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Schienenanbindung des Flughafens


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Einfahrende S-Bahn
Foto: Nagy / Stadt München

Schneller von der Innenstadt zum Flughafen

Der "Bahnknoten München" ist das bisher größte Schienenkonzept des Freistaats Bayern für die kommenden Jahre und Jahrzehnte. Ziel ist es unter anderem, den Flughafen schneller mit der Münchner Innenstadt zu verbinden. Die Landeshauptstadt München begrüßt diese Pläne.

Sie hält das Bahnknoten-Konzept für München selbst, die Europäische Metropolregion und ganz Bayern für enorm wichtig.

Das Konzept "Bahnknoten München"

Aufgrund steigender Bevölkerungszahlen ist der Schienenverkehr in München und der Region in den letzten Jahren an seine Kapazitätsgrenzen gelangt. Die Bayerische Staatsregierung will mit dem Bahnknoten-Konzept die Erreichbarkeit des Münchner Flughafens aus vielen Teilen Bayerns verbessern, den Flughafen schneller mit der Münchner Innenstadt verbinden und das Schienennetz rund um München ertüchtigen. Voraussetzung für eine schnellere Verbindung zum Flughafen ist ein zweiter Stammstreckentunnel. Des weiteren sieht das Konzept den Ausbau der Schieneninfrastruktur im Münchner Nordosten vor: Dieser erstreckt sich von Freising über die Neufahrner Kurve, den Flughafenbereich und den Erdinger Ringschluss mit Walpertskirchner Spange. Dabei soll auch die Strecke zwischen Erding, Markt Schwaben und München Ost (eventuell mit einer Verschwenkung zum Münchner Messegelände) ausgebaut werden.

Grundsatzbeschluss von 2010

Die Vollversammlung des Münchner Stadtrats hat sich 2010 (Beschluss vom 24. März) mit großer Mehrheit für das Bahnknoten-Konzept der Bayerischen Staatsregierung ausgesprochen. Nach umfangreichen Untersuchungen und einer intensiven politischen Diskussion stimmte im April 2010 auch der Bayerische Landtag dafür  - und forderte eine zügige Umsetzung.

Tunnel-Lösung im Münchner Nordosten

Aus Sicht der Landeshauptstadt München kommt für den angestrebten viergleisigen S-Bahn-Ausbau im Münchner Nordosten nur eine Tunnelführung der Bahnstrecke S 8 im Bereich Daglfing-Johanneskirchen in Betracht - als optimale Lösung für die Lärm- und Querungsproblematik und die künftige städtebauliche Entwicklung östlich der Bahnstrecke. Das hat der Stadtrat zuletzt am 15. Juni 2016 bekräftigt. Dabei ist die Stadt München bereit, die einvernehmlich festzustellenden Mehrkosten für die Realisierung der Tunnellösung gegenüber der vom Bund angestrebten Amtslösung in einem noch auszuhandelnden Umfang zu tragen. Derzeit arbeitet die Deutsche Bahn an der Grundlagenermittlung zur oberirdischen Amtslösung. Um konkret in die Planung einzusteigen, wird sich das Referat für Stadtplanung und Bauordnung finanziell an der Untersuchung der Bahn beteiligen, um diese auf die Tunnellösung auszuweiten.

Stand der Dinge

Im Oktober 2012 hat das Eisenbahn-Bundesamt für die 2007 begonnenen und Anfang 2010 eingereichten Planungen zur Neufahrner Kurve den Planfeststellungsbeschluss erlassen. Daraufhin wurde ein Realisierungs- und Finanzierungsvertrag unterzeichnet. Die Umsetzung der Neufahrner Kurve als erste Baustufe des "Erdinger Ringschlusses" ist nun bis zum Jahr 2018 vorgesehen.

Für die übrigen Bestandteile des Bahnknotens München geht es vorrangig zunächst darum, dass der Freistaat Bayern erfolgreiche Finanzierungsverhandlungen mit dem Bund führt.

Die Europäische Kommission hat entschieden, die Planungen für die Schienenanbindung des Münchner Flughafens an die Fernverkehrsstrecke München-Salzburg mit 12,5 Millionen Euro zu fördern. Das Bahnknoten-Konzept ist damit aus europäischer Sicht förderwürdig. Die EU misst der Verknüpfung des zweitgrößten deutschen Flughafens mit der internationalen Magistrale Paris-München-Salzburg-Budapest somit nicht nur regionale und nationale, sondern auch europaweite Bedeutung bei.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Abt. 3 Verkehrsplanung

Blumenstraße 31
80331 München