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Ehemaliges Sanierungsgebiet Milbertshofen


Kulturhaus Milbertshofen, entstanden im Zuge des Programms "Soziale Stadt"  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Kulturhaus Milbertshofen
© Edward Beierle

Integrativ – kooperativ – aktivierend

Milbertshofen entstand aus einer dörflichen Siedlung. Der Stadtteil war jedoch im letzten Jahrhundert geprägt durch die ansässige Industrie und die damit verbundene hohe Verkehrsbelastung. Mit Ende der Stadtsanierung im Jahr 2009 haben Milbertshofen und seine Bewohnerinnen und Bewohner ihre Identität zurückbekommen.

Die St.-Georgs-Kirche erinnert heute noch an die dörfliche Siedlung, aus der sich Milbertshofen entwickelt hat. Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden neben dem Handwerk erste Industriebetriebe, wie BMW und Knorr Bremse, die seitdem maßgeblich das Stadtbild bestimmten. Später prägten verstärkt auch Armut und Arbeitslosigkeit das Quartier. Es fehlte an sozialer und kultureller Infrastruktur für die Bewohnerinnen und Bewohner und an Einrichtungen, Frei- und Spielflächen für Kinder und Jugendliche.

Deshalb wurden in den 1980er Jahren mit einer "Rahmenplanung" und unter Einbindung der Stadtteilbevölkerung Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Von 1986 bis 1999 kamen in Milbertshofen Städtebauförderungsmittel aus dem sogenannten Grundprogramm zum Einsatz, bevor das Sanierungsgebiet 2000 in das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen wurde. Dieses sah Fördermittel für eine innovative, nachhaltige und soziale Quartiersentwicklung vor. Es ging dabei nicht um große städtebauliche Planungen. Vielmehr sollten viele kleinteilige, grundstücksbezogene Maßnahmen und Projekte umgesetzt werden, die spürbar für eine Aufwertung des Quartiers sorgten. Profitiert von der Sozialen Stadt haben in Milbertshofen vor allem die Handlungsfelder Wohnen, öffentlicher Raum, soziale Infrastruktur, Ökonomie sowie Bildung und Kultur. Ein fester Bestandteil aller Maßnahmen war auch hier immer die aktive Beteiligung der Bevölkerung.

Mit vielen kleineren und größeren Maßnahmen, die sich über das ganze Quartier erstreckten, wurde Milbertshofen aufgewertet und für die Anwohnerinnen und Anwohner lebenswerter gemacht. Hinterhöfe wurden neu gestaltet. Ideen und Anregungen von Kindern und Jugendlichen flossen bei der Planung von neuen Spielmeilen mit ein. Entlang der ehemaligen Tramstrecke entstand ein Grünstreifen. Plätze innerhalb des Stadtteils wurden begrünt. Ein Generationengarten, wo die Anwohnerinnen und Anwohner selbst ein Feld bestellen und bepflanzen können, wurde angelegt. Mit dem neuen Kulturhaus Milbertshofen am Curt-Mezger-Platz entstand ein lebendiger Ort der Begegnung für verschiedene Kulturen und Generationen.

Bis 2005 wurden Mittel der „Sozialen Stadt“ in Milbertshofen eingesetzt. Bereits eingeleitete Maßnahmen wurden bis zur Aufhebung der Sanierungssatzung im Oktober 2009 erfolgreich abgeschlossen.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung und Wohnungsbau

Blumenstraße 31
80331 München