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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Münchens Mobilität der Zukunft


So gelingt die Verkehrswende

Die Landeshauptstadt München erstellt einen Gesamtplan, wie die Mobilität in den nächsten Jahrzehnten aussehen soll: Mehr Menschen sollen vom eigenen Auto auf öffentliche Verkehrsmittel und andere Mobilitätsarten umsteigen. Es wird verschiedene Mobilitätsformen geben, die optimal ineinandergreifen.

Außerdem wird der öffentliche Raum zugunsten von Zufußgehenden, Radfahrenden und ÖPNV neu aufgeteilt. Das Ziel ist eine gut vernetzte, umweltfreundliche und platzsparende Mobilität. Hier die Bausteine des "Mobilitätsplans für München" - einige von ihnen sind bereits beschlossen, bei anderen handelt es sich um Ziele für die Zukunft:

Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs

Der ÖPNV ist das Rückgrat für eine nachhaltige Mobilität. Das Angebot wird erheblich verbessert – durch den neuen Hauptbahnhof, die zweite Stammstrecke, neue Busspuren, U-Bahn- und Tramlinien, Taktverdichtungen, mehr Zuverlässigkeit und Komfort. Das bestehende Netz wird durch Tangenten dezentralisiert und, soweit sinnvoll, in der Zukunft durch innovative Verkehrsmittel wie Seilbahnen oder On-Demand-Angebote ergänzt. Die Folge sind weniger Staus und frei werdende Flächen, die zum Beispiel für Spuren für Expressbusse, Radwege oder als Aufenthaltsräume genutzt werden können.

Verbesserung der Radinfrastruktur

Das Radeln in der Stadt wird deutlich sicherer und attraktiver. Der per Bürgerbegehren geforderte durchgängige und sichere Altstadt-Radlring wird schrittweise umgesetzt; jedes Quartal beschließt der Stadtrat zudem ein Bündel an weiteren Maßnahmen, um das Straßennetz deutlich fahrradfreundlicher zu gestalten. Damit werden die Forderungen aus dem zweiten Bürgerbegehren „Radentscheid“ bis 2025 weitestgehend realisiert. Münchens erste Radschnellverbindung vom Stachus in Richtung Garching und Unterschleißheim wird die Innenstadt mit dem Umland verbinden; fünf weitere sternförmige Trassen und ein Radschnellverbindungsring werden untersucht.

Neue Angebote für den Stadt-Umland-Pendelverkehr

Das berufsbedingte Pendeln zwischen Stadt und Region wird erleichtert: An den Autobahnen und Haupteinfallstraßen sollen vor den Toren der Stadt zukünftig moderne Park&Ride-Anlagen entstehen. Von dort aus können Expressbusse auf gesonderten Fahrstreifen ohne Stau und Zeitverlust in die Innenstadt weiterfahren. Der Besetzungsgrad von ein- und auspendelnden Autos kann erhöht werden, indem die Busspuren von Fahrzeugen mit mehreren Insassen mitbenutzt werden dürfen. Diese „High-occupancy vehicle lanes“ tragen im Ausland bereits erfolgreich zur Verringerung des Autoverkehrs bei. Für die „erste“ und „letzte Meile“ von und zu ÖPNV-Haltestellen werden mehr Sharing- und On-Demand-Dienste bereitgestellt, zum Beispiel Rufbusse.

"Autofreie" Altstadt

Durch neue Parkregelungen, weniger Stellplätze, verkehrsberuhigte Zonen und nachhaltige Logistikkonzepte wird der Autoverkehr in der Altstadt und Innenstadt reduziert. Der dadurch frei werdende Raum kommt dem Rad-, Fuß- und öffentlichen Nahverkehr ebenso zugute wie der Aufenthaltsqualität und den fürs Stadtklima so wichtigen Grün- und Freiräumen. Notwendige, nicht vermeidbare Autofahrten in die Innenstadt sind auch weiterhin möglich. In erster Linie werden hier aber in Zukunft emissionsfreie, innovative Verkehrsmittel die Mobilität prägen. Effiziente City-Logistikkonzepte gestalten den Liefer- und Ladeverkehr verträglich.

Mobilitätskonzepte

Bei der Planung von Neubauquartieren und bei Stadtsanierungsprojekten werden Mobilitätskonzepte von Anfang an mitgedacht. Der Fokus liegt auf einer lebendigen, ausgewogenen Nutzungsstruktur, bei der möglichst viele Angebote des täglichen Bedarfs im unmittelbaren Wohnumfeld zu finden sind. Kurze Wege, eine gute innere und äußere Erschließung des Quartiers mit dem ÖPNV, Car- und Bike-Sharing-Angebote ermöglichen ein Leben ohne eigenes Auto und steigern die Lebensqualität.

Innovative Verkehrsmittel

Die Mobilität ist stark von der Digitalisierung und von Innovationen geprägt. Die Landeshauptstadt München greift diese auf, plant vorausschauend und ist offen für Trends. Das automatisierte und vernetzte Fahren wird derzeit zusammen mit Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung erforscht; für den verkehrlich stark belasteten Münchner Norden wird eine Seilbahn über den Frankfurter Ring untersucht. Bei allen neuen Technologien steht das Nutzerbedürfnis im Mittelpunkt.

Der Mobilitätsplan als Rahmen

Wie kann die Mobilität der Zukunft aussehen? Das diskutiert die Landeshauptstadt München mit den Bürgerinnen und Bürgern. Ihre Ideen fließen in den Mobilitätsplan ein, der die Leitplanken für die künftige Verkehrsentwicklung setzt und an die „Modellstadt München 2030“ der Inzell-Initiative anknüpft: Beide Projekte möchten die Verkehrswende und mehr Lebensqualität für die Menschen erreichen.

Gemeinsam mit der Region!

Die Zahl der Menschen, die für Arbeit, Ausbildung oder Freizeit in der Metropolregion München unterwegs sind, steigt. Deshalb gelingt die Verkehrswende nur gemeinsam mit der Region! Was alles möglich ist, soll eine Internationale Bauausstellung zur Mobilität zeigen: Zehn Jahre lang wird die Metropolregion München zum Reallabor mit wechselnden Orten, Experimenten und innovativen Projekten. Das Ziel der IBA: International relevante, langfristige Lösungen finden, Akteure zusammenbringen, Projekte kooperativ umsetzen - und „einfach mal machen“.

Hintergrund

Nicht nur Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum stellen die Verkehrsinfrastruktur und Siedlungsentwicklung vor große Herausforderungen. Gleichzeitig müssen immer auch die städtischen Ziele zur Verkehrssicherheit („Vision Zero“), die politischen und gesetzlichen Anforderungen an den Umwelt- und Klimaschutz (Luftreinhaltung, CO2-Neutraliät) und der technologische Fortschritt (Digitalisierung und Vernetzung) mit berücksichtigt werden. Die Verkehrswende leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Abt. 3 Verkehrsplanung

Blumenstraße 31
80331 München