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Sendlinger Straße


Sendlinger Straße im Sommer   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Südlicher Teil wird zur Fußgängerzone

Der Stadtrat hat im Oktober 2017 beschlossen, die gesamte Sendlinger Straße dauerhaft als Fußgängerzone einzurichten. Das Baureferat wurde mit der Planung der Umgestaltung unter Einbeziehung des örtlichen Bezirksausschusses beauftragt.

Vorangegangen war ein einjähriger Verkehrsversuch, bei dem der südliche Teil der Sendlinger Straße probeweise zur Fußgängerzone wurde. Dieser ist seit Juli 2017 beendet. Die Testphase verlief recht positiv. Sowohl die Anwohnerinnen und Anwohner und die Gewerbetreibenden als auch die Passantinnen und Passanten haben die Fußgängerzone gut angenommen.

Der Testversuch: Beobachtungen und Befragungen

Am 1. Juli 2016 war der südliche Teil der Sendlinger Straße zwischen der Herzog-Wilhelm- und Hermann-Sack-/Hackenstraße, testweise für ein Jahr in eine Fußgängerzone umgewandelt worden. In dieser Zeit wurden Anwohnerinnen und Anwohner, Passantinnen und Passanten sowie Gewerbetreibende der Sendlinger Straße befragt. Auch Beobachtungen und Erhebungen zum fließenden und ruhenden Verkehr im Umfeld des Verkehrsversuchs fanden statt. Es wurde auch ein Beschwerde-Telefon eingerichtet, das rege genutzt wurde. Im Fazit ist der Verkehrsversuch sowie die Einrichtung der Fußgängerzone als recht positiv zu bewerten. Durch die Fußgängerzone hat sich neben der Wohn- auch die Aufenthaltsqualität verbessert. Die Möglichkeit des Flanierens und das Verweilen in Cafés draußen auf der Straße wird sehr geschätzt. Die neugewonnene Ruhe ohne viel Verkehr wird geschätzt. Erste Erhebungen zeigen eine Zunahme der Passantenfrequenz. Bemängelt hingegen wird vor allem von Bewohnern, dass es wenig Parkmöglichkeiten gibt. Eine zukünftige Anwohnergarage wird planerisch verfolgt. Gewerbetreibende wünschen sich darüber hinaus eine Verlängerung der Zufahrtszeiten.

Das hat sich am 1. Juli 2016 geändert

Ziel des Testversuchs war es, die Aufenthaltsqualität im südlichen Teil der Sendlinger Straße entscheidend zu verbessern. Davon profitieren sollten nicht nur die Fußgänger, sondern auch die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Gewerbetreibenden.

Die Änderungen im Überblick

Seit 1. Juli 2016 dürfen in der Sendlinger Straße grundsätzlich keine Fahrzeuge mehr fahren oder parken. Es gibt jedoch Ausnahmen für mobilitätseingeschränkte Patienten der dortigen Arztpraxen, für Lieferanten, Anwohnerinnen und Anwohner:

  • Lieferverkehr der Anlieger und gewerblicher Lieferverkehr bis 7,5 Tonnen kann täglich zwischen 22.30 und 10.15 Uhr in die Fußgängerzone ein- und ausfahren. Dazu ist keine spezielle Erlaubnis nötig.
  • Von 10.15 bis 22.30 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ist eine Zufahrtserlaubnis nötig. Die genauen Regelungen finden Sie in der Postwurfsendung des Kreisverwaltungsreferats, die Sie weiter unten auf dieser Seite herunterladen können. Dort steht auch das Antragsformular zum Download bereit.
  • Die Zufahrt in die Fußgängerzone Sendlinger Straße kann seit 1. Juli 2016 nur über die Hermann-Sack-Straße erfolgen. Die Ausfahrt erfolgt über die Herzog-Wilhelm-Straße.
  • Die Hermann-Sack-, Hacken- und Herzog-Wilhelm-Straße bleiben unverändert befahrbar.
  • Radfahren ist von 21 bis 9 Uhr erlaubt. Außerhalb dieser Zeit muss das Fahrrad geschoben werden.

Verwarnungsgeld bei Verstößen

Seit 25. Juli 2016 erhebt die Kommunale Verkehrsüberwachung in der Sendlinger Straße Verwarnungsgeld bei Verstößen gegen das Einfahrtsverbot und hat mit der Überwachung der neuen Fußgängerzone unter normalen Bedingungen begonnen.

Das Verwarnungsgeld beträgt:

  • 15 Euro für die Benutzung des Fußgängerbereichs durch Radfahrerinnen und Radfahrer
  • 20 Euro für die Benutzung des Fußgängerbereichs durch Kraftfahrzeuge
  • 30 Euro für das Parken im Fußgängerbereich
  • 75 Euro für die Benutzung des Fußgängerbereichs durch Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen

Das Kreisverwaltungsreferat und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunalen Verkehrsüberwachung bitten um gegenseitige Rücksichtnahme und um die Beachtung der neuen Regeln. Diese gelten solange, bis der Stadtrat über die endgültige Umgestaltung der Sendlinger Straße entschieden hat.

Der Umgriff für den Verkehrsversuch  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Der zu untersuchende Bereich der Sendlinger Straße

Hintergrund

Die Sendlinger Straße ist im nördlichen Teil bereits 2013 erfolgreich zur Fußgängerzone umgestaltet worden. Am 13. April 2016 hat der Stadtrat beschlossen, auch den südlichen Teil probeweise für ein Jahr zur Fußgängerzone zu machen. Der einjährige Verkehrsversuch soll Klarheit über die Auswirkungen bringen.

Die Umgestaltung der Sendlinger Straße zur Fußgängerzone wird seit über 30 Jahren diskutiert. Mit der Neubebauung des Areals des Süddeutschen Verlags zwischen Färbergraben und Hackenstraße haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Mit der Fußgängerzone im Nordteil der Straße wurden positive Erfahrungen gesammelt. Nun könnte auch die komplette Sendlinger Straße einen positiveren Charakter bekommen, der zum Flanieren, Einkaufen und Aufenthalt einlädt. Auch die Singlspielerstraße und Schmidstraße werden in das Konzept einbezogen.

Fußgängerzone Sendlinger Straße

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Südlicher Teil der Sendlinger Straße

Fußgängerzone Sendlinger Straße im Winter Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Die Sendlinger Straße Süd ist testweise ein Jahr Fußgängerzone

Sendlinger Straße im Sommer Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Sendlinger Straße im Sommer

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 3 Verkehrsplanung

Blumenstraße 31
80331 München