sind vor allem von einer kommunalen Sozial-, Bildungs- und Kulturpolitik zu leisten, die sensibel auf die Bedürfnisse der verschiedenen Bevölkerungsgruppen eingeht.

    Besondere Anstrengungen sind in folgenden Bereichen notwendig:

    • Frühzeitige Vorbeugung von sozialen Problemlagen wie Armut, Obdachlosigkeit
    •  Gewährleistung des Zugangs zu Bildung und Ausbildung für alle
    • Kulturelle Projekte schaffen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen Raum, ihre eigene Identität zu bewahren und gleichzeitig ihre Kultur anderen zu vermitteln
    • Männergewalt gegen Frauen und Kinder in allen Bereichen muss vorgebeugt werden
    • Migrantinnen und Migranten sind verstärkt integrationsfördernde Maßnahmen anzubieten. Auf allen Ebenen muss der Ausgrenzung und Ghettobildung entgegengewirkt werden. Der Mehrheitsbevölkerung sind Angebote zum Erwerb interkultureller Kompetenz zu machen. Migrantinnen und Migranten sind in die Strukturen des Stadtteils einzubinden.

    Treten aber trotz der oben genannten Maßnahmen und des Angebotes an Hilfen Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf, müssen gleichzeitig auch die zur Verfügung stehenden repressiven Mittel unter Wahrung rechtsstaatlicher Grundsätze (vor allem des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit) zielgerecht und
    konsequent eingesetzt werden.

    Besonderes Augenmerk ist dabei unter anderem auf folgende Bereiche zu legen:

    • Verhindern offener Drogenszenen
    • Bekämpfen von Verwahrlosungstendenzen
    • Eindämmen des Vandalismus
    • Unterbinden von Pöbeleien und Tätlichkeiten
    • Schutz vor negativen Begleiterscheinungen des Prostitutionsgeschehen

    Wesentliche Aufgabe der kommunalen Sicherheitspolitik ist es, keine rechtsfreien Räume entstehen zu lassen, damit der Rechtsfrieden in der Stadt verlässlich gewährleistet wird.

    Die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden, den medizinischen, psychologischen und sozialen Fachdiensten und den Erziehungs- und Bildungseinrichtungen ist weiterzuentwickeln, da nur eine Gesamtstrategie, bei der Prävention, Hilfe und Repression Hand in Hand greifen, den inneren Frieden auf Dauer erfolgreich sichern kann.

    Leitlinie 9: Chancen der neuen Medien nutzen

    Chancen der neuen Medien nutzen – verbesserte Grundversorgung, öffentlichen Zugang, Medienkompetenz und Medienwirtschaft fördern

    Die Leitlinie Neue Medien definiert vier Grundsätze:

    • Umfassende Grundversorgung mit Informationen und des öffentlichen Zugangs zu Informationen gewährleisten
    • Medienkompetenz der Bürgerinnen und Bürger in der Wissensgesellschaft fördern
    • Förderung der Medienwirtschaft
    • ¤ Bewältigung städtischer Aufgaben durch die neuen Medien

    Diese allgemein gültigen Grundsätze werden in verschiedenen städtischen Handlungsfeldern der Stadtentwicklung konkretisiert:

    Neue Stadtverwaltung – E-Government
    Das digitale Rathaus bietet problemlos zu bedienende, einheitliche Standards des Zugangs zu allen für Bürgerinnen und Bürger wichtigen Informationen der Stadtgesellschaft mit einem Höchstmaß an Datensicherheit und Datenschutz. Über das „digitale Rathaus“ können Behördengänge weitgehend elektronisch und Medien bruchfrei abgewickelt werden.

    Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik für den Medienstandort München
    Der Medienstandort München nimmt einen Spitzenplatz im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik ein und verfügt über ein breites Angebot an Qualifikations- und Fortbildungseinrichtungen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, Medien und Telekommunikation.

    Bildung
    Kinder und Jugendliche werden mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien vertraut gemacht und erwerben entsprechende Kompetenzen für einen kritisch auswählenden, sinnvollen, verantwortungsbewussten und kontrollierten Umgang. Sie werden dabei von qualifizierten Lehrkräften begleitet. In der Jugendhilfe ist die Vermittlung von Medienkompetenz eine wichtige Querschnittsaufgabe. Älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern werden neue Möglichkeiten des Informationszugangs, der Bildung eröffnet.

    Nachhaltige Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wohnungsbau
    Nachhaltige Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wohnungsbau werden durch die neuen Medien verändert. Die zunehmende Komplexität der Entwicklung wird auch mit den Instrumenten der neuen Medien bewältigt. Infrastrukturen – München als zentraler Knoten im globalen Datennetz München ist ein zentraler Knoten im globalen Datennetz (Daten, Sprachkommunikation, Videobereich). Den Bürgerinnen und Bürgern stehen die vielfältigen Zugänge zu diesem Netz offen. So nimmt der Raum München beispielsweise eine Pilotfunktion bei der Umsetzung von DVB (Digital Video Broadcasting) in Bayern ein.

    Integratives Mobilitätsmanagement
    Die Wahl des Verkehrsmittels wird in Zeiten zunehmender Mobilität schwieriger. Das integrative  Mobilitätsmanagement (Parkinformationssystem, Verkehrsleitsystem) ermöglicht eine stadtverträgliche Mobilität in München.

    Kulturelle Dienste
    Die Kompetenz der Münchnerinnen und Münchner, auch im virtuellen Raum zu kommunizieren, ist vorhanden bzw. wird gefördert. Sie schafft einen professionellen Austausch zwischen Kunst, Bildung, Forschung und  Wirtschaft. Medienkunst und Medienbildung für breite Bevölkerungsschichten werden gefördert. Soziale Dienste Die Fähigkeit zur Kommunikation für Menschen mit unterschiedlichen Handicaps wird erleichtert. Dazu gehört sowohl zwischenmenschliche Kommunikation als auch die Bewältigung von Alltagsaufgaben (Einkaufen, Bankgeschäfte).

    Umwelt- und Gesundheitsdienste
    Informationen über Umwelt und Gesundheit werden einer breiten Öffentlichkeit interaktiv angeboten und bieten der Fachöffentlichkeit einen umfassenden Zugang zur Situation der Umwelt.

    Leitlinie 10.1: Ökologische Qualitäten entwickeln

    Ökologische Qualitäten entwickeln – natürliche Ressourcen sichern

    Im Nachhaltigkeitskonzept liegt die Erkenntnis, dass die ökonomische, soziale, kulturelle und ökologische Entwicklung nicht voneinander abgespalten und gegeneinander ausgespielt werden darf, sondern als eine notwendige Einheit zu betrachten ist. Die Verbesserung der ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen des Menschen ist mit der langfristigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang zu bringen. Der Schutz der Umwelt mit ihren natürlichen Ressourcen ist Grundlage jeder Entwicklung, denn bei einer über einen bestimmten Grad hinausgehenden Belastung eines ökologischen Systems sind gravierende Einschränkungen seiner Leistungsfähigkeit bis hin zum möglichen Zusammenbruch zu erwarten.

    Damit das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung im täglichen Handeln auch umgesetzt werden kann, müssen entsprechende soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Ziele und Maßnahmen formuliert werden. Die Leitlinie Ökologie trifft Aussagen zu einem schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Luft, zum Erhalt einer artenreichen Flora und Fauna, zum Sparen von Energie, zum Lärmschutz und zur Abfallvermeidung.

    Grundsätzliche Ziele:

    Boden
    Dauerhaft nachhaltiger Umgang mit der Ressource Boden zur Sicherung und Wiederherstellung ihrer ökologischen Leistungsfähigkeit
    Wasser
    Dauerhafte Regenerierung und Sicherstellung der natürlichen Grundwasser-Ressourcen, langfristige Sicherung  der Oberflächengewässer und sparsamer Umgang mit Trinkwasser
    Luft
    Verbesserung und dauerhafte Sicherung der Luftqualität durch Minimierung aller Belastungen und Beeinträchtigungen
    Flora und Fauna
    Langfristige Sicherung des Artenpotenzials der wild wachsenden Pflanzen und wild lebenden Tiere in ihren  Lebensräumen durch Erhalt und Aufbau eines Netzes naturnaher Flächen im gesamten Stadtgebiet, sowohl in den bebauten als auch in den unbebauten Bereichen
    Energie
    Vermeidung und Minimierung erheblicher Belästigungen und Beeinträchtigungen durch Lärm zur Verhinderung  gesundheitsbeeinträchtigender Auswirkungen
    Abfall
    Vermeidung, Verwertung und umweltgerechte Entsorgung von Abfällen

    Leitlinie 10.2.: Ökologie - Klimawandel und Klimaschutz

    Ökologie: Klimawandel und Klimaschutz

    Oberziele
    Die Stadtgesellschaft ist sensibilisiert, aktiviert und auf Klimaveränderungen vorbereitet. Der Anteil erneuerbarer Energien ist ressourcenschonend und landschaftsverträglich gesteigert. Die CO2-Pro-Kopf-Emissionen sind bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 um mindestens 50 Prozent reduziert. Der Energieverbrauch ist durch eine Steigerung von Effizienz, Suffizienz und Konsistenz vermindert. Die Landeshauptstadt nimmt eine Vorbildrolle wahr und ihre  Klimaschutzpolitik ist in das Umfeld eingebettet.

    Energieversorgung – Ziele
    Die Sicherung der Energieversorgung aller strategisch bedeutsamen Prozesse ist gewährleistet. Die Importabhängigkeit der Energieversorgung ist vermindert und die Bezugsquellen sind diversifiziert. Der Anteil erneuerbarer Energie ist auf 20 Prozent im Jahr 2020 gesteigert und die Kostenrisiken aus der Steigerung der
    Energiepreise für den kommunalen Haushalt sind gesenkt. Mit Unterstützung der Landeshauptstadt haben die SWM ihre Energieproduktion an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. München ist dem Ziel einer weltweiten fairen Verteilung der Energie verpflichtet.

    Gebäude – Ziele
    Das Energieverbrauchsniveau der städtischen Gebäude ist weiter reduziert. Die Landeshauptstadt setzt sich aktiv für die Energieverbrauchsreduktion bei privaten Gewerbebauten ein sowie für die Nutzung von Solarenergie, sonstige erneuerbare Energien bei Gebäuden und für verbesserte Bedingungen im Bereich des klimaschonenden privaten Wohnungsbaus. Klimaschutzorientierte Zielvorgaben für Vergabe städtischer Grundstücke sind definiert. München nimmt seine Vorbildfunktion im Gebäudebereich verstärkt wahr und betreibt aktive Öffentlichkeitsarbeit.

    Stadtplanung und Mobilität – Ziele
    Der Flächen- und Energieverbrauch ist durch eine kommunal und regional koordinierte Siedlungs-, Freiflächen- und Verkehrsentwicklung reduziert. Der Verkehrssektor leistet einen wesentlichen Beitrag zum übergeordneten Ziel der reduzierten Treibhausgasemissionen. Dies erfolgt durch Verkehrsvermeidung, -verringerung und –verlagerung. Die Mobilitätsinfrastruktur und -angebote sind auf die „postfossile Mobilität“ ausgerichtet.

    Landnutzung und Naturhaushalt – Ziele
    Die Wälder im Stadtgebiet sowie die stadteigenen Wälder außerhalb der Stadt einschließlich der Waldneubegründungen sowie die bestehenden landwirtschaftlich genutzten Freiflächen werden nachhaltig und landschaftsgerecht bewirtschaftet und weisen eine maximale Stabilität zur CO2-Fixierung auf. Der regional
    produzierte Anteil der in München verbrauchten Lebensmittel hat sich maßgeblich erhöht. Regenerative Energieträger werden in ressourcenschonendem und landschaftsverträglichem Umfang genutzt. Die Frischluftzufuhr in die Stadt ist verbessert.

    Klimawirksame Freiflächen sind in ausreichendem Umfang erhalten und unter Schutz gestellt, miteinander vernetzt und funktional aufgewertet. Sämtliche Formen der Landnutzung sind an die Klimaveränderung angepasst. In den Münchner Wäldern hat ein Wechsel zu trockenstresstoleranten Baumarten stattgefunden. Der Hochwasserschutz sowie der natürliche Wasserhaushalt sind gestärkt.

    Nutzerverhalten, Lebensstile und Gesundheit – Ziele
    Die Stadt ist Vorbild, sie informiert, motiviert und vernetzt. Die interkommunale Zusammenarbeit ist ausgebaut. Das Wissen der Stadtverwaltung ist erweitert und gebündelt. Die städtische Klimaschutzpolitik erfolgt koordiniert und Klimaaspekte sind bei der Aufgabenerfüllung umfassend berücksichtigt.

    Hier finden Sie weitere Informationen zur Leitlinie Ökologie Teil 2 -Klimawandel-Klimaschutz (PDF, 7040 KB) (PDF, 5251 KB).

    Leitlinie 11: Freizeitwert Münchens sichern

    Freizeitwert Münchens sichern – vielfältige Angebote für unterschiedliche Zielgruppen

    Grundsätzlich berücksichtigt die Freizeitlandschaft Münchens unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität und Einkommen. Es gilt daher, einen Rahmen zu schaffen, der es allen Bewohnerinnen und Bewohnern ermöglicht, ihre Freizeit möglichst wohnortnah zu verbringen und auf eine Vielfalt unterschiedlicher, öffentlicher und privater Angebote zurückzugreifen. Der öffentliche Raum soll dabei so gestaltet sein, dass er unterschiedlichen Interessengruppen offensteht und Platz zur Entfaltung bietet. Das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung muss auch in der kommunalen Freizeitpolitik zum Tragen kommen.

    Diese Grundsätze werden durch die folgenden Strategien konkretisiert:

    • Vermindern der Abhängigkeit der Freizeitaktivitäten vom motorisierten Individualverkehr. Hierfür muss der städtische Freizeitraum so gestaltet sein, dass der Anreiz, Erholungsgebiete weit außerhalb der Stadt aufzusuchen, möglichst gering wird. Der Ausbau des Radwege- und Radroutennetzes sollte auch aus diesem Grund weiter vorangetrieben werden.
    • Fördern neuer Entwicklungen und Initiativen (zum Beispiel für nicht etablierte, innovative Angebote, die oft von Initiativen entwickelt und betrieben werden, denen wenig Mittel und Betriebskapital zur Verfügung stehen).
    • Steuern und Vermeiden von Überlastungsproblemen (zum Beispiel durch die Ausweisung von entsprechenden Schutzbereichen und von unempfindlichen Nutzungen in an diese angrenzenden Gebiete).
    • Ausgleich von spezifischen Benachteiligungen und Defiziten im Freizeitangebot, die die Entwicklung von Kindern, weiblichen und männlichen Jugendlichen insbesondere im Wohnumfeld behindern. Dazu gehören auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund.
    • Verstärkte Nutzung einer qualifizierten Innenentwicklung. Vor dem Hintergrund einer verstärkten  Flächenkonkurrenz sollen alle Instrumente der Flächengewinnung (zum Beispiel im Rahmen kleinräumiger Nutzungskonzepte) und des Flächenmanagements eingesetzt sowie Zwischennutzungen von Grundstücken bzw. Gebäuden erleichtert werden.
    • Fördern von stadtteilbezogenen Freizeitaktivitäten durch ein Netz vielfältiger Angebote, verbesserte Koordination zwischen den Trägern und bessere Vermarktung der Anlagen, Vermindern der Defizite bei Freiflächen, Spiel- und Sportmöglichkeiten, ein besseres Vernetzen durch Fuß- und Radwege und eine sichere Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Einbeziehen der Bürgerinnen und Bürger in Planung und Betrieb der Anlagen fördert die Identifikation und Zufriedenheit mit dem Wohngebiet.
    • Überprüfen der kommunalen Förderung und ihrer Kostenwirksamkeit. Dabei sind öffentliche Mittel verstärkt für Freizeitaktivitäten einzusetzen, die integrativen Zielen dienen und vor allem die Lebenssituation von Familien mit Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen geschlechtsdifferenziert verbessern helfen.
    • Die Kooperation in der Region ist durch örtliche bzw. überörtlich abgestimmte Konzepte (zum Beispiel im Erholungsflächenverein) fortzuführen, die Zusammenarbeit, etwa beim Ausbau eines regionalen Radwegenetzes, ist zu verstärken.

    Leitlinie 12: Kultur stärken

    Kultur stärken – Freiräume für Innovatives und Experimentelles schaffen; die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe, dem kulturellen Gedächtnis und internationalen Entwicklungen pflegen

    Wesentliche Bestandteile der städtischen Kulturförderung sind die Förderung und Produktion von Innovativem im Diskurs mit dem kulturellen Erbe, die Auseinandersetzung mit der spezifischen Geschichte und den sich ergebenden Veränderungen der Münchner Stadtgesellschaft im Kontext internationaler und regionaler Bezüge sowie sowohl die Förderung von Künstlern und Kulturschaffenden, die in dieser Stadt wirken, als auch die Vermittlung kultureller Leistungen an eine breite Öffentlichkeit. Darüber hinaus soll Münchner Kultur in die Welt und die Welt in die Münchner Kultur gebracht werden.

    Kultur sichert, prägt und wertet das Zusammenleben durch gesellschaftliche Vereinbarungen und ästhetische Formen. Kunst und Kultur sind für das individuelle und alltägliche Leben ebenso bedeutsam wie für das Gemeinwesen. Dies gilt nicht nur für die aktive, kreative Kulturleistung. Auch die kulturelle Teilhabe hat viele Aspekte und Wirkungen: Kunstgenuss und Lebensfreude, Erweiterung des Horizonts und Wahrnehmungsveränderung, Weiterbildung und Erkenntnisgewinn, soziale Integration und Identitätsbildung. Vor diesem gesellschafts- und kulturpolitischen Hintergrund setzt das Kulturreferat der Landeshauptstadt München in den nächsten Jahren die folgenden Schwerpunkte:

    • Optimierung der Instrumente der Künstlerförderung
    • Internationale Kultur in München stärken; internationale Präsenz Münchner Kultur stärken
    • Weiterentwicklung des kulturellen Gedächtnisses und des geschichtlichen Bewusstseins
    • Entwicklung und Anwendung von Kriterien zur kulturellen Nachhaltigkeit
    • Erhaltung und Förderung der kulturellen Vielfalt in München auf der Grundlage des Grundgesetzes und seiner Wertsetzungen
    • Zeitgemäße Überarbeitung des Konzeptes „Kultur für alle“
    • Freiräume für innovative, grenzgängerische und experimentelle Kunst und Kultur schaffen
    • Verstärkte Förderung des Diskurses über Identität(en)
    • Verstärkte Orientierung am Kulturverständnis der jungen Generation
    • Verstärkte Orientierung an urbaner Kultur
    • Steigerung der Bedeutung von Kultur in der öffentlichen Wahrnehmung.

    Leitlinie 13: Familien fördern

    Kinder und Familien fördern – München familienfreundlicher gestalten

    Familien erhalten ausreichenden finanzierbaren, attraktiven und familiengerechten Wohnraum in München. Allen Kindern wird ausreichender kindgerechter und sicherer Spiel-, freizeit- und Bildungsraum und die problemlose Nutzung von Freiflächen sowie Familien die Nutzung multifunktionaler Räume mit flexiblem Zugang und  entsprechendem Platz angeboten. Eine kindgerechte Verkehrsgestaltung unterstützt alle Kinder darin, sich sicher und selbständig im Wohnumfeld zu bewegen.

    Eine Kinder- und familienfreundliche Zeitpolitik schafft mehr „Zeitwohlstand“ und Lebensqualität für Familien und unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie von Arbeits- und Betreuungszeiten. Familien erfahren Unterstützung bei der Überwindung von Armut und durch Erwerbslosigkeit bedingter sozialer Ausgrenzung. Ziel ist, die Entscheidung für ein Leben mit Kindern zu erleichtern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch familienfreundliche Arbeitsmarktstrukturen sowie eine entsprechende Infrastruktur familialer Dienstleistungen, insbesondere Kindertagesbetreuung, zu fördern. Eine fördernde, regional orientierte Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur unterstützt Familien, ihren Kindern gerechte Startchancen zu ermöglichen.

    Jedem Kind wird ein qualifizierter, seinen Fähigkeiten entsprechender Bildungsabschluss und eine entsprechende berufliche Ausbildung ermöglicht. Nur so kann Chancengleichheit erreicht und eine gesellschaftliche Integration von Kindern und Jugendlichen, vor allem aus Migrantenfamilien, sozial benachteiligten Familien und Familien mit besonderen Bedürfnissen gelingen. In München entsteht eine kommunale Bildungslandschaft mit ausreichenden bedarfsgerechten und sozialräumlich orientierten Bildungs- und Lernorten für Kinder und Familien.

    Die Landeshauptstadt München schützt und fördert die Gesundheit aller Familien und gestaltet deren Lebensbedingungen so, dass eine gesundheitsförderliche Lebensweise im Alltag erleichtert und unterstützt wird. Die Gesundheitskompetenzen und -ressourcen von Familien werden durch zielgruppengerechte Maßnahmen und Angebote gefördert. Die Gesundheitsförderung und -vorsorge richtet sich besonders an Kinder und Familien, die von Armut und sozialer Benachteiligung betroffen sind, da diese in der Regel mit erhöhten gesundheitlichen Risiken leben.

    Leistungen von Familien für die Stadtgesellschaft werden anerkannt und Rahmenbedingungen geschaffen, die zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement von Familien und für Familien erhalten und wertschätzend fördern. Für Familien wird in belastenden Lebenssituation entsprechende Beratung und Hilfeleistung angeboten. Familien erhalten durch entsprechende Rahmenbedingungen Chancen zur Selbstorganisation von familialen Netzwerken, insbesondere im sozialen Nahraum. Sie bekommen stärker als bisher die Möglichkeit, an der Planung und Realisierung von kinder- und familienrelevanten Vorhaben zu partizipieren.

    Hier finden Sie weitere Informationen zur Leitlinie Familie (PDF, 5251 KB).

    Leitlinie 14: Bildung in München

    Bildung in München – gerecht, zukunftssichernd, großstadtorientiert und weltoffen

    Bildung wird in München als ganzheitliche und vernetzte Aufgabe verstanden. Das kommunale Bildungsmanagement dient dazu, die verschiedenen städtischen Bildungsakteure gesamtstädtisch und im Stadtteil (lokales Bildungsmanagement) systematisch und kontinuierlich zu vernetzen und damit verbundene komplexe Steuerungsaufgaben zu übernehmen. Zentraler Bezugspunkt der Kooperation der verschiedenen Bildungsinstitutionen ist die Bildungsbiografie des Einzelnen unter Berücksichtigung von Kompetenzen für gesellschaftliche Teilhabe und Gestaltung und künftigem Qualifikationsbedarf der Wirtschaft.

    Die Landeshauptstadt München sichert ein bedarfsgerechtes zukunftsfähiges kommunales und öffentliches Bildungsangebot. Bildungsgerechtigkeit herzustellen ist ein zentrales Anliegen der Stadt. Neben der frühen Förderung der Kinder in Kindertageseinrichtungen, womit strukturelle Benachteiligungen abgebaut und kompensatorische Bildung von Anfang an verstärkt wird, konzentriert sich das kommunale Bildungsmanagement vor allem auf Übergangssituationen im Bildungsbereich, die entscheidend sind für Bildungschancen. Keine/r darf verlorengehen. Der Fokus liegt dabei in Stadtgebieten, in denen sich Benachteiligungen und soziale Risiken häufen.

    Die Stadt eröffnet allen Kindern und Jugendlichen die bestmöglichen Bildungschancen, ihre Potenziale zu entfalten und zu entwickeln und verpflichtet sich dabei der Gleichstellungsorientierung, Integration und Inklusion. Die Stadt sichert die hohe Qualität sowohl der schulischen als auch der beruflichen Bildung und setzt sich für die Entwicklung einer umfassenden Strategie zur Förderung von lebenslangem Lernen ein. Das beinhaltet attraktive Bildungsangebote für alle Altersgruppen, besonders auch für Ältere nach der Erwerbsphase. Wichtig für alle Bildungsbereiche ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Hierfür werden Gestaltungskompetenzen vermittelt mit dem Ziel, nachhaltiges Denken und Handeln als Kulturtechnik zu erlernen, die eine Partizipation an den notwendigen gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen ermöglicht.

    Kulturelle Bildung wird als unverzichtbarer Teil allgemeiner Bildung von Anfang an verstanden. Jede/r soll Zugang zu Bildungsangeboten und Unterstützung bei der kulturell-künstlerischen Entfaltung erhalten. Dies schließt auch den Bereich der interkulturellen Öffnung aller Bildungsangebote ein. Stadtteile und -viertel sind noch stärker als bisher einzubeziehen, z. B. durch lokale Kooperations- und Netzwerkstrukturen. Für die eigenständige Entwicklung von Kultur(en) von Jugendlichen stehen ihnen Orte und Medien für deren Ausdruck zur Verfügung.
    Ermöglicht wird zudem die Begegnung von Jugendkultur und etablierter Kultur.

    Hier finden Sie weitere Informationen zur Leitlinie Bildung (PDF, 1239 KB).

    Leitlinie 15: Gesundheit fördern

    Gesundheit: Herausforderungen begegnen, Perspektiven schaffen, Lebensqualität fördern

    Die Landeshauptstadt München schützt und fördert die Gesundheit der Münchner Stadtbevölkerung im  Zusammenwirken von individueller und kommunaler Verantwortung und unterstützt die Bevölkerung dabei, ihre Gesundheitskompetenzen zu stärken und ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu führen.

    München orientiert sich dabei an einem ganzheitlichen Gesundheitsbegriff, der die körperliche, seelische und soziale Dimension einschließt. Alle Menschen, die in München leben, haben Zugang zu einer umfassenden und adäquaten Prävention und Versorgung, unabhängig von ihrem sozialen Status, ihren finanziellen Möglichkeiten sowie unabhängig von kultureller Zugehörigkeit, Minderheitenstatus, Alter, Geschlecht und sexueller Identität.

    Menschen, die von Armut und sozialer Benachteiligung betroffen sind, werden mit kommunalen Angeboten zur Gesundheitsförderung und Prävention gezielt unterstützt, mit besonderem Schwerpunkt bei Kindern und Jugendlichen. Auch für ältere und alte Menschen werden präventive Maßnahmen ausgebaut. Die Schaffung und Erhaltung gesundheitsförderlicher Umweltbedingungen ist eine wichtige kommunale Aufgabe, um die Belastung der Münchner Bevölkerung durch Einflüsse aus der Umwelt zu reduzieren und nachhaltig für eine gesundheitsförderliche Umwelt in der Stadt zu sorgen.

    Dazu gehören unterschiedliche Bereiche wie Luftreinhaltung, Lärmminderung, Grün- und Freiflächenplanung, Ausbau von Rad- und Fußgängerverkehr, Hygienemaßnahmen usw. Die Stadt konzentriert ihre Maßnahmen vor allem dort, wo sich Umweltbelastungen für die Bevölkerung häufen und mit Gesundheitsrisiken einhergehen. Sie verpflichtet sich der Schaffung und Erhaltung von gesundheitsförderlichen Lebensbedingungen und unterstützt die Eigeninitiative der Bevölkerung bei der gesundheitsförderlichen Gestaltung ihrer Wohnumgebung und im Umgang mit Umweltbelastungen und -gefahren.

    Die Stadt erfüllt mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und als Gesellschafterin des städtischen Klinikums eine wichtige Funktion in der Gesundheitsversorgung sowohl in der Hochleistungsmedizin als auch der medizinischen Grundversorgung der Münchner Bevölkerung. Zur bedarfsgerechten Versorgung von behandlungs- und hilfebedürftigen Menschen entwickelt die Stadt darüber hinaus mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort adäquate nachhaltige Versorgungskonzepte und trägt auch mit eigenen Angeboten und Zuschüssen dazu bei. Schwerpunkte werden im geriatrischen Bereich, bei schwerst- und chronisch Kranken sowie bei psychisch Kranken und suchtkranken Menschen gesetzt.

    Hier finden Sie weitere Informationen zur Leitlinie Gesundheit (PDF, 1892 KB).

    Leitlinie 16: München – Stadt des Wissens

    Übergreifende Ziele

    • Stärkung der Wissensbasis in der Bevölkerung. Ansatz des Lebenslangen Lernens vom Kindergarten, Schule/Hochschule, Ausbildung, Beruf und im Ruhestand.
    • Sicherung eines ausreichenden Angebotes von Fachkräften in München
    • Erhalten der Attraktivität des Standortes für Kreative und Talente
    • Erhalt der wirtschaftlichen Basis durch moderne und innovative Unternehmen
    • Stärken der Kooperationen in der Region bei öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

    Infrastrukturziele

    • Unterstützung bei der Schaffung von Wohnraum für Studenten
    • Schaffung von Wohnraum für Gastforscher, Talente, Kreative und ihre Familien
    • Realisierung eines Hauses der Wissenschaft in München
    • Erhalt und ggf. Weiterentwicklung des Klinikviertels mit wissens- und gesundheitsbezogenen Nutzungsschwerpunkten
    • Realisierung eines Science Parks oder Science Centers im Raum München
    • Bedarfsgerechter Ausbau von Studienplätzen

    Öffentlichkeitsziele

    • Wissenschaftsveranstaltungen für die Bevölkerung ausbauen
    • Erhöhung der Zahl internationaler Fachkongresse und Wissenschaftsevents
    • Stadtviertel als Wissenschaftsquartiere wahrnehmen, beispielsweise über stadtviertelbezogene Veranstaltungen und Informationen in den Bürgerhäusern

    Kooperationsziele

    • Wissensvernetzung in der Region erhöhen, hierzu ist eine Wissensbilanz für die Region München bzw. die Europäische Metropolregion München zu erstellen
    • Verbindung der Standortfaktoren Wissen und Kreativität intensivieren
    • Installieren eines städtischen Wissenschaftsbeauftragten als Anlaufstelle für alle Akteure der Wissensgesellschaft, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, aber auch Studenten und Gastforscher.

    Wer beschließt die Leitprojekte?

    Die Leitprojekte werden vom Stadtrat beschlossen und haben zum Teil den Charakter von teilräumlichen oder sektoralen Konzepten und Handlungsprogrammen, wie zum Beispiel das Münchner Innenstadtkonzept oder das Programm "Wohnen in München". Die Leitprojekte bündeln zugleich die finanziellen, räumlichen und personellen Ressourcen der Landeshauptstadt auf strategisch bedeutsame Handlungsfelder.

    Was sind die Leitprojekte?

    Die Leitprojekte stellen die Instrumente und "Labors" dar, in denen neue Wege der Stadtentwicklung und des Zusammenlebens in der Stadt erprobt werden. Sie zeigen exemplarisch, wie die in den strategischen und thematischen Leitlinien formulierten Ziele und Strategien praktisch umgesetzt und optimiert werden können. Eine Übersicht der Leitprojekte finden Sie hier (PDF, 421 KB).

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Referat für Stadtplanung und Bauordnung
    Bereich Soziale Grundsatzfragen, Infrastruktur und PERSPEKTIVE MÜNCHEN

    Blumenstraße 31
    80331 München

    Fax:
    089 233-26683