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Die nachhaltige Stadt - Stadtentwicklung, Freiraum, Klimaschutz


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Video-Statement von Stadtbaurätin Elisabeth Merk

Jahresausstellung 2021: Einführung

Wie sieht nachhaltige Stadtentwicklung aus? Wie können sich Stadtquartiere dem Klimawandel anpassen? Und warum brauchen wir mehr Freiräume und eine zukunftsfähige Mobilität? Die Jahresausstellung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung beleuchtet vielfältige Strategien und Maßnahmen für ein nachhaltiges München von morgen.

Pandemiebedingt bleibt die Jahresausstellung in der Rathausgalerie am Marienplatz vorerst geschlossen. Hier halten wir Sie über die nächsten Schritte auf dem Laufenden. Reinschauen lohnt sich - in Kürze präsentieren wir Ihnen weitere digitale Bausteine der Ausstellung.

Das sagen Oberbürgermeister Dieter Reiter und Stadtbaurätin Elisabeth Merk

Oberbürgermeister Dieter Reiter:

„Unser Klima zu schützen ist nicht nur eine globale Verantwortung, sondern auch eine sehr lokale Aufgabe. Deshalb haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, als Stadt bis 2035 und als Stadtverwaltung sogar schon bis 2030 klimaneutral zu sein. 2030, weil wir als Stadtverwaltung eine wichtige Vorbildfunktion einnehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir beispielsweise unsere langfristige Wärmeversorgung mit klimaneutraler Fernwärme aus Geothermie oder anderen erneuerbaren Quellen sicherstellen. Wir begrünen Dächer und Fassaden, schützen bestehende Bäume und werden noch mehr Bäume pflanzen. Und wir werden die Verkehrswende vorantreiben: Die Mobilität der Zukunft soll verstärkt durch umweltfreundliche Mobilitätsformen möglich sein. Daneben geht es um soziale Nachhaltigkeit: Nicht zuletzt liegt bei unseren Planungen ein Fokus auf dem öffentlichen Raum. Eine lebenswerte Stadt für unsere nachfolgenden Generationen zu gestalten, ist ein Ziel, das wir nur gemeinsam mit allen Münchner*innen erreichen können.“

Stadtbaurätin Elisabeth Merk:

„Zukunftsorientierte Stadtentwicklung versteht sich als Motor der Nachhaltigkeit – ob bei der Mobilitätswende, dem Ressourcenverbrauch oder dem Flächenmanagement. Verantwortungsvolle Planung heißt, ökologisch, klimagerecht und in sozialer Verantwortung Maßnahmen zu finden, um Klimaschutz strategisch zu integrieren und umzusetzen. Auf städtischen Grundstücken und mit unseren Wohnungsbaugesellschaften bauen wir heute schon nachhaltiger, als es der Gesetzgeber vorschreibt. Damit übernehmen wir eine wichtige Vorreiterfunktion, denn Gebäude verursachen in Deutschland etwa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und zirka 30 Prozent der CO2-Emissionen. In Siedlungen wie Neuaubing und Westkreuz, die schon einige Jahrzehnte bestehen, sind wir mit Energieberatern vor Ort und fördern die Sanierung von Gebäuden. Bei der Entwicklung neuer Quartiere, wie beispielsweise der ökologischen Mustersiedlung im Prinz-Eugen-Park, setzen wir auf Pilotprojekte innovativen Bauens, bei denen Ökonomie und Ressourcenschutz großgeschrieben sind.“

Die Isar prägt das Stadtbild von München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Derek Henthorn

Die nachhaltige Stadt

77 Prozent der Deutschen leben in Städten. Das ist Verantwortung und Chance zugleich, denn Städte verbrauchen die meiste Energie und stoßen einen Großteil der Treibhausgase aus. Stadtleben ist aber auch nachhaltig, weil es alle Bedürfnisse des täglichen Lebens auf engem Raum erfüllt.

Die Landeshauptstadt München möchte bis 2035 nicht nur klimaneutral sein, sondern muss sich auch auf noch weiter steigende Temperaturen, längere Trockenphasen und mehr Starkregenfälle einstellen. Beim Klimaschutz und der Klimaanpassung nehmen Stadtentwicklung und Stadtplanung eine Schlüsselrolle ein.

München stärkt seine Freiräume, teilt den öffentlichen Raum neu auf und setzt auf die Teilhabe aller. Die Stadt fördert eine nachhaltige Mobilität und entwickelt ihre Quartiere klimaneutral. Sie schafft bezahlbaren Wohnraum, sichert Standorte für Unternehmen du sorgt dafür, dass wir einen guten Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung haben – für eine nachhaltige Stadt von morgen.

Deine Stadt im Klimawandel

Extreme Wetterereignisse, ein steigender Meeresspiegel, Gesundheitsrisiken und massive Kosten für Gesellschaft und Wirtschaft: Politik und Forschung sind sich einig, dass die menschengemachte Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau auf zwei, besser noch 1,5 Grad Celsius begrenzt werden muss.

Im Kampf gegen den Klimawandel sind nicht nur Staaten und Kommunen gefragt, sondern auch jede*r Einzelne. Wir alle können dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Und für München ist es ein Muss, sich mit Maßnahmen der Klimaanpassung auf die weiter voranschreitende Erderwärmung vorzubereiten.

Denn auch in München sind die Folgen des Klimawandels bereits spürbar: Seit den 1960er Jahren sind die Temperaturen deutlich angestiegen. Es gibt mehr Sommer- und Hitzetage als früher. Hinzu kommen längere Trockenphasen auf der einen und mehr Starkregenfälle auf der anderen Seite, die zu Hochwasser führen.

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Nachhaltige Entwicklung hat eine ökologische, ökonomische und soziale Dimension.

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Bilanz der CO2-Emissionen (Referat für Gesundheit und Umwelt)

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Seit 1955 hat die mittlere Jahrestemperatur in München deutlich zugenommen.

Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt

Fast drei Viertel des Energieverbrauchs entfallen auf die Städte. Deshalb ist Klimaschutz vor allem eine städtische Aufgabe. Auf diese und weitere Kernaussagen haben sich die 27 in Europa für Stadtentwicklung zuständigen Ministerien 2007 in der „Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ verständigt. Ihr Ziel ist es, Ansätze einer integrierten Stadtentwicklungspolitik überall in Europa zu stärken. Die Leipzig-Charta empfiehlt zum Beispiel, Wohnen, Arbeiten und Freizeit in der Stadt wieder stärker miteinander zu vermischen sowie Innenstädte und Baukultur zu stärken. Mehr Verkehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad und ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr sind ein Gebot der Stunde. Bürger*innen sollen mitgenommen, benachteiligte Stadtteile sozial und kulturell integriert werden. Eine Novellierung der Leipzig-Charta wurde 2020 abgeschlossen.

Seit 2016 trägt die „Urbane Agenda für die EU“ dazu bei, die Prinzipien der Leipzig-Charta umzusetzen und auf eine stabilere Basis zu stellen. Sie wurde bei einem informellen Ministertreffen im „Pakt von Amsterdam“ vereinbart.

Neue Urbane Agenda

Auf internationaler Ebene wurde der globale Fahrplan für eine nachhaltige Stadtentwicklung in der „New Urban Agenda“ festgelegt. Sie ist das zentrale Ergebnis der UN-Konferenz „Habitat III“, die 2016 in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito stattfand, und eine Art methodischer Rahmen für die Stadtentwicklung in Europa.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
PlanTreff - Plattform zur Stadtentwicklung

Blumenstraße 31
80331 München