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Stadt-Umland-Bahn


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Hybridbus (MVV GmbH)
© MVV GmbH

Ergänzung des sternförmigen Schnellbahnnetzes

Seit 1998 sind tangentiale Schienenverbindungen als Ergänzung des vorhandenen sternförmigen Schnellbahnnetzes in der Diskussion. Nachdem 2004 eine Stadt-Umland-Bahn trotz einer positiven Machbarkeitsstudie an den finanziellen Rahmenbedingungen scheiterte, wird das Thema seit 2014 im Rahmen des Arbeitskreises "ÖV-Tangenten in der Region" wieder aufgegriffen.

Machbarkeitsstudie Stadt-Umland-Bahn

Der Erfolg der Karlsruher Stadtbahn und ein gleichartiges System in Saarbrücken veranlasste eine Reihe anderer Städte, ebenfalls über derartige Systeme nachzudenken. Entsprechende Ideen für eine Stadt-Umland-Bahn (SUB) in München wurden bereits 1998 in das Forschungsprojekt Mobinet eingebracht.

Während das System in den beiden Städten Karlsruhe und Saarbrücken inzwischen das Grundgerüst des Öffentlichen Personennahverkehrs bildet, werden in der Region München das Umland und die Kernstadt bereits durch die S-Bahn und teilweise auch durch die U-Bahn miteinander verbunden, so dass die Stadt-Umland-Bahn hier lediglich eine Ergänzungsfunktion wahrnehmen könnte.

Die grundsätzliche Machbarkeit und die Bewertung des verkehrlichen Potenzials einer Stadt-Umland-Bahn als tangentiale Verbindung verschiedener S-Bahn- und U-Bahn-Äste in der Region München wurde auf Initiative der Firma BMW und der Landeshauptstadt München unter Leitung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes bis Ende 2004 im Rahmen einer zweistufigen Machbarkeitsstudie untersucht. Basierend auf dem Ergebnis dieser umfangreichen Untersuchungen wurde die SUB im Rahmen einer abschließenden wissenschaftlichen Bewertung im Auftrag der Technischen Universität München als grundsätzlich sinnvoll empfohlen.

Aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen wurde eine Realisierung damals nicht weiterverfolgt.

Arbeitskreis „ÖV-Tangenten in der Region“

Mitte 2014 startete der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) gemeinsam mit der MVV GmbH eine Initiative, den bis zum Jahr 2004 existierenden Arbeitskreis „Stadt-Umland-Bahn“ wiederzubeleben. Die Landeshauptstadt München unterstützt diese Initiative gemeinsam mit den Stadtwerken und der Münchner Verkehrsgesellschaft. Hintergrund der Initiative ist unter anderem, dass sich vor allem im Landkreis München das Meinungsbild in den letzten Jahren geändert hat. Dadurch ergeben sich für die Zukunft gegebenenfalls neue Handlungsspielräume, den Stadt-Umland-Verkehr zu verbessern und das Straßennetz im Zulauf auf die Landeshauptstadt München zu entlasten.

Da aufgrund der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen der Bau einer Stadt-Umland-Bahn derzeit weiterhin nicht darstellbar ist, wurde im Arbeitskreis entschieden, zunächst überwiegend tangentiale Buskorridore zu betrachten, die von attraktiven beschleunigten Buslinien befahren werden sollen. Die Tangentiallinien sollen sowohl stadtnah verlaufen als auch die Kreisstädte und weitere Gewerbegebiete um München miteinander verbinden.

Dazu wurden exemplarisch die Buslinienführungen zwischen Buchenau und Dachau sowie zwischen Höllriegelskreuth und Haar näher auf ihr Fahrgastpotential untersucht, um so auch Rückschlüsse für mögliche weitere Linienführungen ziehen zu können. Über die Einführung der Linien entscheiden die betroffenen Landkreise gemeinsam mit dem MVV.

Das langfristige Ziel aller Beteiligten bleibt weiterhin die Option auf eine Stadt-Umland-Bahn. Diese soll bei ausreichendem Fahrgastpotential auf einzelnen Buslinien abschnittsweise geprüft werden.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 3 Verkehrsplanung

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-21797