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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Pop-up-Radwege


Erster Pop-up-Radweg in der Elisenstraße  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy, LHM

Fünf temporäre Radspuren in der Innenstadt

Die Landeshauptstadt München richtet aufgrund der Corona-Pandemie in fünf Straßen der Innenstadt vorübergehend Pop-up-Radwege ein, um mehr Platz für Radfahrende zu schaffen, Mindestabstände zu garantieren und Unfälle zu vermeiden. Denn viele Menschen steigen dieser Tage vom ÖPNV aufs Rad um.

Hier entstehen die neuen Radwege:

  • Rosenheimer Straße I: Zwischen Orleansstraße und Rosenheimer Platz wird die jeweils rechte Fahrspur in beide Richtungen in Radwege umgewandelt. Die Parkplätze im Baumgraben können weiter angefahren werden.
  • Rosenheimer Straße II: Zwischen Lilienstraße und Am Lilienberg wird stadtauswärts die rechte Fahrspur in einen Radweg umgewandelt. Die Park- und Haltemöglichkeit wird aufgehoben, der Gehweg wird breiter.
  • Zweibrückenstraße: Zwischen Erhardt- / Steinsdorfstraße und Rumford- / Thierschstraße fallen die jeweils rechten Fahrstreifen in beide Richtungen zugunsten neuer Radwege weg. Die jetzigen Radwege werden dem Gehweg zugeschlagen.
  • Elisenstraße: Zwischen Dachauer Straße und Lenbachplatz entstehen anstelle des jeweils rechten Fahrstreifens neue Radwege in beide Richtungen.
  • Theresienstraße: Zwischen der Türken- und Schleißheimer Straße wird die rechte Fahrspur zum Radweg; zwischen der Türken- und Luisenstraße wird der neue Radweg versuchsweise auch für Busse freigegeben.
  • Gabelsbergerstraße: Zwischen der Arcis- und Türkenstraße wird die rechte Fahrspur zum Radweg und probeweise auch für den Busverkehr freigegeben.

Die Radwege werden befristet bis Ende Oktober 2020 eingerichtet und  gelb oder im Baustellen-Stil markiert. Die Markierungsarbeiten haben am 22. Juni begonnen. Größere Umbaumaßnahmen sind nicht nötig. Am Ende werden die Maßnahmen evaluiert und dem Stadtrat zur weiteren Entscheidung vorgelegt.

Hintergrund: Veränderungen durch Corona

  • Rechnet man gemäß einer Studie des Deutschen Städtetags aufgrund der Corona-Pandemie mit einer Verlagerung von 75 Prozent der Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Auto und Fahrrad (zu je 50 Prozent), so wären es täglich jeweils 450.000 Wege und 150.000 Radfahrende mehr.
  • Erhebungen an den sechs Dauerzählstellen von Januar bis Mai 2020 zeigen, dass der Radverkehr durch die Corona-Pandemie deutlich zugenommen hat. Allein im April lagen die Werte um etwa 20 Prozent höher - trotz Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen, aber auch durch das schöne Wetter.
  • Laut Polizei nahmen die Radunfälle bis Ende April 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 Prozent zu, obwohl die  Verkehrsunfälle insgesamt durch die Ausgangsbeschränkungen um 21,7 Prozent zurückgingen.
  • Sollte in den kommenden Wochen und Monaten eine weitere Verlagerung von ÖPNV-Fahrten auf das Fahrrad stattfinden, ist (auch wetterbedingt) mit einer noch stärkeren Zunahme des Radverkehrs zu rechnen.
  • Genaue Zahlen für die Zählstellen an der Erhardt- und Margaretenstraße finden Sie unten.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stabsstelle Radverkehr der Landeshauptstadt München

Blumenstraße 31
80331 München