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Seilbahn über den Frankfurter Ring


Ideenskizze zur möglichen Seilbahn über dem Frankfurter Ring  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Erste Ideenskizze für eine mögliche Seilbahn
© Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr / Bauchplan

Studie soll Machbarkeit aufzeigen

Könnte eine Seilbahn über dem Frankfurter Ring eine zusätzliche Querverbindung im Münchner Nahverkehrssystem schaffen? Diese Frage soll eine Machbarkeitsstudie klären, die bis 2020 erstellt wird.

Seilbahnen gibt es in München bislang nicht, doch diese neue Mobilitätsform könnte das Nahverkehrssystem ergänzen und entlasten. Als Pilotprojekt wird jetzt eine zirka 4,5 Kilometer lange Tangentialverbindung im Münchner Norden zwischen dem U-Bahnhof Studentenstadt, der Tramhaltestelle Schwabing Nord, dem U-Bahnhof Frankfurter Ring und dem U-Bahnhof Oberwiesenfeld untersucht. Neben der vorgeschlagenen Haupttrasse werden acht verschiedene Verlängerungsmöglichkeiten geprüft (siehe Karte unten).

Vorteile

  • Für den Bau einer Seilbahn mit Stützen wird vergleichsweise wenig Fläche benötigt. In wachsenden, dicht besiedelten Städten ist das von Vorteil: Dort steigt nicht nur das Verkehrsaufkommen, auch der verfügbare Raum wird knapper. Der Münchner Norden ist einer der verkehrlich am stärksten belasteten Räume im Stadtgebiet.
  • Eine Seilbahn würde leise, energiesparend und unabhängig über den übrigen Verkehr schweben.
  • Sie könnte in das bestehende ÖPNV-Netz integriert werden.
  • Baukosten und Bauzeit sind deutlich geringer als bei einem U-Bahn-Ausbau, wenn auch bei deutlich kleineren Transportkapazitäten.
  • Barrieren, wie Bahngleise oder Straßen, können überwunden werden.

Die Machbarkeitsstudie

Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, die wesentlichen Voraussetzungen für ein Planungsverfahren zu erarbeiten, mögliche Schwierigkeiten der Umsetzung herauszufinden und Lösungsvorschläge zu entwickeln. Darüber hinaus soll ein Vergleich zu einer Schnellbus- und einer Tramlösung gezogen werden.

Die Machbarkeitsstudie soll sich am „Leitfaden für die Entwicklung von Seilbahnen an urbanen Standorten“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr orientieren. Für ihre Erstellung ist etwa ein Jahr anberaumt. Während des Prozesses werden die Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert, bevor der Stadtrat dann über das weitere Vorgehen entscheidet.

Im Juli 2018 hatten Oberbürgermeister Dieter Reiter und die damalige bayerische Verkehrsministerin zusammen mit der Schörghuber Unternehmensgruppe die Idee einer Seilbahn für München vorgestellt. Im Dezember 2018 gab der Stadtrat die Machbarkeitsstudie in Auftrag. Diese startet im September 2019.

Was bisher geschah

09/2019: Beginn der Machbarkeitsstudie (Dauer etwa ein Jahr)
02-06/2019: Erarbeitung des Untersuchungsinhalts für die Machbarkeitsstudie
12/2018: Beauftragung der Studie per Stadtratsbeschluss
07/2018: Vorstellung der Idee einer Seilbahn für München

Visualisierungen Seilbahnprojekt Toulouse

Visualisierung für ein Seilbahnprojekt in Toulouse Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Visualisierung für ein Seilbahnprojekt in Toulouse

Visualisierung für ein Seilbahnprojekt in Toulouse: Eingangssituation Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Visualisierung für ein Seilbahnprojekt in Toulouse: Eingangssituation

Visualisierung für ein Seilbahnprojekt in Toulouse: Gebäude Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Visualisierung für ein Seilbahnprojekt in Toulouse: Gebäude