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Moosach


Das Untersuchungsgebiet Moosach im Luftbild  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Das neue Untersuchungsgebiet

In einem Teilbereich von Moosach beginnen vorbereitende Untersuchungen der Stadtsanierung: Das hat der Stadtrat am 28. September 2016 beschlossen.

Damit schafft die Landeshauptstadt München die Voraussetzungen dafür, dass der Bereich über mehrere Jahre hinweg Fördermittel im Programm „Soziale Stadt“ erhalten kann, um sozialen Herausforderungen begegnen und städtebauliche Missstände zu beseitigen.

Das Untersuchungsgebiet Moosach umfasst 275 Hektar und wird im Westen durch die S-Bahngleise, im Norden durch die Pelkoven-, Bingener und Triebstraße, im Osten durch die Ehrenbreitsteinerstraße, die Hanauer Straße, den Georg-Brauchle-Ring und den Westfriedhof und im Süden durch den Westfriedhof und die Allacher Straße begrenzt. Hier leben 22.400 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 2014). Das Gebiet hat eine gewachsene, heterogene Siedlungsstruktur. Die ältesten Gebäude befinden sich im ehemaligen Ortskern. Einen städtebaulichen Kontrast dazu bilden die zeilenförmigen Wohnanlagen der GWG aus den 40er und 50er Jahren an der Karlinger-, Gube- und Nanga-Parbat-Straße. Insgesamt gibt es in dem Untersuchungsgebiet Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern sowie Wohnanlagen, die teilweise unterversorgt mit Grün- und Freiflächen sind. Fehlende Querungen am Wintrichring und der Dachauer Straße stellen Barrieren für Fußgänger und Radfahrer dar.

In Moosach gibt es im Vergleich zur Gesamtstadt überdurchschnittliche soziodemografische Herausforderungen. Hervorzuheben sind die hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere bei den Jugendlichen, und der hohe Anteil an Personen mit Migrationshintergrund. Die Übertrittsquote aufs Gymnasium ist hier geringer als in anderen Teilen der Stadt, auch gehen weniger Kinder in den Kindergarten. Von 2014 bis 2020 fallen etwa 200 Sozialwohnungen aus der Bindung.

Schwerpunkte der Förderung

Schwerpunktthemen der Städtebauförderung werden die integrierte Entwicklung der Wohnsiedlungen aus den 1940er bis 1960er Jahren und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sein. Die GWG-Siedlungen sollen saniert und erweitert werden. Der ehemalige Ortskern von Moosach soll gestärkt werden, es soll mehr Grünflächen geben. Der denkmalgeschützte Westfriedhof könnte zum Quartier hin geöffnet werden. Die Einrichtung eines Bildungslokals wird untersucht. Als Auftaktmaßnahme unterstützt die Städtebauförderung die Aufwertung des Amphionparks durch Freiraumangebote mit 600.000 Euro. Weitere Schritte werden hier bekannt gegeben.

Beteiligung und Quartiersmanagement

Entscheidend für den Erfolg der Stadterneuerung ist die Mitwirkung der Akteurinnen und Akteure vor Ort. Deshalb wird in Moosach schon während der vorbereitenden Untersuchungen ein Quartiersmanagement eingerichtet. Parallel zu den Planungen der vorbereitenden Untersuchungen findet ein intensiver Informations- und Beteiligungsprozess unter Einsatz unterschiedlicher Medien, Veranstaltungen und Workshops statt. Mit einem interkulturellen Ansatz sollen auch unterrepräsentierte Gruppen erreicht werden.

Die „Soziale Stadt“

Erfahrungen in München zeigen, dass der Einsatz der Stadtsanierung ein erfolgreiches Instrument der Stadtteilentwicklung ist. Investitionen der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Kommunen in den Gebäudebestand, das Wohnumfeld und die Infrastrukturausstattung sorgen für mehr Generationengerechtigkeit, Familienfreundlichkeit und Integration im Quartier. Im Jahr 2014 wurden die Bundesmittel der Städtebauförderung erhöht. Insbesondere für das Programm „Soziale Stadt“ wurden die Mittel von 40 Millionen auf 150 Millionen Euro aufgestockt. Im Programmjahr 2016 stellt der Bund rund 140 Millionen Euro für die „Soziale Stadt“ bereit.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung und Wohnungsbau

Blumenstraße 31
80331 München