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Piazza Zenetti: Testphase für den neuen Zenettiplatz

Der Zenettiplatz im Schlachthofviertel war bis Anfang November eine Piazza und ein Treffpunkt für alle Münchnerinnen und Münchner. Wo sonst Autos geparkt haben, gab es verschiedene Sitzgelegenheiten, einen Bücherschrank und mehr Grün. Bei einem Online-Dialog wurden die Bürgerinnen und Bürger gefragt, wie ihnen der umgestaltete Platz gefallen hat.

Online-Dialog

Die Projektpartner von City2Share möchten zur Diskussion anregen, wie öffentlicher Raum attraktiver gemacht und mit mehr Aufenthaltsqualität ausgestattet werden kann. Dabei spielen auch innovative Mobilitätskonzepte eine Rolle – denn diese können helfen, Freiräume zu erhalten oder neu zu schaffen. Bei einem Online-Dialog wurden die Anwohnerinnen und Anwohner nach ihrer Meinung zur Piazzi Zenetti gefragt zu den Themen Platzgestaltung, Mobilität und Sharing-Angebote. Die Daten werden nun ausgewertet und werden in Kürze hier veröffentlicht. Weitere Informationen zum Online-Dialog finden Sie hier.

E-Mobilitätsstationen

In der Straße "Am Glockenbach 14" ist Anfang November eine neue Mobilitätsstation in Betrieb gegangen. Nach dem Zenetti- und Kindlerplatz ist es die dritte Station. Eine vierte E-Mobilitätsstation soll bis Jahresende am Goetheplatz (Häberlstraße, Ecke Lindwurmstraße) folgen. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom 2. November 2018.

Am 17. September 2018 hat Oberbürgermeister Dieter Reiter die Piazza Zenetti eröffnet und dort die neue Mobilitätsstation eingeweiht. Die Piazza Zenetti soll als Freiraum für die Nachbarschaft langfristig im Schlachthofviertel etabliert werden. Sie ist ein Projektbaustein von City2Share. Architektinnen und Architekten haben gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern ein Gestaltungskonzept entwickelt, um gemeinsam die Mobilität im Stadtteil so zu gestalten, dass sich der Verkehr reduziert und somit die Lebensqualität gesteigert wird. Mehr Infos finden Sie auf der Beteiligungs-Plattform.

Logo "City2Share"  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Ein Forschungsprojekt für vernetzte urbane Mobilität

Weniger Verkehr mit weniger Emissionen für mehr Lebensqualität mit besserer Mobilität – so lautet das Ziel des Forschungsprojekts „City2Share“. Von 2016 bis 2020 untersuchen zehn Partner aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft in ausgewählten Innenstadtrandgebieten Münchens und Hamburgs den Erfolg neuer Konzepte auf Basis der e-Mobilität.

Urbanisierung und stetiges Wirtschafts-, Bevölkerungs- und Verkehrswachstum benötigen neue Ideen und Lösungen, vor allem in Ballungsräumen. City2Share verbindet in einem völlig neuen Ansatz Multimodalität, urbane Elektromobilität, autonomes Fahren, e-Car- und Bikesharing sowie Logistik mit der Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. In München wird dieser Ansatz in den Modellquartieren Untersendling und Isarvorstadt erprobt. Dort arbeitet die Stadt mit verschiedenen Partnerinnen und Partner an einem Angebot von integriertem Individual- und Lieferverkehr. Mittels Partizipation werden Konzepte und Lösungen und deren Wirkungen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Anwohnerinnen und Anwohnern sowie dem Einzelhandel diskutiert und umgesetzt.

Neues Sharing-System

Im Projektzeitraum wird ein optimiertes Sharing-System entwickelt und erprobt – teilweise mit autonomen Elektrofahrzeugen, induktiven Ladestationen und Pedelecs. Die Stadtwerke München (SWM), die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Landeshauptstadt München (LHM) richten im ersten Halbjahr 2018 in Wohngebieten und an Verkehrsknotenpunkten in Untersendling und der Isarvorstadt vier unterschiedlich ausgestattete Mobilitätsstationen ein und erweitern die bestehenden Sharing-Systeme. Dabei kommen im Rahmen des Mietradsystems MVG Rad erstmals Pedelecs zum Einsatz. Außerdem werden spezielle Stellplätze für Carsharing-Fahrzeuge eingerichtet und die e-Ladeinfrastruktur im Quartier verbessert. Es folgen Tests zur Akzeptanz der Nutzer und zur verkehrlichen Wirkung.

Insgesamt werden die Serviceangebote verbessert. Die Fahrzeuge des Carsharing-Anbieters DriveNow etwa haben seit Mai 2017 einen Parksuchdienst. Das Feature hilft Kunden dabei, freie und speziell für Carsharing-Fahrzeuge ausgewiesene Parkplätze an naheliegenden Mobilitätsstationen zu finden.

Neues e-Lieferkonzept

Die Stadt und ihre Partner entwickeln und testen ein neues innerstädtisches Lieferkonzept mit elektrischen Lastenfahrrädern. Diese werden in unterschiedlicher Ausführung eingesetzt. Ziel ist es, ein übertragbares e-Lieferkonzept für innerstädtische Wohnquartiere zu schaffen, das die Belastungen durch Lieferverkehr soweit wie möglich minimiert. Dafür sind kleinteilige Verteilstationen notwendig.

Das Logistik-Unternehmen UPS hat im Juli 2017 den Testlauf von drei Micro-Depots gestartet: Paket-Container werden morgens im Quartier aufgestellt und abends wieder abgeholt. Tagsüber liefern Boten die Sendungen per Lastenrad oder zu Fuß mit der Sackkarre an die Haushalte. Ziel der Aktion ist es, den Lieferverkehr zu reduzieren und einen Beitrag für mehr nachhaltige Mobilität zu leisten. Ein Micro-Depot gibt es im Glockenbachviertel (Am Glockenbach 14), weitere Standorte am Schlachthof und am Kidlerplatz. Am 13. Juli 2017 wurde das Micro-Depot im Glockenbachviertel offiziell eröffnet.

Die Standorte wurden von der Universität der Bundeswehr mathematisch ermittelt. Dafür wurden die Zustellorte und ihre jeweiligen Paketvolumen gewichtet und die durchschnittlichen Entfernungen berechnet.

Wettbewerb zur Containergestaltung

Um den Micro-Depots eine ansprechende Gestaltung zu geben, hat UPS in Kooperation mit der AMD Design School in München einen Wettbewerb ausgelobt. Im Rahmen eines Seminars haben Studierende das Viertel untersucht und die Bewohnerschaft interviewt. Darauf aufbauend entwickelten sie Entwürfe für das Micro-Depot. Der Gewinnerentwurf stammt von Sophie Baumgärnter. Er ziert seit September 2017 die Container im Glockenbachviertel und in der Zenettistraße.

Bürgerbeteiligung

Über ein Beteiligungsverfahren werden die Anwohnerinnen und Anwohner früh in das Projekt einbezogen, um die Konzepte und Lösungen zu diskutieren. Über Begleitforschung und Nutzerakzeptanzstudien wird die Wirkung der Maßnahmen erforscht und dokumentiert. Die Übertragbarkeit auf andere Städte wird untersucht. Die Bürgerinnen und Bürger sind auch bei der Gestaltung des öffentlichen Raums rund um die Mobilitätsstationen gefragt! Sie können auch Ideen für mehr Aufenthalts- und Lebensqualität in ihrem Quartier einbringen. Die Bürgerbeteiligung startete im Herbst 2017.

Förderung

City2Share wird im Rahmen des Förderprogramms "Erneuerbar Mobil – Förderung von Forschungsvorhaben zum Thema Elektromobilität" des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit 5,8 Millionen Euro gefördert.

Partner

Projektpartner sind unter der Führung der BMW Group die Landeshauptstadt München, die Stadtwerke München, die Münchner Verkehrsgesellschaft, die Hamburger Hochbahn AG, Siemens, UPS, DriveNow, die Universität der Bundeswehr München, die TU Dresden und das Deutsche Institut für Urbanistik (difu).

Sie haben Fragen?

Dann schreiben Sie uns eine E-Mail: city2share@muenchen.de

Eröffnung Micro-Depot Am Glockenbach, 2017

Oberbürgermeister Dieter Reiter bei der Eröffnung des Micro-Depots im Glockenbachviertel am 13. Juli 2017 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Oberbürgermeister Dieter Reiter mit Lastenfahrrad

Der so genannte e-Cargo-Cruiser Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Der sogenannte e-Cargo-Cruiser

Das neu gestaltete Micro-Depot Am Glockenbach 14 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Das Micro-Depot Am Glockenbach 14 erstrahlt nun in neuen Farben.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 3 Verkehrsplanung

Blumenstraße 31
80331 München