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Ausschreibungsverfahren


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Für Baugemeinschaften und Genossenschaften

Wie im Wohnungspolitischen Handlungsprogramm "Wohnen in München V" festgelegt, erfolgt die Vergabe von städtischen Wohnbaugrundstücken an Baugemeinschaften und Genossenschaften in einem zweistufigen Ausschreibungsverfahren. Die Durchführung liegt beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung.

Stufe eins

Um den Aufwand für die Bewerbung möglichst gering zu halten, beinhaltet die erste Stufe des Ausschreibungsverfahrens relativ niederschwellige Vergabekriterien.
Falls es nur eine zulässige Bewerbung für ein ausgeschriebenes Grundstück gibt, kann bereits auf dieser Basis eine Auswahlentscheidung getroffen werden - die zweite Stufe des Verfahrens entfällt. Liegen mehrere Bewerbungen für ein Grundstück vor, wird die zweite Stufe des Ausschreibungsverfahrens eröffnet. Dabei werden alle verbliebenen Bewerberinnen und Bewerber eingebunden und umfassend informiert. Neue Bewerbungen werden zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zugelassen.

Stufe zwei

Die zweite Stufe des Ausschreibungsverfahrens ist als Konzeptausschreibung vorgesehen, das heißt die Bewerberinnen und Bewerber müssen im Hinblick auf ihr geplantes Vorhaben über die Vergabekriterien der ersten Stufe hinausgehende, konkrete Aussagen zu den vorgegebenen Kriterien der zweiten Stufe treffen. Nach Ablauf der Ausschreibungsfrist werden die Angebote nach einer vorab festgelegten, den Bewerberinnen und Bewerbern bekannt gegebenen Bewertungsmatrix (Punktesystem) ausgewertet. Danach wird über die Vergabe des Grundstücks entschieden.

Weiterer Ablauf

Baugemeinschaften können dazu verpflichtet werden, an baulichen Realisierungswettbewerben teilzunehmen, wenn die Stadt dies im konkreten Fall zur Sicherung der Qualität des Städte- und Wohnungsbaus sowie der Gestaltung der öffentlichen Freiflächen für erforderlich hält (zum Beispiel bei „Schlüsselgrundstücken“ in einem Baugebiet oder bei größeren Vorhaben ab 50 Wohneinheiten). In diesem Fall weist die Stadt bei der Ausschreibung des Grundstücks bereits darauf hin.

Der Verkauf der Grundstücke liegt in der Zuständigkeit des Kommunalreferats. Im Hinblick auf kommunalrechtliche Vorschriften wird der Grundstückskaufvertrag zügig nach dem Verkaufsbeschluss des Stadtrats abgeschlossen. Die Grundstücke werden in der Regel in Bruchteilsgemeinschaft an die Baugemeinschaft verkauft. Bis zur Bezugsfertigkeit der Immobilie muss die Baugemeinschaft selbst für die Aufteilung nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) Sorge tragen und die entsprechenden Kaufpreisteile für das Grundstück bilden.

Ansprechpartnerin:

Gabriele Götzl, Tel.: (089) 233 – 2 62 78 (9 bis 15 Uhr)

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung
und Wohnungsbau

Blumenstraße 31
80331 München