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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Verkehrsdaten


Hauptverkehrsmittel nach dem Modal Split  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Hauptverkehrsmittel (Modal Split)
© LHM

Mobilität in München 2017: Haushaltsbefragung

Für die bundesweite Haushaltsbefragung „Mobilität in Deutschland“ (MiD) 2017 liegen erste Ergebnisse vor: Diesen zufolge legen die Münchnerinnen und Münchner anteilig deutlich mehr Wege mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurück als noch 2008. Die Landeshauptstadt München hat sich zum dritten Mal an der MiD beteiligt.

Erste Ergebnisse

Dafür fahren die Münchnerinnen und Münchner anteilsmäßig weniger mit dem Auto und gehen weniger Strecken zu Fuß. Auch bei der „MVV-Bevölkerung“ insgesamt, also allen im S-Bahn-Bereich lebenden Menschen (MVV-Verbundraum), und im Münchner Umland sind die Anteile des öffentlichen Verkehrs und des Radverkehrs gestiegen. Die genauen Modal-Split-Werte finden Sie in der Grafik rechts oben.

Außerdem kam bei der Befragung heraus, dass ein Fünftel der erwachsenen Münchner Bevölkerung (20 Prozent) und drei Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Münchner Umland mittlerweile eine Carsharing-Mitgliedschaft besitzen. Im MVV-Verbundraum insgesamt liegt diese Quote bei zwölf Prozent.

Stichprobe

Ein ganzes Jahr lang wurden 14.410 zufällig ausgewählte Haushalte zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten befragt, 8.195 davon in München. Darüber hinaus haben die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV) Vertiefungsstichproben beauftragt. Um die Ergebnisse zu interpretieren, sind noch weitere Analysen nötig. Diese werden in einem Ergebnisbericht zusammengefasst, der 2019 veröffentlicht wird.

Hintergrund

Das in den vergangenen zehn Jahren veränderte Mobilitätsverhalten ist im Großraum München vor allem auf das starke Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum, aber auch auf innovative Mobilitätsangebote und -entwicklungen zurückzuführen. Die Daten der Studie stellen eine wichtige Grundlage für die Verkehrsplanung dar und sind insbesondere für die Erarbeitung des neuen Mobilitätsplans und die Entwicklung von Zielen, Strategien und Maßnahmen für eine stadtverträgliche Mobilität unerlässlich.

Verkehrsmengenkarte 2017 ohne Index  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Verkehrsmengenkarten

Die Verkehrsmengenkarten Gesamtverkehr und Schwerverkehr bilden die Verkehrsbelastungen in der Landeshauptstadt München, vorwiegend im Hauptverkehrsstraßennetz, im Gesamtquerschnitt der jeweiligen Straße ab.

Die Darstellungen gehen auf rund 500 manuelle Einzelzählungen an Knotenpunkten und Querschnitten zurück. Sie werden kontinuierlich mit aktuellen Zählungen ergänzt und jährlich neu aufgelegt.

Die dargestellten Belastungen basieren in der Mehrzahl auf 2 x 4-Stunden Erhebungen in zwei Zählblöcken (von 6 bis 10 Uhr und von 15 bis 19 Uhr) und einem anschließend hoch­gerechneten Tageswert (24 Stunden). Grundsätzliches Zählintervall ist hierbei die Viertelstunde, sodass auch Verkehrsspitzenzeiten im Tagesverlauf genau erfasst werden.

In regelmäßigen Abständen durchgeführte 24-Stunden-Tageszählungen wie zum Beispiel am Bahn-, Isar- und Stadtgrenzenschnitt dienen auch zum Plausibilitätsabgleich der Kurzzeiterhebungen.

Erhoben wird grundsätzlich an typischen, repräsentativen Werktagen (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag) außerhalb von Ferienzeiten, Feier- und Brückentagen. Baustellen, Großer­eignissen oder andere Faktoren, die das werktägliche Verkehrsgeschehen beeinflussen, werden bei den Erhebungen vermieden. Die Ergebnisse geben somit den durchschnittlichen werktäglichen Verkehr (DTVw) wieder.

Der bei den Verkehrszählungen gesondert erfasste Schwerverkehr wird in einer eigenen Belastungskarte dargestellt. Zum Schwerverkehr zählen Kleinlastfahrzeuge mit Zwillingsbereifung, Lastkraftwagen größer als 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht mit und ohne Anhänger, Sattelzüge und Busse.

Verkehrsprognose 2030

Für die Aufstellung von Bebauungsplänen und weiteren Fragestellungen werden Verkehrsprognosen für den motorisierten Individualverkehr und den öffentlichen Verkehr benötigt. Die Berechnung solcher Verkehrsprognosen erfolgt über ein Gesamtverkehrsmodell.

Dieses wird vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München zusammen mit der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV GmbH) und der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG mbH) betrieben.

Für Planungsvorhaben können anhand des Modells die Änderungen des Verkehrsaufkommens berechnet und dargestellt werden. Ebenfalls lassen sich großräumige Auswirkungen aufgrund von Netzänderungen (Verkehrsangebotsseite) beziehungsweise Strukturänderungen (Verkehrsnachfrageseite) analysieren und prognostizieren. Auf Verkehrsprognosen basieren auch die rechtlich erforderlichen Lärmberechnungen im Zuge von Bebauungsplänen und Planfeststellungsverfahren.

In folgenden Bereichen und Fragestellungen wird das Verkehrsmodell regelmäßig angewendet:

  • Berücksichtigung verkehrlicher Belange im Rahmen der Bauleitplanung (Analyse und Prognose, Eingangsgröße für die Lärmberechnung),
  • die Aufstellung, Umsetzung und Fortschreibung des Verkehrsentwicklungs- und Nahverkehrsplans der Landeshauptstadt München,
  • Datenbereitstellung und fachliche Begleitung der Lärmaktions- und Luftreinhalteplanung aus Sicht der Verkehrsplanung,
  • Datengrundlage für Leistungsfähigkeitsberechnungen von Knotenpunkten und Bemessung von Straßenquerschnitten.

Für weitere Fragen schreiben Sie bitte eine E-Mail an verkehrsdaten@muenchen.de

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 3 Verkehrsplanung

Blumenstraße 31
80331 München