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Neuperlach


Das Untersuchungsgebiet Neuperlach im Luftbild  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Das neue Untersuchungsgebiet

In einem Teilbereich von Neuperlach beginnen vorbereitende Untersuchungen der Stadtsanierung: Das hat der Stadtrat am 28. September 2016 beschlossen.

Damit schafft die Landeshauptstadt München die Voraussetzungen dafür, dass der Bereich über mehrere Jahre hinweg Fördermittel im Programm „Soziale Stadt“ erhalten kann, um sozialen Herausforderungen begegnen und städtebauliche Missstände zu beseitigen.

Das 497 Hektar große Untersuchungsgebiet mit seinen etwa 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im Osten von München und ist Teil des größten westdeutschen Siedlungsprojektes der 1960er und 1970er Jahre. Im Westen wird es durch die Bezirksteilgrenze von Neuperlach zu Altperlach und Ramersdorf, im Norden durch die Bezirksgrenze von Ramersdorf-Perlach zu Berg am Laim und Trudering, im Osten durch den Weg von Waldperlach nach Trudering und den Hugo-Lang-Bogen und im Süden durch die Putzbrunner Straße begrenzt. Im Zentrum liegt der Hanns-Seidel-Platz, der städtebaulich entwickelt werden soll. Die homogene Siedlungsstruktur in Neuperlach mit ihrer einheitlichen Gestaltung und teils massiven Bebauung birgt Chancen, aber auch Herausforderungen. Der Umgang mit dieser Form von Großwohnsiedlung und eine zeitgemäße Antwort auf in die Jahre gekommene Strukturen ist Ziel der Stadtteilentwicklung der Landeshauptstadt München.

Neuperlach wurde im Sinne einer autogerechten Stadt gebaut, die sich durch übergroße Straßenräume und die Trennung der Verkehrsarten auszeichnet. Die Großsiedlung ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen, für Fußgänger und Radfahrer gibt es aber viele Barrieren. Teilweise fehlen Grün- und Freiflächen sowie Merk- und Orientierungspunkte. In dem Gebiet liegen das Stadtteilzentrum Perlach, fünf Nahbereichszentren und einzelne Läden, die es zu erhalten gilt.

In Neuperlach gibt es im Vergleich zur Gesamtstadt überdurchschnittliche soziodemografische Herausforderungen. Hervorzuheben sind die hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere bei den Jugendlichen, und der hohe Anteil an Personen mit Migrationshintergrund. Die Übertrittsquote aufs Gymnasium ist hier geringer als in anderen Teilen der Stadt, auch gehen weniger Kinder in den Kindergarten. Von 2014 bis 2020 fallen etwa 2.400 Sozialwohnungen aus der Bindung.

Schwerpunkte der Förderung

Schwerpunktthemen der Städtebauförderung werden die Entwicklung einer Perspektive für die in die Jahre gekommenen Großwohnsiedlungen, ihre energetische Sanierung, die Verbesserung der Wohnsituation, die Aktivierung der Freiflächen und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sein. Bei den vorbereitenden Untersuchungen soll eine Antwort auf die teils überdimensionierten Straßenräume gefunden und der Ostpark aufgewertet werden. Zukunftsthemen könnten neue Mobilitätskonzepte sein.

Beteiligung und Quartiersmanagement

Entscheidend für den Erfolg der Stadterneuerung ist die Mitwirkung der Akteurinnen und Akteure vor Ort. Deshalb wird in Moosach schon während der vorbereitenden Untersuchungen ein Quartiersmanagement eingerichtet. Parallel zu den Planungen der vorbereitenden Untersuchungen findet ein intensiver Informations- und Beteiligungsprozess unter Einsatz unterschiedlicher Medien, Veranstaltungen und Workshops statt. Mit einem interkulturellen Ansatz sollen auch unterrepräsentierte Gruppen erreicht werden.

Die „Soziale Stadt“

Erfahrungen in München zeigen, dass der Einsatz der Stadtsanierung ein erfolgreiches Instrument der Stadtteilentwicklung ist. Investitionen der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Kommunen in den Gebäudebestand, das Wohnumfeld und die Infrastrukturausstattung sorgen für mehr Generationengerechtigkeit, Familienfreundlichkeit und Integration im Quartier. Im Jahr 2014 wurden die Bundesmittel der Städtebauförderung erhöht. Insbesondere für das Programm „Soziale Stadt“ wurden die Mittel von 40 Millionen auf 150 Millionen Euro aufgestockt. Im Programmjahr 2016 stellt der Bund rund 140 Millionen Euro für die „Soziale Stadt“ bereit.

Der Handlungsraum Neuperlach

Neuperlach ist auch einer von zehn Handlungsräumen, also ein Schwerpunktgebiet der Stadtentwicklung, für das im Rahmen der "Perspektive München" ein integriertes Handlungsraumkonzept erstellt werden soll.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung und Wohnungsbau

Blumenstraße 31
80331 München