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Zweiter Stammstreckentunnel


Infozentrum zur zweiten Stammstrecke am Marienhof

Mit dem Spatenstich zum Bau der zweiten Stammstrecke am 5. April 2017 hat die Deutsche Bahn das zentrale Infozentrum am Marienhof eröffnet. Während der Bauzeit können sich Interessierte dort in einer multimedialen Ausstellung über den Bauablauf informieren und sich Fragen zu dem Großprojekt fachkundig beantworten lassen.

Sie finden das Infozentrum in der Landschaftstraße 7. Es ist barrierefrei zugänglich.

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag, jeweils von 13 bis 19 Uhr
An Feiertagen ist das Infozentrum geschlossen.

Aktuelles

Im Sommer 2019 soll am Marienhof mit dem Aushub der Baugrube begonnen werden. Die Ausgrabungen sind beendet und die Lärmschutzwand wurde  eingeweiht.

Am Hauptbahnhof wurde am 6. Mai 2019 der Durchgang zur Schalterhalle geschlossen, da dort mit den Bauarbeiten der neuen Station in rund 40 Metern Tiefe für die zweite Stammstrecke begonnen wurde. Im Sommer 2019 sollen die Halle und das Vordach abgebrochen und davor eine Lärmschutzwand errichtet werden. Mit den Hauptbaumaßnahmen soll Ende des Jahres 2019 begonnen werden. Alle Verkehrsmittel werden weiterhin über die Seiteneingänge erreichbar sein. Planung und Betreuung der Maßnahmen erfolgen durch die DB Netz AG.

Hier informiert die Deutsche Bahn über die Optimierungen der Planung.

Voraussetzung für wesentliche Verbesserungen im S-Bahn-System

Der vom Freistaat und der Deutschen Bahn geplante zweite Stammstreckentunnel ist die Grundvoraussetzung für wesentliche Verbesserungen im S-Bahn-System. Aus Sicht der Landeshauptstadt München ist das Großprojekt für eine Stärkung des öffentlichen Personenverkehrs dringend erforderlich.

Gründe für den Bau eines zweiten Stammstreckentunnels

  • Reduzierung der Störanfälligkeit des S-Bahn-Systems
  • Verbesserung der Betriebsqualität (Pünktlichkeit)
  • Kapazitätserhöhung für Taktverbesserungen
  • Verkehrliche Entlastung der bestehenden Stammstrecke
  • Schnelle Erreichbarkeit der zentralen Knotenpunkte Hauptbahnhof und Marienplatz
  • Gewinn neuer Fahrgäste
  • Alternative zum Individualverkehr
  • Perspektive für die stark prosperierende Metropolregion München

Geplanter Streckenverlauf

Die zweite Stammstrecke wird auf einer Länge von zehn Kilometern weitgehend parallel zur bestehenden S-Bahn-Stammstrecke zwischen den oberirdischen S-Bahn-Haltepunkten Laim und Leuchtenbergring verlaufen. In einem sieben Kilometer langen Tunnel in 35 bis 40 Meter Tiefe werden die unterirdischen, neu zu bauenden S-Bahn-Haltepunkte Hauptbahnhof, Marienhof und Ostbahnhof angefahren. Der Tunnel beginnt kurz vor der Donnersberger Brücke und endet vor dem S-Bahnhof Leuchtenbergring.

Vergleich mit einem S-Bahn-Südring

Eine vergleichende Untersuchung zwischen einem S-Bahn-Südring und dem zweiten Stammstreckentunnel ergab, dass Ersterer keine gleichwertige Alternative darstellt. Der Nutzen-Kosten-Faktor des Südrings liegt unter 1 - das heißt, die Maßnahme ist volkswirtschaftlich nicht sinnvoll und kann somit nicht aus öffentlichen Mitteln gefördert werden. Der zweite Stammstreckentunnel würde mit knapp 50.000 Fahrgästen pro Tag deutlich größere Umsteigeeffekte vom Auto auf die Schiene erreichen als der S-Bahn-Südring (zirka 39.000 Fahrgäste pro Tag). Zudem wäre die Entlastung der bestehenden Stammstrecke durch einen zweiten Tunnel doppelt so hoch wie durch einen S-Bahn-Südring, so die Ergebnisse der Untersuchung. Details finden Sie im Stadtratsbeschluss unten auf dieser Seite.

Beschlusslage

Die Planungen zur zweiten Stammstrecke wurden im Stadtrat, zuletzt mit Beschlüssen vom 25. Juli 2018 und 24. Oktober 2018, wiederholt befürwortet. Nach übereinstimmender Auffassung des zuständigen Aufgabenträgers Freistaat Bayern, der Deutschen Bahn AG, der Landeshauptstadt München und der MVV GmbH ist die zweite Stammstrecke eine wesentliche Voraussetzung zur Ertüchtigung des S-Bahn-Systems sowie zur Weiterentwicklung des gesamten Schienenpersonenverkehrs in der Metropolregion München. Die zweite Stammstrecke ist ohne Alternative, um die wachsenden Verkehrsbeziehungen zwischen Stadt und Umland verträglich abwickeln zu können. Sie stellt zudem eine wesentliche Voraussetzung für eine schnellere Anbindung des Münchner Flughafens dar.

Kosten und Finanzierung

Am 21. Dezember 2016 hat die Bayerische Staatsregierung gegenüber der Deutschen Bahn AG die Finanzierung rechtsverbindlich zugesichert. Die Gesamtkosten des Projekts betragen nach aktueller Kalkulation 3,18 Milliarden Euro, mit Risikozuschlag 3,85 Milliarden Euro. Der Finanzierungsvertrag zwischen Bund und Freistaat Bayern sieht vor, dass der Bund die förderfähigen Kosten in Höhe von 60 Prozent trägt. Der Freistaat Bayern übernimmt 40 Prozent.

Planfeststellungsbeschlüsse / Baurecht

Das Projekt ist in drei Planungsfeststellungsabschnitte unterteilt. Für den West-Abschnitt zwischen Laim und Karlsplatz wurde der Planfeststellungsbeschluss am 9. Juni 2015 erlassen, für den mittleren Abschnitt zwischen Karlsplatz und Isar am 24. August 2009 und für den Ost-Abschnitt am 25. April 2016. Damit sind alle Planfeststellungsbeschlüsse rechtskräftig. Die Planfeststellungsunterlagen finden Sie auf der Website der Deutschen Bahn.

Infos der Projektbeteiligten

Weitere Informationen zur zweiten Stammstrecke und den Baumaßnahmen finden Sie auf den Seiten der Projektbeteiligten:

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 1 Recht,Verwaltung,Regionales (RVR)

Blumenstraße 31
80331 München