Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona
zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Ausschreibungsverfahren


Konzeptausschreibung

Wie im Wohnungspolitischen Handlungsprogramm "Wohnen in München VI" festgelegt, erfolgt die Vergabe von städtischen Wohnbaugrundstücken an Genossenschaften und Baugemeinschaften durch Konzeptausschreibungen. Die Durchführung des Ausschreibungsverfahrens liegt beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung.

Für Wohnungsbaugenossenschaften

Die städtischen Wohnbaugrundstücke werden in der Regel im Erbbaurecht zu lageunabhängigen Festpreisen ausgeschrieben. Die Ausschreibung enthält verpflichtende Grundvoraussetzungen und optionale Auswahlkriterien, die der Stadtrat beschließt.

Grundvoraussetzungen

Die Ausschreibung enthält allgemeine Grundvoraussetzungen, die Regelungen zu den verschiedenen Wohnbauarten (Konzeptioneller Mietwohnungsbau, München Modell-Genossenschaften, Einkommensorientierte Förderung) und Verpflichtungen aus dem Ökologischen Kriterienkatalog enthalten.

Darüber hinaus sind weitere Grundvoraussetzungen einzuhalten, die von der Lage und Beschaffenheit des ausgeschriebenen Grundstücks abhängen.

Auswahlkriterien

Um unterschiedliche Angebote ohne Preiswettbewerb vergleichen und bewerten zu können, werden zu festgelegten Auswahlkriterien konzeptbezogene Aussagen erwartet. Die Bewerberinnen und Bewerber können im Hinblick auf ihr geplantes Vorhaben über die Grundvoraussetzungen hinausgehende, konkrete Angebote abgegeben. Nach Ablauf der Ausschreibungsfrist werden die eingegangenen Bewerbungen nach einer vorab festgelegten und bekannten Bewertungsmatrix (Punktesystem) ausgewertet. Danach wird über die Vergabe des Grundstücks entschieden.

Weiterer Ablauf

Genossenschaften können dazu verpflichtet werden, an baulichen Realisierungswettbewerben teilzunehmen, wenn die Stadt dies im konkreten Fall zur Sicherung der Qualität des Städte- und Wohnungsbaus sowie der Gestaltung der öffentlichen Freiflächen für erforderlich hält (zum Beispiel bei „Schlüsselgrundstücken“ in einem Baugebiet oder bei größeren Vorhaben ab 50 Wohneinheiten). In diesem Fall weist die Stadt bei der Ausschreibung des Grundstücks bereits darauf hin.

Der Abschluss des Erbbaurechtsvertrages (ggf. Kaufvertrages) liegt in der Zuständigkeit des Kommunalreferats. Im Hinblick auf kommunalrechtliche Vorschriften wird der Grundstücksvertrag zügig nach dem Beschluss des Stadtrats über die Vergabe abgeschlossen.

Für Baugemeinschaften

Wie im Wohnungspolitischen Handlungsprogramm "Wohnen in München VI" festgelegt, erfolgt die Vergabe von städtischen Wohnbaugrundstücken an Baugemeinschaften grundsätzlich in einem zweistufigen Ausschreibungsverfahren.

Stufe eins

Um den Aufwand für die Bewerbung möglichst gering zu halten, beinhaltet die erste Stufe des Ausschreibungsverfahrens relativ niederschwellige Vergabekriterien (Grundvoraussetzungen).
Falls es nur eine zulässige Bewerbung für ein ausgeschriebenes Grundstück gibt, kann bereits auf dieser Basis eine Auswahlentscheidung getroffen werden - die zweite Stufe des Verfahrens entfällt. Liegen mehrere Bewerbungen für ein Grundstück vor, wird die zweite Stufe des Ausschreibungsverfahrens eröffnet. Dabei werden alle verbliebenen Bewerberinnen und Bewerber eingebunden und umfassend informiert. Neue Bewerbungen werden zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zugelassen.

Stufe zwei

Die zweite Stufe des Ausschreibungsverfahrens ist als Konzeptausschreibung vorgesehen, das heißt die Bewerberinnen und Bewerber müssen im Hinblick auf ihr geplantes Vorhaben über die Vergabekriterien der ersten Stufe hinausgehende, konkrete Aussagen zu den vorgegebenen Auswahlkriterien der zweiten Stufe treffen. Nach Ablauf der Ausschreibungsfrist werden die Angebote nach einer vorab festgelegten, den Bewerberinnen und Bewerbern bekannt gegebenen Bewertungsmatrix (Punktesystem) ausgewertet. Danach wird über die Vergabe des Grundstücks entschieden.

Weiterer Ablauf

Baugemeinschaften können dazu verpflichtet werden, an baulichen Realisierungswettbewerben teilzunehmen, wenn die Stadt dies im konkreten Fall zur Sicherung der Qualität des Städte- und Wohnungsbaus sowie der Gestaltung der öffentlichen Freiflächen für erforderlich hält (zum Beispiel bei „Schlüsselgrundstücken“ in einem Baugebiet oder bei größeren Vorhaben ab 50 Wohneinheiten). In diesem Fall weist die Stadt bei der Ausschreibung des Grundstücks bereits darauf hin.

Der Verkauf der Grundstücke liegt in der Zuständigkeit des Kommunalreferats. Im Hinblick auf kommunalrechtliche Vorschriften wird der Grundstückskaufvertrag zügig nach dem Verkaufsbeschluss des Stadtrats abgeschlossen. Die Grundstücke werden in der Regel in Bruchteilsgemeinschaft an die Baugemeinschaft verkauft. Bis zur Bezugsfertigkeit der Immobilie muss die Baugemeinschaft selbst für die Aufteilung nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) Sorge tragen und die entsprechenden Kaufpreisteile für das Grundstück bilden.

Ansprechpartnerin:

Gabriele Götzl, Tel.: (089) 233 – 2 62 78
(9 bis 15 Uhr)

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung
und Wohnungsbau

Blumenstraße 31
80331 München