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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Autofreie Altstadt


Pflasterarbeiten am Marienplatz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Autofrei: der Marienplatz
© Michael Nagy / LHM

Masterplan für weniger Autos in der Innenstadt

In der Münchner Altstadt soll der Autoverkehr reduziert werden, um mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende und den öffentlichen Nahverkehr zu schaffen. Ziele sind eine bessere Aufenthaltsqualität und die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsformen. Langfristig sollen die Maßnahmen einen Beitrag zur Verkehrswende leisten.

Rückblick: Stadtratshearing "Autofreie Altstadt"

Am 8. Januar 2020 fand ein Stadtratshearing statt. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus anderen Städten und unterschiedlichen Fachrichtungen wurden Strategien für weniger Autoverkehr und mehr  Aufenthaltsqualität in Innenstädten diskutiert. Eine Video-Aufzeichnung finden Sie hier.

Das sind die ersten Schritte:

Fußgängerzonen: Die Dienerstraße wurde bereits für den privaten Autoverkehr mit Ausnahme von Taxis gesperrt. In einem nächsten Schritt soll die Fußgängerzone in der Dienerstraße erweitert werden. Nach dem Abbau des Christkindlmarktes werden um den Rindermarkt Radabstellanlagen ausgebaut. Dadurch entfallen die Stellplätze entlang des Brunnens.

Neue Parkregelungen: In der „Blauen Zone“ steigen die Gebühren werktags von 8 bis 23 Uhr einheitlich auf 2,50 Euro pro Stunde. Dadurch soll das Dauerparken vermieden werden; Besucherinnen und Besucher sollen in Parkhäuser ausweichen, so dass mehr Stellplätze für Anwohnerinnen und Anwohner, Handwerkerinnen und Handwerker, Lieferverkehr, Menschen mit Behinderung und soziale Dienste zur Verfügung stehen. In einer späteren Stufe wird die Parkregelung in der Altstadt grundlegend überarbeitet, ehe weitere Stellplätze im öffentlichen Straßenraum abgebaut werden.

Geprüft werden folgende Maßnahmen:

In der Innenstadt soll das Radfahren schneller, sicherer und attraktiver werden. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung prüft die Machbarkeit des per Bürgerbegehren geforderten Altstadt-Radlrings mit 2,30 Meter Mindest- und 2,80 Meter Regelbreite pro Richtung sowie seitlichen Sicherheitsabständen. Zudem wird untersucht, an welcher Stelle die Fußgängerzone erweitert und an welchen Plätzen und Straßen die Aufenthaltsqualität gestärkt werden kann. Dazu werden das Parkraummanagement und das vorhandene Stellplatzangebot überarbeitet. Allgemein wird angestrebt, eine weiträumige Verkehrsberuhigung einzuführen. Gemeinsam mit den Verbänden und Unternehmen sollen nachhaltige City-Logistik-Konzepte entwickelt werden, um den Liefer- und Ladeverkehr innerhalb der Innenstadt verträglich zu gestalten.

Hintergrund

Die Münchner Altstadt ist sehr belebt und beliebt. Hier treffen vielfältige Ansprüche, wie Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Kultur und Tourismus, aufeinander. Diese müssen bei den Planungen ebenso berücksichtigt werden wie die Erfordernisse des Wirtschaftsverkehrs. Ziel ist es, den Stadtkern zu einem großräumigen Begegnungsort zu machen, in dem Fußgängerinnen und Fußgänger das Straßenbild prägen.

Begriffsklärung

Der Begriff „autofrei“ darf nicht mit „verkehrsfrei“ oder „Fußgängerzone“ gleichgesetzt werden. Vielmehr geht es um die Entwicklung eines Konzeptes und von Instrumentarien für ein effizientes Flächenmanagement für den in der Altstadt nur begrenzt zur Verfügung stehenden öffentlichen Raum. Die Maßnahmen beziehen sich auf das Gebiet innerhalb des Altstadtrings und beziehen auch die Wegeverbindung zwischen Hauptbahnhof und Stachus mit ein.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Konzeptionen zur Autofreien Altstadt werden durch eine Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet.