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Konzeptioneller Mietwohnungsbau


Aktuelles

Hier finden Sie die jüngsten Pressemitteilungen

Pilotprojekte

Als Maßnahme gegen steigende Grundstückspreise und für stabilere Mieten will die Stadt den Konzeptionellen Mietwohnungsbau an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet erproben. Die ersten Pilotprojekte sind auf den Weg gebracht.

  • Zur Realisierung des ersten Vorhabens durch Bauträger und / oder Baugenossenschaften hat die Stadt ein Grundstück in der Parkstadt Schwabing ausgeschrieben. An der Marianne-Brandt-Straße sollen zirka 110 Wohnungen entstehen - etwa 55 im Konzeptionellen Mietwohnungsbau und etwa 45 nach dem "München Modell". Am 17. September 2014 hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung einen Beschluss zur Bauträger-Auswahl gefasst. Oberbürgermeister Dieter Reiter, der Stadtrat und Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk zeigten sich erfreut über die große Zahl und die hohe Qualität der Bewerbungen, die nahezu durchwegs eine Bindung auf 60 Jahre angeboten hatten. Ein Losentscheid unter den beiden besten Bewerbungen wird in Kürze die Entscheidung darüber bringen, wer die ersten Wohnungen im Konzeptionellen Mietwohnungsbau in München errichten darf. 
     
  • Ein großes Grundstück an der Carl-Wery-Straße für zirka 310 Mietwohnungen (davon rund 160 im Konzeptionellen Mietwohnungsbau) wurde im Mai 2014 an die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag vergeben.
     
  • Im Juli 2014 wurden erste Flächen für etwa 130 Wohnungen im Konzeptionellen Mietwohnungsbau  im Bereich der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne an die beiden städtischen Wohnungsbaugesellschaften Gewofag und GWG vergeben. Die Ausschreibung weiterer Flächen für etwa 430 Wohnungen im Konzeptionellen Mietwohnungsbau an Bauträger und Baugenossenschaften erfolgt sukzessive ab Herbst 2014.
     
  • Ebenfalls im Juli 2014 wurde ein zentral gelegenes Grundstück in der Messestadt Riem (Zentrum Ost) an die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag vergeben, die dort unter anderem rund 56 Wohnungen im Konzeptionellen Mietwohnungsbau errichten wird. Weitere Flächen mit Konzeptionellem Mietwohnungsbau für Baugenossenschaften werden im kommenden Jahr ausgeschrieben.

So funktioniert der Konzeptionelle Mietwohnungsbau

Die Stadt München will bei der Vergabe ihrer Grundstücke neue Wege gehen: Um mehr bezahlbare Mietwohnungen auf den Markt zu bringen, sollen städtische Wohnbauflächen künftig zum aktuellen Verkehrswert ausgeschrieben und preistreibende Bieterwettbewerbe vermieden werden.

Zusätzlich wurde das Modell des "konzeptionellen Mietwohnungsbaus" beschlossen, das zunächst in drei Pilotprojekten erprobt werden soll.
 

Am 24. Juli 2013 hat der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss mit Maßnahmen gegen steigende Grundstückspreise und für stabilere Mieten gefasst, um die Situation auf dem Münchner Wohnungsmarkt zu verbessern. Ein wichtiger Baustein davon ist der "konzeptionelle Mietwohnungsbau": Im Rahmen dieses Modells werden 30 Prozent der Grundstücksfläche mit Bindungen zugunsten des Mietwohnungsbaus belegt. Gleichzeitig verzichtet die Stadt auf einen Preiswettbewerb und vergibt die Flächen zum aktuellen Verkehrswert. Dieser fällt niedriger aus, weil das städtische Bewertungsamt ihn unter Berücksichtigung der Bindungen ermittelt. Den Zuschlag erhält der Bewerber, der im Ausschreibungsverfahren das überzeugendste Konzept liefert ("Konzeptausschreibung").

Bindungen

Das Grundstück wird mit Bindungen belegt, die im Kaufvertrag festgeschrieben werden:

  • Verpflichtung zum Bau von Mietwohnungen nach bestimmten Standards
  • 60-jährige Bindung als Mietwohnung und Aufteilungsverbot, um Umwandlungen in Eigentumswohnungen zu verhindern
  • Verbot von Eigenbedarfskündigungen
  • Begrenzung der Erst- und Wiedervermietungsmiete (Koppelung an den Mietspiegel)
  • Koppelung der Mietanpassungsmöglichkeit an den Verbraucherpreisindex

Bewahrung der "Münchner Mischung"

Der "konzeptionelle Mietwohnungsbau" ist kein Förderprogramm, sondern greift ausschließlich beim Bau von freifinanzierten Mietwohnungen. Denn die "Münchner Mischung", also die breite Streuung verschiedener Einkommensgruppen in einem Wohngebiet, soll erhalten bleiben: In München sind deshalb 50 Prozent der städtischen Wohnbauflächen für den geförderten und 50 Prozent für den freifinanzierten Wohnungsbau vorgesehen. Von letzteren 50 Prozent werden künftig mehr als die Hälfte für den "konzeptionellen Mietwohnungsbau" zur Verfügung gestellt. Die dort entstehenden Wohnungen sind in erster Linie für Haushalte gedacht, die von Förderprogrammen wie dem "München Modell" knapp nicht mehr erfasst werden.

Zielgruppe

Der "konzeptionelle Mietwohnungsbau" steht allen Marktteilnehmern offen. Die Kombination aus der Grundstücksvergabe zum Verkehrswert und den Bindungen soll sich dämpfend auf die Grundstückspreise auswirken. Damit wird für den Bauherrn trotz Beschränkung der Miethöhe die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens gewährleistet.

Pilotprojekte

Weil bei dem bundesweit einzigartigen Projekt bisher Erfahrungswerte fehlen, soll das Modell zunächst in der Parkstadt Schwabing (Teilgebiet WA 6), der Messestadt Riem - Zentrum Ost und der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne erprobt werden. In diesen drei Gebieten sollen 800 bezahlbare Mietwohnungen nach diesem Modell entstehen. Als weiteres (viertes) Pilotprojekt hat der Stadtrat das Planungsgebiet "Carl-Wery-Straße" mit etwa 160 Wohnungen im "konzeptionellen Mietwohnungsbau" aufgenommen.

Nach Fertigstellung dieser Projekte wird das Modell überprüft und evaluiert.

Verteilung der Wohnbauarten Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Verteilung der Wohnbauarten

Dialog mit der Immobilienwirtschaft

Bei der Einführung des "konzeptionellen Mietwohnungsbaus" legt die Stadt München von Anfang an großen Wert auf den Dialog mit betroffenen Akteuren aus der Baubranche. Am 9. Oktober 2013 fand eine erste Veranstaltung statt.

Etwa 60 Vertreterinnen und Vertreter der Immobilienwirtschaft waren der Einladung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung gefolgt und diskutierten im großen Sitzungssaal des Rathauses mit Vertreterinnen und Vertretern von Stadtrat und Verwaltung über das neue Modell. Nach einleitenden Worten von Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk wurde die Systematik des "konzeptionellen Mietwohnungsbaus" erläutert. Die Grundidee stieß bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf ein überwiegend positives Echo. Die Stadtverwaltung versprach, die Einwände bei den Pilotprojekten nach Möglichkeit zu berücksichtigen.

Kontakt

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Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung und Wohnungsbau

Blumenstraße 31
80331 München

Fax:
089 233-28078
Postanschrift:

Landeshauptstadt München
Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtsanierung und Wohnungsbau
Blumenstr. 28b
80331 München

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Mo, Do: 9.00 - 12:00
Di: 13.00 - 17.00
und nach persönlicher Vereinbarung