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Ehemaliges Sanierungsgebiet Hasenbergl


Hasenbergl Aschenbrennerstraße mit Hofspielplatz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Hofspielplatz am Hasenbergl
© LHM

Sanierung und bürgerschaftliches Engagement Hand in Hand

Das Stadtviertel Hasenbergl wurde in den 1960er Jahren errichtet, als in München eine eklatante Wohnungsnot herrschte. Ziel war es, rasch zusätzliche und preisgünstige Wohnungen für sozial schwächere Bevölkerungsteile zu schaffen. In wenigen Jahren entstanden rund 8.000 überwiegend öffentlich geförderte Wohnungen.

Bald fanden in ihnen 26.000 Menschen ein neues Zuhause.

Die monofunktionale, zeitgleich am Stadtrand errichtete Wohnsiedlung mit großmaßstäblichen Einzelbauten in einer Parklandschaft wies jedoch einige Mängel auf, wie die monotone Architektur, die schlechte Gestaltung der Freiflächen, die Konzentration einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Außerdem fehlten wohnungsnahe Arbeitsplätze sowie Treffpunkte für Kinder und Jugendliche.

Um Mittel der Städtebauförderung zur Aufwertung der Siedlung einsetzen zu können, wurde das Hasenbergl Anfang der 1990er Jahre als Sanierungsgebiet förmlich festgelegt. Gleichzeitig wurde in einem „städtebaulichen Entwicklungskonzept“ der Neubau attraktiv gestalteter Wohnanlagen und sozialer Einrichtungen vorgeschlagen, um ein Angebot für neue Bewohnerinnen und Bewohner zu schaffen.

1999 wurde das Hasenbergl in das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ aufgenommen. Damit bestand die Möglichkeit, Fördermittel nicht nur für Baumaßnahmen, sondern auch für sogenannte nicht-investive Maßnahmen, wie zum Beispiel ein Quartiersmanagement, soziale Projekte oder die Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner und der lokalen Akteure einzusetzen. So wurden insbesondere auch Kinder und Jugendliche aktiv an der Planung und Neugestaltung ihres Stadtviertels beteiligt.

Die vorhandenen großzügigen Grün- und Freiflächen im unmittelbaren Wohnumfeld sowie öffentliche Plätze wurden neu gestaltet, besser miteinander verbunden und nutzbar gemacht. Rund 400 neue Wohnungen, ein Ladenzentrum und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche wurden behutsam in den bestehenden Stadtteil integriert. Mit der Verlängerung der U-Bahn und der Errichtung des neuen Quartiers „Nordhaide“ liegt die Siedlung zudem nicht länger isoliert am Stadtrand.

Über einen Zeitraum von 20 Jahren wurden durch die Städtebauförderung wichtige Impulse zur Verbesserung des Stadtbildes und des sozialen Lebens gesetzt. Mit der Aufhebung der Sanierungssatzung in Oktober 2009 wurden die Sanierungsmaßnahmen beendet, wobei vorhandene Kooperationsstrukturen, teilweise unter Mitwirkung des Bezirksausschusses, fortgeführt wurden.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung und Wohnungsbau

Blumenstraße 31
80331 München